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  • Abteilung 5
    28.12.2016
    Regierungspräsidium Stuttgart vergibt den Vertrag für die Machbarkeitsstudie zum Hochwasserschutz für Abtsgmünd (Ostalbkreis)
    Hochwasserschutz an Kocher und Lein

    ​Die durch das Land erstellte Hochwassergefahrenkarte (HWGK) an Kocher und Lein weist für die Ortslagen von Abtsgmünd und Wöllstein eine Hochwassergefährdung aus. Beim Hochwasserereignis im Mai / Juni dieses Jahres war Abtsgmünd im We-sentlichen durch den Kocher oberhalb der Leinmündung von Hochwasser betroffen. Hohe Schäden waren dabei im Gewerbegebiet „Kocherwiesen“ zu verzeichnen. Dagegen gab es dank der Hochwasserrückhaltebecken des Wasserverbandes Kocher-Lein an der Lein in Abtsgmünd keine größeren Abflüsse, weshalb nennenswerte Schäden an der Lein und am Kocher unterhalb der Leinmündung ausblieben.

    Kocher und Lein sind in Abtsgmünd Gewässer erster Ordnung und damit in der Un-terhaltungslast des Landes. Der Landesbetrieb Gewässer im Regierungspräsidium Stuttgart, der diese Aufgabe für das Land wahrnimmt, und die Gemeinde Abtsgmünd kamen überein, zunächst eine Machbarkeitsuntersuchung zum Hochwasserschutz für Abtsgmünd und Wöllstein in Auftrag zu geben und gemeinsam zu finanzieren.

    Zur Verbesserung des Hochwasserschutzes bestehen grundsätzlich die Möglichkei-ten, Hochwasserrückhalt durch den Bau von Staubecken zu betreiben und / oder die Abflussleistung des Gewässers zu verbessen, z.B. durch den Bau von Deichen oder Mauern. Vor Eintritt in eine konkrete Planung der notwendigen Hochwasserschutzmaßnahmen soll deshalb eine Machbarkeitsuntersuchung zum Hochwasserschutz Kocher/Lein auf Gemarkung Abtsgmünd durchgeführt werden. Die Untersuchung hat das Ziel, aus möglichen Varianten, die am besten geeignete Lösung herauszuarbeiten. Vorausschauend soll in der Studie zudem berücksichtigt werden, dass sich die statistisch hunderjährlichen Hochwasserabflüsse in den nächsten Jahren durch die Klimaveränderung um ca. 15  % gegenüber den heutigen erhöhen.

    Der Landesbetrieb Gewässer hat das Ingenieurbüro Winkler und Partner GmbH in Stuttgart mit der Erstellung der Machbarkeitsstudie beauftragt. Die Kosten in Höhe von ca. 80.000 € teilen sich das Land (70%) und die Gemeinde Abtsgmünd (30 %) entsprechend der von den beiden Vertragspartnern abgeschlossenen Vereinbarung.

    Zusatzinformation zum Thema Hochwassergefahren:
    Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg informiert die Öffentlichkeit auf der Internetseite www.hochwasserbw.de umfangreich über das Thema Hochwasser. Über Verlinkungen kann sich die interessierte Öffentlichkeit über die aktuelle Hochwassersituation an Oberflächengewässern informieren. Broschüren, die über die Strategie zur Minderung von Hochwasserrisiken in Baden-Württemberg aufklären, können dort ebenfalls heruntergeladen werden. Über interaktive Karten erfahren Interessierte, inwieweit Grundstücke durch Hochwasser gefährdet sind. Die Hochwassergefahrenkarten sind mobil über „Meine Umwelt App“ mittels Smartphone oder Tablet abrufbar.
    Ergänzend dazu gibt die Hochwasserfibel des Ministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung wertvolle Hinweise zu Objektschutz von Gebäuden und baulicher Vorsorge.

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Katja Lumpp
Pressesprecherin
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