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  • Abteilung 5
    21.07.2017
    Tag der offenen Tür im Rückhalteraum Elzmündung: Baustelle des nördlichen Abschlussdamms zwischen Nonnenweier und Ottenheim (Ortenaukreis) steht Besuchern offen
    Regierungspräsidium Freiburg informiert über laufende Arbeiten
     Tag der offenen Tür im Rückhalteraum Elzmündung: Baustelle des nördlichen Abschlussdamms zwischen Nonnenweier und Ottenheim (Ortenaukreis) steht Besuchern offen

    ​Rund 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung des Regierungspräsidiums (RP) Freiburg zu einem Infotermin über die Bauarbeiten am künftigen Abschlussdamm des Rückhalteraumes Elzmündung. An dem zwischen Nonnenweier und Ottenheim (Ortenaukreis) in den Rheinauen gelegenen Damm konnten sich die Bürgerinnen und Bürger ein Bild vor Ort über die Baumaßnahmen machen. Der Treffpunkt war direkt an der Dammbaustelle im Bereich der Kläranlage Nonnenweier, heißt es in einer Pressemitteilung der Behörde.

    Harald Klumpp, Bernhard Lonsdorfer und Andrea Rosenfelder, drei Fachleute des Regierungspräsidiums erläuterten die Pläne zu den laufenden Arbeiten. Unter den Teilnehmern waren auch Bürgermeister Wolfgang Brucker von der Gemeinde Schwanau, Joachim Leser von der Gemeinde Kappel-Grafenhausen in Vertretung für Bürgermeister Jochen Paleit sowie der stellvertretende Bürger-meister Vincent Jaegli aus dem französischen Rhinau.

    Fragen zur technischen Umsetzung, den ökologischen Maßnahmen und der Verkehrsbelastung durch die umfangreichen Erdarbeiten beim Dammbau wurden von den Experten beantwortet. An der Stelle des heutigen Damms auf der Südseite des Schutterentlastungskanals (SEK) wird der nördliche Abschlussdamm des Rückhalteraumes auf einer Länge von 1,25 Kilometern mit drei neuen Auslassbauwerken gebaut. „Die Baumaßnahmen für den Abschlussdamm werden voraussichtlich Mitte 2019 abgeschlossen sein“, so Harald Klumpp, Leiter der Projektgruppe Offenburg des Integrierten Rheinprogramms, mit Blick auf die aktuell laufenden Erdarbeiten.

    Der Abschlussdamm verbindet von der Kläranlage Nonnenweier den bereits sanierten Hochwasserdamm VII entlang des Süddammes des SEK mit dem Rheinseitendamm beim Hauptwehr Gerstheim. Dort schließt er den Rückhalte-raum ab. Insgesamt werden drei neue Bauwerke in den Damm integriert. Durch den Neubau werden alle Bauwerke für Fische durchwanderbar. So gelangen Fische künftig wieder vom Rhein über den Ottenheimer Altrhein durch den Rückhalteraum stromaufwärts. Die erforderlichen Rodungsarbeiten erfolgten bereits Ende Februar dieses Jahres.

    Neues Gewässerbett für den Schutterentlastungskanal (SEK)
    Der SEK wird künftig in die Wittweiberkehle umgeleitet und im Weiteren über den Ottenheimer Altrhein in den Rhein fließen. Damit wird eine geringe Verbes-serung der heutigen Abflussverhältnisse – auch bei zeitgleicher Hochwasserführung des SEK und des Rheins - erreicht.

    Dammbau
    Ab dem zentralen Auslassbauwerk wird der Kanal verfüllt und dient als Auf-standsfläche für den Abschlussdamm. „Durch die Umleitung des Kanals in die Wittweiberkehle steht das heutige Gewässerbett für die notwendige Verbreite-rung und Erhöhung des Dammes zur Verfügung“, erläuterte Bernhard Lonsdorfer, Projektleiter für den Rückhalteraum Elzmündung.

    Ökologischer Ausgleich
    Der unmittelbar südlich gelegene Geißengrundsee wird ökologisch aufgewertet und erhält auf dessen Nordseite eine Flachwasserzone. Der mit Japanknöterich durchsetzte Boden des SEK-Damms wird hierzu unterhalb der Niedrigwasserli-nie im Geißengrundsee eingebaut. Dank dieses ausgefeilten Massenmanagements werden die Materialtransporte durch die Ortslage Non-nenweier deutlich reduziert.

    Einschränkungen während der Bauzeit
    Während der Bauzeit kommt es zeitweise zu Beeinträchtigungen im Bereich der Baustelle und entlang der Baustraßen. Für den überregionalen Rheinauewan-derweg und die Verbindung von der Kläranlage Nonnenweier zu dem Hauptwehr Gerstheim wurden Umleitungen eingerichtet. „Für die auftretenden Beeinträchtigungen bitten wir um Ihr Verständnis“, sagte Andrea Rosenfelder, Projektingenieurin für diese Baumaßnahme. Sie fügte hinzu, dass mit der Verkehrsbehörde gute Lösungen zur Temporeduzierung gefunden wurden. So wird Tempo 50 für die Baustellenzufahrten und Tempo 30 innerorts von Non-nenweier im Bereich Kindergarten und Grundschule eingerichtet.

    Harald Klumpp konnte auch zahlreiche Mitglieder des Polderbeirates begrüßen. Auch weiterhin ist vorgesehen, bei neuen größeren Baumaßnahmen weitere offene Baustellentermine anzubieten. „Wir wollen mit Ihnen im Gespräch bleiben und Ansprechpartner für Fragen und Anregungen sein“, so Klumpp, der sich über die positive Resonanz und den angeregten Austausch bedankte. Die im Bereich der Kläranlage Nonnenweier neu aufgestellte Übersichtstafel wird während der Bauzeit zur Information bereitstehen.
     

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