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  • Abteilung 1
    14.10.2016
    Einsatzübung an der TAL-Pipeline im Rems-Murr-Kreis erfolgreich abgeschlossen
    Regierungsvizepräsidentin Dr. Alexandra Sußmann: Sicherheit im Industriestandort Baden-Württemberg wird groß geschrieben

    Am gestrigen Donnerstagabend fand im Rems-Murr-Kreis eine Einsatzübung an der TAL-Pipeline statt. An der Übung nahmen rund 390 Einsatzkräfte mit 58 Fahrzeugen aus den Feuerwehren Alfdorf, Allmersbach im Tal, Backnang, Berglen,  Burgstetten, Fellbach, Kirchberg an der Murr, Rudersberg, Waiblingen, Weissach im Tal, Welzheim und Winnenden teil.

    Die Einsatzmaßnahmen wurden durch den Führungsstab des Rems-Murr Kreis koordiniert und dokumentiert. Von den Feuerwehren wurden nahezu 38 Kilometer der Pipeline begangen und 19 Ölsperren eingebracht. Für einen eventuell notwendigen Einsatz an einer Schadensstelle wurden die Sonderfahrzeuge wie beispielsweise der Gerätewagen Gefahrgut, Gerätewagen Atemschutz und der Abrollbehälter Sonderlöschmittel an einem Bereitstellungsraum gesammelt.

    Beobachterin der Übung war auch Regierungsvizepräsidentin Dr. Alexandra Sußmann vom Regierungspräsidium Stuttgart. Sie hob die Bedeutung der Pipeline für die Versorgung des Landes hervor: „Die TAL-Pipeline stellt eine Schlagader des Industriestandorts Baden-Württemberg dar. Die Aufrechterhaltung der Sicherheit beim Betrieb genießt daher einen hohen Stellenwert. Um für einen möglichen Schadensfall gewappnet zu sein, ist die Beübung von Gefahrenabwehrmaßnahmen durch die Feuerwehren unabdingbar. Ich danke daher der großen Zahl der  überwiegend ehrenamtlichen Helfer herzlich für Ihren Einsatz bei dieser Übung. Jeder hat an seinem Platz – bei der Begehung der Pipeline, beim Einbau der Ölsperren in den Gewässern und auch im Führungsstab im Landratsamt – einen wertvollen Beitrag zum Gelingen der Übung geleistet.“

    „Im Krisenfall muss jeder Handgriff sitzen. Deshalb ist es mir ein besonderes Anliegen, dass wir in Sachen Katastrophenschutz gut aufgestellt sind. Und gerade dafür danke auch ich sowohl unserem Führungsstab als auch allen Feuerwehren für ihren außerordentlichen Einsatz“, betonte Landrat Dr. Sigel.

    Im Regierungsbezirk Stuttgart verläuft eine große Zahl unterschiedlicher Pipelines zum Transport von Öl, Gas, Kerosin und vielen anderen Stoffen. Das Regierungspräsidium Stuttgart führt gemeinsam mit den zuständigen Landkreisen und den betroffenen Städten und Gemeinden an diesen Pipelines in regelmäßigen Abständen Einsatzübungen durch. Die Einsatzübungen dienen dabei der Überprüfung der Alarm- und Einsatzpläne sowie der geplanten Abwehrmaßnahmen an der Pipeline im Schadensfall.   

    Hintergrundinformationen


    Sicherheit an der Pipeline
    Kommt es durch die automatischen Überwachungssysteme zu einer Alarmauslösung an der Pipeline, so wird durch die ständig besetzte Fernsteuerzentrale der Betreibergesellschaft die zuständige Integrierte Leitstelle verständigt, die wiederum nach Alarmplan die für den Bereich zuständigen Feuerwehren alarmiert. Hauptaufgaben der Feuerwehren sind dabei der Einbau von Ölsperren in die Gewässer, die Lecksuche an der Pipeline und entsprechende Abwehrmaßnahmen an Leckstellen. Zu diesem Zweck wurden durch die Betreibergesellschaft halbstationäre Ölsperren entlang der Pipeline installiert und den Feuerwehren geeignete Einsatzgerätschaften wie z. B. Ölbindemittel und Boote zur Verfügung gestellt.

    Informationen zur Pipeline
    Der durch den Regierungsbezirk Stuttgart in den Landkreisen Ostalb, Rems-Murr und Ludwigsburg verlaufende Teil der TAL-Pipeline verbindet mit einer Gesamtlänge von 266 km Ingolstadt und Karlsruhe. In der Pipeline, die einen Durchmesser von 660 mm aufweist, wird Rohöl transportiert. Die maximale Förderleistung beträgt 15 Millionen Kubikmeter pro Jahr.

    Informationen zur TAL
    Die TAL-Gruppe wurde in den 1960er Jahren gegründet und betreibt die Transalpine Ölleitung, die den Hafen von Triest mit Mitteleuropa verbindet. Das Leitungsnetz ist insgesamt 753 km lang und führt beginnend von Triest aus über die Alpen nach Österreich und weiter nach Ingolstadt in Bayern. Von dort wird das Öl durch die TAL-OR nach Baden-Württemberg zum Oberrhein nach Karlsruhe verpumpt sowie über die TAL-NE Leitung nach Neustadt an der Donau. Die TAL ist eines der zuverlässigsten und wichtigsten Ölversorgungssysteme der mitteleuropäischen Länder. Sie deckt den Rohölbedarf Deutschlands zu 40% (jeweils 100% Bayerns und Baden-Württembergs), den Österreichs zu 90% und den tschechischen Bedarf zu rund 40%. Insgesamt werden über die TAL Leitungen acht Raffinerien beliefert, die jährliche Transportleistung liegt bei ca. 45 Mio. Tonnen. Sicherheit steht hierbei an erster Stelle. Als Technologieführerin setzt TAL auf modernste Steuerungs- und Überwachungssysteme und investiert laufend in die Modernisierung und Erneuerung der Anlagen sowie Ölwehreinrichtungen.

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