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  • Abteilung 9
    13.12.2016
    Noroviren auf dem Vormarsch
    Brechdurchfälle, verursacht durch das Norovirus, haben in den letzten Wochen in Baden-Württemberg stark zugenommen

    ​Brechdurchfälle, verursacht durch das Norovirus haben in den letzten Wochen in Baden-Württemberg wie auch deutschlandweit stark zugenommen. Alle Stadt und Landkreise sind betroffen. Die Zahl der wöchentlich übermittelten Norovirus-Erkrankungen ist von Mitte Oktober mit 169 Fällen bis Ende November mit bislang 524 Fällen bereits deutlich angestiegen.

    Der Hauptgrund für starke Winterepidemien, so wie sie sich auch momentan ankündigt, ist das Auftreten neuer, immunologisch veränderter Varianten des Norovirus. Diese werden vom Immunsystem der Bevölkerung nicht mehr so gut erkannt und können dadurch zu hohen Erkrankungszahlen führen.

    Die höchsten Neuerkrankungsraten werden bei Säuglingen und Kindern im Alter unter fünf Jahren verzeichnet. Im Vergleich zu den Vorjahren beginnt die Norovirus-Saison deutlich früher als in den Vorjahren 2013 bis 2015. Die Erreger werden vor allem über Stuhl oder Erbrochenes von erkrankten Menschen, aber auch über kontaminierte Speisen und Getränke übertragen.

    Die starken Brechdurchfälle durch Noroviren können rasch zu einem Flüssigkeitsmangel im Körper führen, welcher sich durch ein ausgeprägtes Schwächegefühl oder Schwindel bemerkbar machen kann. Das Landesgesundheitsamt empfiehlt Erkrankten ausreichend viel zu trinken, sich körperlich zu schonen und den Kontakt mit anderen Personen möglichst einzuschränken. Meist klingen die Beschwerden nach 1 bis 2 Tagen vollständig ab. Schützen kann man sich nur durch sorgfältige Hygiene und Abstand zu Betroffenen. Und auch Erkrankte sollten Rücksicht nehmen. Betroffene sollten unbedingt Abstand zu anderen Personen halten. Händewaschen hilft bei der Vorbeugung. Auch nach Abklingen der Symptome sollten Erkrankte mehrere Wochen verstärkt auf Händehygiene achten, da Noroviren über einen längeren Zeitraum nach Erkrankung ausgeschieden werden können.

    AnlageSchaubild mit aktuellen Fallzahlen (PDF, 60 KB)

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