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  • Abteilung 3
    20.09.2016
    20 Agrarschüler und Schüler der Lebensmitteltechnologie aus Serbien zu Gast in Baden-Württemberg - Regierungspräsident Wolfgang Reimer empfängt die Delegation: „Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Grundgedanke in allen Bereichen“
    Seit 2014 unterhält das Regierungspräsidium Stuttgart Partnerschaft mit der Autonomen Provinz Vojvodina
     Regierungspräsident Wolfgang Reimer (ganz links) begrüßt die Delegation aus der Autonomen Provinz Vojvodina in Serbien

    20 Agrarschüler und Schüler der Lebensmitteltechnologie aus der Autonomen Provinz Vojvodina in Serbien sind derzeit zu Gast in Baden-Württemberg. Am Dienstag, 20. September, begrüßte Regierungspräsident Wolfgang Reimer die 17- und 18-Jährigen, die mit drei Lehrern und zwei Ministeriumsvertretern der Autonomen Provinz angereist waren und hieß die Delegation herzlich willkommen. „Neben den fachlichen Informationen sind die menschlichen Begegnungen sehr wichtig“, findet Reimer. Aber auch die Nachhaltigkeit ist ihm ein Anliegen: „Sie ist ein wichtiger Grundgedanke in allen Bereichen“, sagte Reimer.

    Seit 2014 unterhält das Regierungspräsidium Stuttgart eine Partnerschaft mit der Vojvodina. Deren Anteil der Landwirtschaft an der gesamten Wirtschaftskraft beträgt 40 Prozent. Zehn landwirtschaftliche Schulen gibt es in der 21.506 km² großen Autonomen Provinz. Die Ausbildung dort ist am ehesten vergleichbar mit der an unseren agrarwissenschaftlichen Gymnasien an Beruflichen Schulen in Kombination mit einer Berufsausbildung. Vier Jahre dauert die Ausbildung zum Landwirtschaftlichen oder zum Tierärztlichen Techniker, zum Techniker des Gartenbaus, zum Mechaniker der Landwirtschaftlichen Technik, zum Techniker für Lebensmittel oder für den Umweltschutz.

    Von allen zehn Schulen gingen Schüler mit auf die Reise, die von Sonntag, 18. September, bis Freitag 23. September, dauert. Untergebracht sind die Besucher in der Akademie für Landbau und Hauswirtschaft in Kupferzell. Von dort aus starten die Ausflüge zu den vielfältigen Programmpunkten. Die Gäste besuchen landwirtschaftliche Betriebe verschiedener Ausrichtungen, Betriebe im vor- und nachgelagerten Bereich, die Dorfkäserei Geifertshofen und eine Wurstmanufaktur in Schwäbisch Hall. Sie informieren sich über die Themen Milchvieh und Milchautomaten, Schafbeweidung, Biogasanlagen und Photovoltaik.

    Besonders interessiert ist die Delegation an der gebündelten Erfassung der Erzeugnisse, der Vermarktung der Produkte, sei es die Direktvermarktung von Obst, Gemüse, Salat und Eiern aus der Region zum Beispiel über Hofläden. Diese gibt es in der Autonomen Provinz Vojvodina nicht in dieser Professionalität. Auch die Richard-von-Weizsäcker-Schule in Öhringen wird besichtigt, eine Berufliche Schule mit agrarwissenschaftlichem Gymnasium und Werkstätten. Ein begehrtes und viel bestauntes Fotomotiv waren die riesigen Traktoren des Landmaschinenhändlers John Deere in Mannheim.

    Der Regierungspräsident zeigte sich beeindruckt vom großen Interesse der Schüler, den Lehrern und den Kollegen aus der Verwaltung an unseren Entwicklungen: „Dies ist eine große Motivation, Projekte mit unserer Partnerschaft voranzubringen.“

    Hintergrundinformation

    Zustande gekommen ist die Partnerschaft zwischen dem Regierungspräsidium Stuttgart und der Autonomen Provinz Vojvodina (APV) in Serbien auf Grundlage der EU-Donauraumstrategie und der Vernetzung der Anrainerstaaten. 2014 wurde eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet und ein Aktionsplan erstellt mit den vier Handlungsfeldern Schule und Bildung, Landwirtschaft und ländlicher Raum, Personalaustausch zwischen den Verwaltungen und Förderung kommunaler Partnerschaften. 2015 Start der Projekte im Bereich Landwirtschaft und ländlicher Raum sowie im Bildungsbereich. Der baden-württembergische Landtag hat seit 2014 eine Partnerschaft mit dem Parlament der Autonomen Provinz Vojvodina und hält mit ihm einen engen Kontakt.

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