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  • Abteilung 5
    15.02.2019
    Großes Interesse und lebhafte Diskussion bei der Informationsveranstaltung zum Rückhalteraum Elisabethenwört
    Regierungspräsidentin Nicolette Kressl: „Mit der Entscheidung für eine kleine Variante sind die geringsten Auswirkungen auf die Bevölkerungen verbunden.“

    Der Landesbetrieb Gewässer am Regierungspräsidium Karlsruhe hat gestern (14. Februar 2019) im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung die aktuelle Entwurfsplanung zum Rückhalteraum Elisabethenwört vorgestellt. Die Veranstaltung in der gut besuchten Pfinzhalle in Dettenheim-Rußheim stieß auf sehr großes Interesse in der Bevölkerung.

    Von besonderer Bedeutung für die Bürgerinnen und Bürger waren die Auswirkungen, die der zukünftige Betrieb des Rückhalteraumes haben wird. Beispielsweise wurden die Themen Schnakenplage, Wegenutzung und Grundwasser angesprochen.
    Regierungspräsidentin Nicolette Kressl betonte, dass durch die Rückverlegung des Dammes die international vereinbarten Hochwasserschutzziele im Integrierten Rheinprogramm (IRP) erreicht werden. Mit der Wahl einer kleinen Variante sind zudem die geringstmöglichen Auswirkungen auf die Bevölkerung verbunden. In der aktuellen Entwurfsplanung wird nun die Ausgestaltung des Rückhalteraumes selbst sowie Details der Baumaßnahme konkretisiert.

    Zu Beginn der Veranstaltung erläuterte Armin Stelzer, Referatsleiter im Regierungspräsidium Karlsruhe, wie das Land Baden-Württemberg die Variante ausgewählt hat, die nun als sogenannte Antragsvariante weitergeplant wird. Er betonte, dass mit der Planung auf rund 400 Hektar künftig die kleinstmögliche Fläche als Rückhalteraum genutzt werden würde. Er bekräftigte außerdem, dass die geplante Funktionsweise einer Dammrückverlegung eine vergleichbare Überflutungssituation haben würde, wie die -von der Bevölkerung häufig gewünschte- Variante eines Polders. In der anschließenden Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern wurde dies rege diskutiert. Besonders die Notwendigkeit von ökologischen Flutungen bei der Nutzung als Polder wurde von den Vertretern des Regierungspräsidiums nochmals bekräftigt. Hierbei wurde auch noch einmal verdeutlicht, dass die in der Raumschaft favorisierte Variante eines Polders ohne ökologische Flutung aus naturschutzrechtlichen Gründen nicht genehmigungsfähig ist.

    Das Planungsteam aus Bauingenieuren, Ingenieuren der Hydraulik und Umweltplanern berichtete anschließend über die aktuelle Entwurfsplanung der Dammrückverlegung. Beispielsweise wurden die geplanten Baumaßnahmen vor Ort und die Grundwassersituation sowie die Auswirkungen auf die angrenzende Bebauung vorgestellt. Hierbei wurde erklärt, dass sich aufbauend auf den erfolgten Kellervermessungen gezeigt hat, dass zusätzliche Betroffenheiten entstehen können und somit Schutzmaßnahmen zur Grundwasserhaltung eingeplant und derzeit erarbeitet werden. Diese müssen sicherstellen, dass ein zusätzlicher schadbringender Grundwasseranstieg in bebauten Gebieten verhindert wird.

    Um aktuelle Informationen zu der für die Raumschaft relevanten Frage der Schnakenbekämpfung aus erster Hand zu erfahren, hatte der Landesbetrieb Gewässer Dr. Andreas Arnold von der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e.V. (KABS) eingeladen. Dieser versicherte, dass die KABS die Schnakenbekämpfung auf Elisabethenwört zukünftig verstärken und ausweiten wird. Die erhöhten Finanzmittel dafür übernimmt der Landesbetrieb Gewässer. Die Freizeit- und Erholungsnutzung im künftigen Rückhalteraum wird über ein Wegenetz aus Haupt- und Nebenwegen ermöglicht. Ein Hauptweg von Norden nach Süden soll über einen großen Teil des Jahres nutzbar sein. Die Nebenwege werden je nach Rheinwasserstand dagegen häufiger überströmt. Nur im Hochwasserfall muss der Zugang aus Sicherheitsgründen beschränkt oder gesperrt werden.

    Zum Abschluss skizzierte Manuel Ulrich, Projektleiter des Landesbetriebs Gewässer, den Zeitplan. Es ist vorgesehen den Genehmigungsantrag im Sommer 2020 einzureichen. Bis dahin wird es mindestens eine weitere gemeinsame Sitzung des Projektbegleitkreises und der Arbeitsgruppen geben sowie ein weiterer Newsletter zur Information für die Bevölkerung erstellt werden. Vor Einreichung der Antragsunterlagen ist eine weitere Bürgerinformationsveranstaltung geplant.

    Die Vertreterinnen und Vertreter des Landesbetriebs Gewässer sowie die Planer und Ingenieure boten im Anschluss an die Informationsveranstaltung an, sich an Stellwänden auszutauschen und offene Fragen zu klären. In der Pfinzhalle in Dettenheim wurden so auch nach der Veranstaltung noch Anmerkungen aufgenommen und Informationen ausgetauscht.

    Im aktuellen Newsletter sind die Funktionsweise der Dammrückverlegung sowie die aktuelle Planung kurz dargestellt. 

    Weitere Informationen

    Weiterführende Fragen oder die Aufnahme in den Newsletter-Verteiler können an das Email-Postfach rhr.elisabethenwoert@rpk.bwl.de geschickt werden.

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