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  • SGZE
    30.06.2017
    Präsidium der Oberrheinkonferenz zieht Zwischenbilanz von grenzüberschreitenden Projekten
    Schwerpunkte der französischen Präsidentschaft diskutiert // Mehrsprachigkeit soll zusätzlich gefördert werden

    Das Präsidium der Oberrheinkonferenz tagte kürzlich im Hôtel du Préfet in Straßburg unter dem Vorsitz von Jacques Garau, Secrétaire Général aux affaires régionales et européennes der französischen Region Grand Est. In der Sitzung wurde eine Zwischenbilanz über die grenzüberschreitenden Projekte im Rahmen der diesjährigen französischen Präsidentschaft gezogen.

    Der Vertreter des französischen Staates in der Région Grand Est hat seit dem 1. Januar 2017 die Präsidentschaft der Deutsch-französisch-schweizerischen Oberrheinkonferenz inne. Nun kam das Präsidium der Oberrheinkonferenz zu seiner Sitzung im Hôtel du Préfet zusammen.

    Dabei wurde die Entwicklung der trinationalen Kooperation in den Bereichen Gesundheit, Förderung der Agrarökologie, Mehrsprachigkeit und Bevölkerungsschutz als einige der Schwerpunkte der französischen Präsidentschaft in diesem Jahr diskutiert.

    Die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Katastrophenhilfe präsentierte die Arbeiten, die im Bereich Bevölkerungsschutz im Gange sind. Der Austausch zwischen den Anwesenden zeigte, dass sich die drei Teilregionen über die Notwendigkeit einer vertieften grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Falle eines großflächigen Stromausfalls einig sind. Die Präsentation zeigte mögliche Ursachen eines Blackouts, die Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Gesellschaft und die Notwendigkeit nach abgestimmten Maßnahmen auf.

    Die Maßnahmen der Behörden zur wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Leistungsfähigkeit der Agrarökologie haben geholfen, die Wettbewerbsfähigkeit von Mischkulturen und Viehwirtschaft zu analysieren. Dies zeigte die Präsentation der Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Landwirtschaft Ebenfalls vorgestellt wurde das Thema Pflanzenschutz und die Überwachungsmaßnahmen, die die Direction régionale de l’alimentation, de l’agriculture et de la forêt Grand Est und das Regierungspräsidium Freiburg gegen den Asiatischen Laubholzbockkäfer beiderseits des Rheins ergriffen haben.

    Im Bereich der öffentlichen Gesundheit wurden die gemeinsamen Aktionen gegen die Tigermücke vorgestellt, die sich in unserer Region vermehrt ausbreitet. Die in den drei Ländern umgesetzte Überwachung und die Koordinierung der Maßnahmen im Krisenfall sollen ihre weitere Verbreitung und mögliche Krankheitsübertragungen verhindern.

    Die Sitzung markierte außerdem die Lancierung der grenzüberschreitenden Konsultationen im Rahmen der Erarbeitung des regionalen Plan für Raumordnung, nachhaltige Entwicklung und Chancengleichheit der Gebiete der Region Grand Est (SRADDET). Ziel der Konsultationen ist es, eine kohärente Raumordnung jenseits der Grenzen zu gewährleisten. Der Plan soll eine einheitliche Vision für die regionale Raumordnung unter Achtung der Grundsätze der Nachhaltigkeit und der Gleichbehandlung der Gebiete vorschlagen.

    Die französischen, deutschen und schweizerischen Teilnehmenden nahmen darüber hinaus ebenfalls von den Beiträgen des Rectorat (französische Schulbehörde) zugunsten der Mobilität und der Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen sowie der Entdeckung und des Einstiegs in die Berufswelt durch Jugendliche Kenntnis. Die Mehrsprachigkeit nimmt dabei eine besondere Stellung ein. Das Präsidium unterstrich die Rolle des Erlernens der Sprache des Nachbarn als eine unverzichtbare Voraussetzung bei der Gestaltung eines gemeinsamen Lebensraums.

    Die Präsidentschaft der Oberrheinkonferenz wechselt jährlich. Rheinland-Pfalz übernimmt 2018 den Vorsitz. Die Freiburger Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer ist deutsche Delegationsleiterin.

     
     

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