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  • Abteilung 9
    13.10.2016
    21 Fälle von Zikavirus-Infektionen in Baden-Württemberg seit Jahresanfang - Fast jeder Zweite hatte sich zuvor in Nicaragua aufgehalten
    Risiko von frühkindlichen Fehlbildungen

    Seit Jahresbeginn wurden in Baden-Württemberg 21 Fälle von Zikavirus-Infektionen (ZIKV) gemeldet (Stand: 10. Oktober 2016). Neun Betroffene, also fast jeder Zweite, hatten sich zuvor in Nicaragua aufgehalten. Mit gewissem Abstand folgen Reiserückkehrer aus Kolumbien (4 Fälle), Brasilien (3), Jamaika (2) sowie Costa Rica, El Salvador und Panama (je 1 Fall).

    Das Landesgesundheitsamt im Regierungspräsidium Stuttgart erinnert deshalb an die Empfehlungen des Auswärtigen Amts:

    • Schwangere und Frauen, die schwanger werden wollen, sollten wegen des Risikos frühkindlicher Fehlbildungen von vermeidbaren Reisen in ZIKV-Ausbruchsgebiete absehen.
    • Bei unvermeidbaren Reisen konsequent und ganztägig Schutzmaßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen anwenden.
    • Nach einer Exposition in den ZIKV-Ausbruchsgebieten bei Sexualverkehr mit Schwangeren Kondomgebrauch für die Dauer der Schwangerschaft.
    • Alle Reisende sollten nach Rückkehr aus den ZIKV-Ausbruchgebieten  während oder kurz nach der Reise ihre Sexualpartner für die Dauer von mindestens 6 Monaten durch Kondomgebrauch schützen - unabhängig vom Auftreten möglicher Symptome. Frauen sollten konsequenterweise in dieser Zeit auf eine Schwangerschaft verzichten.

    Hinweis für die Redaktionen:

    Sieben und somit jede dritte der betroffenen Personen kam aus den Stadtkreisen Freiburg oder Heidelberg. In Teilen dieser Stadtkreise wurden brütende Populationen der Tigermücke (Aedes albopictus) nachgewiesen. An beiden Standorten laufen Bekämpfungsmaßnahmen der Tigermücken-Population. Eine Fähigkeit zur Übertragung des Zikavirus hat die Tigermücke nur dann, wenn sie selbst Träger des Virus ist. Voraussetzung dafür ist, dass eine Mücke zuvor eine mit dem Zika-Virus infizierte Person gestochen hat. Mit kühler werdenden Temperaturen sinkt darüber hinaus die Aktivität der Mücken und damit auch das Risiko einer Weiterverbreitung.
    Das Landesgesundheitsamt hat ausdrücklich keine Hinweise auf eine mögliche örtliche Übertragung in Baden-Württemberg.
    In Schiltigheim bei Straßburg gehen die Behörden einem entsprechenden Verdachtsfall nach.

    Symptome einer möglichen ZIKV-Infektion sind z.B. Fieber, Hautauschlag, Gelenkschmerzen.

    Nähere Informationen für Reisende sind im Internet zu finden:www.auswaertiges-amt.de

​​Pressestelle

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70565 Stuttgart
Telefon 0711 904-10002
Telefax 0711 7846940


Katja Lumpp
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Pressereferent
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