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  • Abteilung 4
    25.01.2019
    Straßenbaubilanz 2018 - Regierungspräsidentin Nicolette Kressl: Rund 276 Millionen Euro für den Straßenbau im Regierungsbezirk Karlsruhe

    ​Das Volumen der Investitionen in die Streckennetze des Landes und des Bundes ist im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen. Im Regierungsbezirk Karlsruhe wurden im Jahr 2018 rund 276 Millionen Euro für den Straßenbau ausgegeben. Das sind rund 24 Millionen Euro mehr als im Jahr 2017“, bilanziert Regierungspräsidentin Nicolette Kressl heute (Freitag, 25. Januar 2019).

    In das Bundesfernstraßennetz konnten rund 198 Millionen und in das Landesstraßennetz rund 45,5 Millionen Euro investiert werden. Hinzu kommen erforderliche Ingenieuraufträge zur Vorbereitung und Abwicklung der Projekte in Höhe von rund 18,5 Millionen Euro. Mit rund 14 Millionen Euro wurden zudem der kommunale Straßenbau und die kommunalen Rad- und Fußverkehrsanlagen in den Städten und Gemeinden gefördert.

    Auf den Autobahnen wurden auch im Jahr 2018 Fahrbahnschäden von Grund auf und nachhaltig behoben. So wurden zum Beispiel auf der A 5 zwischen Ettlingen und Rastatt kostenintensive Belagserneuerungen durchgeführt.

    Im Bereich Neubau und Erweiterung der Bundesautobahnen wurde im Zusammenhang mit dem Bau der A 8-Enztalquerung bei Pforzheim unter anderem die Eisenbahnüberführung neu gebaut. Für den sechsstreifigen Ausbau zwischen Pforzheim Nord und Süd sind in den kommenden Jahren Kosten in Höhe von rund 140 Millionen Euro veranschlagt.

    Bund und Land investierten auch im Jahr 2018 Millionenbeträge in den Bau von Ortsumgehungen sowie in den Um- und Ausbau der Bundesstraßen und in den Neu- und Ausbau der Landesstraßen. Als finanzielle Schwerpunkte nennt Nicolette Kressl die Ortsumgehung Adelsheim (B 292), die Westtangente Pforzheim (B 463), die B 3neu bei Sinzheim, den dreistreifigen Ausbau der
    B 38 in Weinheim, den Neubau der L 602 zwischen Rußheim und Huttenheim und den Ausbau der L 536 zwischen Wilhelmsfeld und Altneudorf.

    „Die Erhaltung des bestehenden Straßennetzes ist von besonderer Bedeutung und hat hohe Priorität“, so Regierungspräsidentin Kressl. Im Regierungsbezirk Karlsruhe wurde im Jahr 2018 eine Fülle von Erhaltungsmaßnahmen umgesetzt. So wurden zum Beispiel Millionenbeträge in den Erhalt der B 3 zwischen Bußmatten und Sasbachried, der B 296 zwischen Calmbach und Oberreichenbach und der L 618 zwischen Gochsheim und Zaisenhausen investiert.

    Auch die Radwegeinfrastruktur wurde weiter ausgebaut. Dazu zählen der Radweg entlang der L 183 zwischen Althengstett und Ostelheim (1. und 2. Bauabschnitt) und der Neubau der Geh- und Radwegbrücke in Bammental
    (L 600).

    Von großer Bedeutung für den kommunalen Straßenbau und die kommunale Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur sind die Förderprogramme nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz. Mit den jährlich fortgeschriebenen Programmen werden schwerpunktmäßig der Bau und der Ausbau von innerörtlichen und verkehrswichtigen Straßen der Kommunen sowie Fuß- und Radwege bezuschusst. Die Kommunen im Regierungsbezirk Karlsruhe erhielten auf diese Weise im letzten Jahr Fördermittel in Höhe von rund 14 Millionen Euro.

    Ein neues Förderprogramm ist der Kommunale Sanierungsfonds Brücken (KSfB). Mit diesem im Jahr 2018 erstmalig aufgelegten Förderprogramm werden Landkreise, Städte und Gemeinden bei der Sanierung von Brücken in deren Baulast unterstützt. Seit Juni 2018 konnten im Regierungsbezirk bereits 27 Förderanträge von Kommunen mit Gesamtkosten von rund zehn Millionen Euro bewilligt werden.
    So zum Beispiel die Instandsetzung der Straßenüberführung Mannheimer Straße am Bahnhof Weinheim, Stadt Weinheim (Gesamtkosten: ca. 1.372.000 Euro, Zuschuss ca. 540.000 Euro) oder die Erneuerung der Sersbachbrücke in Bermersbach, Gemeinde Forbach (Gesamtkosten: rund 226.000 Euro, Zuschuss ca. 106.000 Euro)

    Nachfolgend sind exemplarisch Maßnahmen aufgeführt, die im letzten Jahr begonnen, weitergeführt oder fertiggestellt wurden:

    Bundesfernstraßen

    Neu- und Ausbau Bundesautobahn:
    A 8, Pforzheim Nord – Pforzheim Süd „Enztalquerung“, (Länge:  4,8 Kilometer; Kosten: rund 140 Millionen Euro) -laufende Maßnahme

    Erhaltung Bundesautobahn:
    A 5, Erneuerung der Fahrbahndecke zwischen Ettlingen und Rastatt (Länge: etwa zehn Kilometer; Kosten: 24,1 Millionen Euro) -Maßnahme abgeschlossen
    A 5, Erneuerung der Saalbachkanalbrücke und der Kammerforststraßenbrücke bei Bruchsal, (Kosten: 19,8 Millionen Euro) -laufende Maßnahme
    A 5, Erneuerung der Fahrbahndecke zwischen der Anschlussstelle Schwetzingen und dem Autobahnkreuz Walldorf (Länge: rund 10,3 Kilometer; Kosten: rund Millionen Euro) -Maßnahme abgeschlossen

    Neu- und Ausbau Bundesstraßen:
    B 292, Ortsumgehung Adelsheim, (Kosten: rund 40 Millionen Euro) -laufende Maßnahme B 463, Westtangente Pforzheim – Bauabschnitt (BA) 1.02, (Länge BA 1.02: 1,1 Kilometer; Kosten 1. BA: rund 20,5 Millionen Euro; Kosten Gesamtprojekt: rund 115 Millionen Euro) -laufende Maßnahme

    Um- und Ausbau Bundesstraßen:
    B 3neu bei Sinzheim, (Länge: 2,5 Kilometer, Kosten: rund sieben Millionen Euro) -laufende Maßnahme
    B 38, dreistreifiger Ausbau Weinheim, (Länge: 1,3 Kilometer; Kosten: rund 635.000 Euro) -laufende Maßnahme

    Erhaltung Bundesstraßen:
    B 3, Erneuerung der Fahrbahndecke zwischen Bußmatten – Sasbachried, (Länge: 6,2 Kilometer; Kosten: rund 5,6 Millionen Euro) -Maßnahme abgeschlossen
    Beginn B 296, Calmbach – Oberreichenbach, (Länge: etwa 6,2 Kilometer; Kosten: rund neun Millionen Euro) -laufende Maßnahme

    Tank- und Rastanlagen:
    A 5: Erweiterung der Tank- und Rastanlage Bühl (es sind dort nunmehr 127 LKW-Stellplätze vorhanden; Gesamtkosten: rund 16,6 Millionen Euro)
    -Maßnahme abgeschlossen

    Landesstraßen:
    Neu- und Ausbau Landesstraßen:
    L 362 / L 351, Umbau des Verkehrsknotenpunktes in Altensteig (Länge: rund 300 Meter; Kosten: rund eine Millionen Euro) -Maßnahme Verkehrsknotenpunkt abgeschlossen
    L 536, grundhafte Sanierung zwischen Wilhelmsfeld und Altneudorf mit Querschnittsanpassung und Gehweg, (Länge: rund 1,8 Kilometer; Gesamtkosten: rund 6,72 Millionen Euro) -Maßnahme abgeschlossen
    L 602, Neubau zwischen Rußheim und Huttenheim, (Länge: 2,3 Kilometer; Kosten: rund 10,2 Millionen Euro) -laufende Maßnahme

    Landesradwege:
    L 409, Glatttalradweg BA 1, (Länge: drei Kilometer; Kosten: ca. 1,64 Millionen Euro) –laufende Maßnahme
    L 183, Radweg Althengstett – Ostelsheim - 1. und 2. BA (Länge: rund vier Kilometer, Gesamtkosten: ca. 680.000 Euro) -Maßnahme abgeschlossen
    L 600, Neubau Geh- und Radwegbrücke in Bammental (Kosten: ca. 490.000 Euro) -Maßnahme abgeschlossen

    Erhaltung Landesstraßen:
    L 572, Erneuerung der Fahrbahndecke, Kreisgrenze K 4564  - Mühlhausen (Würmtalstraße), (Länge: 7,4 Kilometer; Kosten: 1,9 Millionen Euro) -Maßnahme abgeschlossen
    L 618, Erneuerung der Fahrbahndecke Gochsheim - Zaisenhausen, (Länge: 2,4 Kilometer; Kosten: 1,8 Millionen Euro) -Maßnahme abgeschlossen

    Förderung Kommunaler Vorhaben:
    Beispielhafte Projekte, die in 2018 bewilligt wurden:

    Kommunaler Straßenbau - KStB:
    Stadt Heidelberg: Stadtteilverbindung südliche Querspange - Abschnitt Czernybrücke bis östlich Montpellierbrücke, (Gesamtkosten: rund 9,2 Millionen Euro, Zuschuss: ca. 3,1 Millionen Euro)
    K 4300, Ausbau zwischen B 296 und  Gechingen, Landkreis Calw (Gesamtkosten: rund 3,7 Millionen Euro, Zuschuss: ca. 1,8 Millionen Euro)

    Kommunale Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur - RuF:
    Gleisquerung am Bahnhof Bruchsal, Stadt Bruchsal (Gesamtkosten: ca. 11,4 Millionen Euro, Zuschuss für den ersten Bauabschnitt: ca. 3,5 Millionen Euro)
    K 4743, Radweg Freudenstadt - Dietersweiler, Landkreis Freudenstadt (Gesamtkosten: ca. 507.000 Euro, Zuschuss: 212.000 Euro)
    Hintergrundinformationen:

    Das Regierungspräsidium Karlsruhe steuert und koordiniert sowohl die Finanz-planung als auch die technische Planung im Straßen- und Brückenbau für Bundesautobahnen, Bundes- und Landesstraßen einschließlich des dazugehörigen Radwegenetzes für den Regierungsbezirk Karlsruhe.

    Zu den operativen Aufgaben gehören der Bau und Ausbau von Bundesautobahnen und Bundesstraßen in Auftragsverwaltung für den Bund und der Bau und Ausbau der Landesstraßen.

    Darüber hinaus ist die Abteilung Straßenwesen und Verkehr zuständig für die Unterhaltung und den sicheren Betrieb der Bundesautobahnen A 5, A 6, A 61, A 656 und A 8. Insgesamt sind etwa 300 Kilometer Bundesautobahnen und rund 3.100 Kilometer Bundes- und Landesstraßen zu betreuen.

    Besondere Schwerpunkte der Abteilung Straßenwesen und Verkehr sind:

    -  die Erstellung und Fortschreibung von Straßenbau- und Finanzierungsplänen,

    - die Förderung des kommunalen Straßenbaus sowie der kommunalen Rad- und Fußverkehrsanlagen mit staatlichen Zuschüssen,

    - die technische Planung von Straßen sowie Brücken und Tunnelbauwerken einschließlich der erforderlichen Umweltverträglichkeitsstudien und landschaftspflegerischen Begleitpläne, Lärm- und Schadstoffuntersuchungen,

    - das Management des Betriebs- und Unterhaltungsdienstes der Bundesautobahnen,

    - die Baudurchführung und Vertragsabwicklung aller Baumaßnahmen für Bundesautobahnen, Bundes- und Landesstraßen einschließlich Prüfung der eingesetzten Straßenbaustoffe.

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