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  • Abteilung 8
    09.02.2017
    Archäologische Denkmalpflege - Buchpräsentation am 17. Februar 2017 um 15 Uhr im Archäologischen Museum Colombischlössle Freiburg
    Prof. Dr. Claus Wolf, Präsident des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, stellt Publikation „Die römerzeitliche Besiedlung im rechten südlichen Oberrheingebiet“ als ersten Band der neuen Reihe vor
     Cover "Die römerzeitliche Besiedlung"

    ​Sehr geehrte Damen und Herren,
     
    Prof. Dr. Claus Wolf, der Präsident des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, präsentiert den ersten Band „Die römerzeitliche Besiedlung im rechten südlichen Oberrheingebiet“ der grundlegend neu gestalteten wissenschaftlichen Reihe „Forschungen und Berichte zur Archäologie in Baden-Württemberg“ des Landesamts für Denkmalpflege (http://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/nbdpfbw/article/view/33845/27535).
     
    Im Namen von Prof. Wolf laden wir Sie herzlich zu einem Pressegespräch mit anschließender Buchpräsentation ein.
     
    Kommen Sie am
    17. Februar 2017
    ins Archäologische Museum Colombischlössle, Freiburg
     um 15 Uhr zum Pressegespräch,
    im Leo-Wohleb-Saal
    und um 16 Uhr zur Buchpräsentation
    ins Foyer
     
    Neben Prof. Wolf führen Ursula Reichert vom Dr. Ludwig Reichert Verlag, der Autor Dr. Lars Blöck, Dr. Andrea Bräunung und Dr. Thomas Link, beide Landesamt für Denkmalpflege, FB Publikationswesen, sowie Dr. Beate Grimmer-Dehn, Direktorin des Archäologischen Museums Colombischlössle, durch das Pressegespräch und stehen für Fragen zur Verfügung.
    Die Buchpräsentation im Anschluss wird eröffnet mit einem Grußwort durch Ulrich von Kirchbach, Bürgermeister für Kultur, Integration, Soziales und Senioren der Stadt Freiburg. Danach führt Prof. Wolf in die neue Reihe und die Thematik des Buches ein. Der Autor Dr. Lars Blöck gibt einen Einblick in seine Untersuchungen und Analysen.
    Die als Doktorarbeit an der Universität Freiburg entstandene Studie von Lars Blöck beschäftigt sich mit der römerzeitlichen Besiedlung des rechten Ober- und Hochrheingebiets zwischen dem 1. und 5. Jahrhundert n. Chr. Ein Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf den wirtschaftlichen Grundlagen und der baulichen Entwicklung der römischen villae, den ländlichen Einzelsiedlungen. Unter anderem gelingt erstmals eine vollständige Lesung der seit 1939 bekannten Mosaikinschrift der villa Laufenburg.
    Die Publikation wird vom Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart herausgegeben und vom Ministerium Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg – Oberste Denkmalschutzbehörde gefördert.
     
    Das Archäologische Museum Colombischlössle und das Landesamt für Denkmalpflege laden zu einem anschließenden Umtrunk ein.
     
    Im Rahmen der Buchpräsentation findet ein Buchverkauf statt.
     
    Wir freuen uns über Ihr Kommen!
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Katja Lumpp
    Pressestelle Regierungspräsidium Stuttgart, 0711/904-10002
     
     
    Zum Buch
    Lars Blöck: Die römerzeitliche Besiedlung im rechten südlichen Oberrheingebiet.
    Forschungen und Berichte zur Archäologie in Baden-Württemberg, Bd. 1
    Wiesbaden 2016, 511 Seiten mit 153 z.T. farb. Abb. und 24 Beilagen;
    ISBN 978-3-95490-215-6, 79,00 €.
    Zu beziehen über Dr. Ludwig Reichert Verlag, Wiesbaden
     

    Hintergrundinformationen

    Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit der römerzeitlichen Besiedlung des rechten Ober- und Hochrheingebiets zwischen Kaiserstuhl, Schwarzwald und der Alb. Es wird untersucht, mit welchen Siedlungsformen und in welchen Abläufen das südliche Rheintal in römischer Zeit erschlossen wurde, um daran anschließend die Besiedlungsgeschichte des Gebiets vom späten 1. Jahrhundert v. Chr. bis zum 5. Jahrhundert n. Chr. zu rekonstruieren.

    Die Basis der Arbeit stellt eine katalogartige Erfassung und inhaltliche Bewertung aller bis zum Jahr 2010 bekannten römerzeitlichen Landschaftseingriffe – Siedlungen, Bestattungsplätze, Verkehrseinrichtungen und Rohstoffgewinnung – in dem Gebiet dar.

    Nach einem forschungsgeschichtlichen Resümee und einer quellenkritischen Einordnung der Befundgrundlage folgt eine ausführliche Besprechung der verschiedenen Siedlungstypen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den villae, den ländlichen Einzelsiedlungen. Zunächst werden die vorkommenden Villen- und Gebäudetypen hinsichtlich ihrer siedlungsgeschichtlichen Herleitung und Funktion sowie ihrer baulichen Ausstattungen und Entwicklung diskutiert. In einem Exkurs wird dabei erstmals eine vollständige Lesung der seit 1939 bekannten Mosaikinschrift der villa Laufenburg vorgeschlagen, die wichtige neue Erkenntnisse zu soziokulturellen Aspekten von villae in den gallisch-germanischen Provinzen erbringt. Um die wirtschaftlichen Grundlagen der villae einschätzen zu können, wird ein Modell zur Berechnung der Kapazität von Getreidespeichern und der Größe von Getreideanbauflächen entwickelt, das sich auch auf andere Landschaften übertragen lässt.

    Es folgen Darstellungen zu den vici und den Verkehrswegen der Region sowie zu den Grundlagen der chronologischen Einordnung der Plätze.

    Der abschließende Teil der Untersuchung widmet sich in einer Synthese der Besiedlungsabläufe des Gebiets. Es zeigt sich, dass das rechte südliche Oberrheingebiet in römischer Zeit eine Brückenfunktion zwischen Gallien und den jenseits des Schwarzwalds gelegenen Gebieten Obergermaniens wahrnahm: Es weist wie die anderen rechtsrheinischen Gebiete keine kontinuierliche Besiedlung von der Spätlatène- bis in römische Zeit auf, besiedlungsstrukturell orientiert es sich jedoch während der frühen und mittleren Kaiserzeit am Linksrheinischen. Nach der Aufgabe der rechtsrheinischen Gebiete um 280/90 n. Chr. etablieren sich andere Besiedlungsmuster als im Reich, doch bleibt es als Teil der neuen Grenzzone am Rhein mit dem Imperium verbunden.

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Matthias Kreuzinger

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