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  • Abteilung 1
    10.10.2016
    Wiederverpflichtung von Landrat Roland Bernhard
    Regierungspräsident Wolfgang Reimer würdigt den neuen und alten Landrat des Landkreises Böblingen bei dessen Wiederverpflichtung

    Der Stuttgarter Regierungspräsident Wolfgang Reimer hat den neuen und alten Landrat des Landkreises Böblingen, am heutigen Abend, 10. Oktober 2016, in seinem Amt wiederverpflichtet. Bei seiner Ansprache vor der Vereidigung und Wiederverpflichtung würdigte er den Landrat, der in seine zweite Amtszeit geht, als zuverlässigen Partner.

    Hier Auszüge aus der Rede, es gilt das gesprochene Wort:

    „Als Landrat sind Sie oberster Repräsentant des Landkreises und gleichzeitig Leiter einer bedeutenden staatlichen Verwaltungsbehörde. Damit bilden Sie ein ganz wichtiges Bindeglied zwischen der staatlichen und kommunalen Verwaltung unseres Landes. Die gute und bewährte Partnerschaft zwischen diesen Verwaltungsebenen gehört zu den großen Stärken unseres Landes.“

    „Sie haben mir im Juni nicht nur Ihren Landkreis insgesamt und konkret mit einem verkehrsumtosten Ortstermin an der Thermalbadkreuzung unweit der A 81 sowie einem hochspannenden gemeinsamen Besuch der Daimler-City in Sindelfingen vorgestellt, sondern mir zugleich anschaulich das Bild eines Landrates und seines breit gefächerten Aufgabenspektrums vermittelt. Sie waren sozusagen mein Prototyp eines Landrats. Die Beziehung Regierungspräsident – Landräte, bei mir sind es insgesamt 11 und allesamt Männer, ist in unserer Landesverfassung eine besondere und im Grunde die wichtigste dienstliche Beziehung für den Regierungspräsidenten, noch enger beispielsweise auch als zu den insgesamt 38 Oberbürgermeisterinnen und -meistern, das zeigt auch die Zeremonie am Ende meiner kurzen Rede. Diese Rolle habe ich als Regierungspräsident nur bei den Landräten.“

    „Vor Ihrer Wahl hatten Sie ja öffentlich und nachlesbar nicht nur eine sehenswerte Bilanz Ihrer ersten Amtszeit gezogen, sondern auch ein beeindruckendes Acht-Punkte-Programm für die kommenden acht Jahre vorgestellt. Die Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung, die Integration der Flüchtlinge, die Fürsorge für die benachteiligten Menschen im Kreis, sowie eine hochwertige Bildung in den kreiseigenen Schulen nannten Sie als erste Punkte – gefolgt von den Themen Wirtschaftsförderung, Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs, sowie der A81 und dem Umwelt- und Klimaschutz.“

    „Eine unserer vornehmsten Aufgaben als Regierungspräsidien ist es ja, die Finanzlage der Landkreise im Auge zu behalten. Ich werde Sie jetzt nicht mit trockenen Zahlen aus unserem sogenannten Haushaltserlass, also der Genehmigung der Haushaltssatzung 2016 langweilen, will aber doch darauf hinweisen, dass wir am 28. Januar 2016 den Kreishaushalt nicht nur genehmigen, sondern auch – ich zitiere den Haushaltsreferenten - „geordnete finanzwirtschaftliche Verhältnisse auf der Basis eines insgesamt auskömmlichen Budgetfundaments“ feststellen konnten. Lobend erwähnt werden eine restriktive Haushaltsführung und verantwortungsbewusste Finanzpolitik sowie ein seit Jahren betriebener konsequenter Konsolidierungskurs des Landkreises – oder darf ich auch sagen, des Landrats?! Natürlich sind auch noch ein paar gut dosierte Mahnungen enthalten, aber ich kann Ihnen, lieber Herr Bernhard, und Ihnen, meine Damen und Herren aus dem Kreistag, hier doch ein großes Lob aussprechen, wie Sie es gemeinsam und beharrlich erreicht haben, dass die Finanzlage des Landkreises Böblingen insgesamt solide und geordnet ist. Dies ermöglicht es, auch weiterhin Investitionen zu tätigen und in vielen Bereichen den Landkreis zum Wohle seiner Bewohner weiter zu entwickeln. Wir als Regierungspräsidium, ich persönlich als Regierungspräsident, stehen da gerne an Ihrer Seite.“

    Die Eidesformel lautet:
    „Ich schwöre, dass ich mein Amt nach bestem Wissen und Können führen, das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, die Landesverfassung und das Recht achten und verteidigen und Gerechtigkeit gegenüber jedermann üben werde. (So wahr mir Gott helfe.)“

    Die Worte zur Verpflichtung:
    „Ich gelobe, meine Pflichten als Landrat gewissenhaft zu erfüllen, die Rechte des Landkreises Böblingen zu wahren und sein Wohl, das seiner Einwohner und seiner Gemeinden nach Kräften zu fördern.“

    „Lieber Herr Bernhard, ich wünsche Ihnen im Namen der Landesregierung, aber auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Regierungspräsidiums Stuttgart von Herzen alles Gute und bei der Ausübung Ihres Amtes viel Erfolg und Freude, Kreativität und Tatkraft und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Ihrer Seite.“

    „Mein Dank und meine guten Wünsche gelten auch Ihrer Familie, Ihrer Frau und Ihren Kindern, ohne deren Verständnis für Ihre Arbeit Ihr zeitaufwendiges und erfolgreiches Wirken für den Landkreis sicherlich nicht in dieser Weise möglich wäre.“

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Katja Lumpp
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Désirée Bodesheim
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