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  • Abteilung 2
    24.03.2017
    Regierungspräsident Wolfgang Reimer überreicht gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Schwäbisch Hall Hermann-Josef Pelgrim das Bundesverdienstkreuz am Bande an den ehemaligen Chefarzt des Diakonie-Klinikums, Prof. Dr. Hartmut Siebert
    Reimer: „Sie sind ein außergewöhnlich engagierter Mensch und scheuen sich nicht, im Interesse der Patientensicherheit auch unpopuläre Themen anzusprechen. Gerade weil Sie sich mit wahrer Hingabe einem Thema widmen und damit Mut und Unerschrockenheit beweisen, sind Sie für junge Menschen ein Vorbild.“

    Auf Vorschlag von Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat der damalige Bundespräsident Joachim Gauck Herrn Prof. Dr. Hartmut Siebert am 1. Dezember 2016 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Regierungspräsident Wolfgang Reimer wurde in der Folge von Ministerpräsident Winfried Kretschmann darum gebeten, diese Auszeichnung zu übergeben. Die Überreichung des Bundesverdienstkreuzes sowie der dazugehörigen Urkunde fand am heutigen Freitag, 24. März 2017, im Ratssaal des Rathauses Schwäbisch Hall im Beisein des Oberbürgermeisters Hermann-Josef Pelgrim statt.

    Reimer bei seiner Ansprache: „Sie haben nicht nur in Ihrer beruflichen Laufbahn, sondern auch ehrenamtlich Herausragendes geleistet und so ist es mir Freude und Ehre zugleich, Ihnen heute diese Auszeichnung übergeben zu dürfen. “

    Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim hob als Gastgeber des Empfangs Sieberts vielseitiges Engagement in Schwäbisch Hall hervor: „Herrn Sieberts Wirken umfasst die unterschiedlichsten Lebensbereiche wie Kunst, Geschichte, aber auch Integration. Ganz aktuell möchte ich sein intensives Engagement für Geflüchtete in Schwäbisch Hall hervorheben.“ Siebert verstünde es hervorragend, sein großes Netzwerk zum Wohle der Asylbewerber einzusetzen.

    Prof. Dr. Siebert studierte im Anschluss an die Berufsoffiziersausbildung in Freiburg Humanmedizin und war nach seiner Promotion und der Facharztausbildung für Chirurgie mit Schwerpunkt Unfallchirurgie von 1985 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2008 als Leiter der Klinik für Unfall-, Hand und Wiederherstellungschirurgie am Diakonie Klinikum Schwäbisch Hall tätig.

    Reimer betonte weiter: „Neben den damit verbundenen hohen beruflichen Herausforderungen, haben Sie sich in vielfältiger Weise ehrenamtlich zum Wohle der Patientensicherheit und zur Verbesserung der Schwerverletztenversorgung eingesetzt.“

    So zählte Prof. Dr. Siebert zu den Gründungsmitgliedern des Verbandes der Leitenden Unfallchirurgen und übernahm 1993 die Funktion des stellvertretenden Bundesvorsitzenden dieser Organisation. Als ehrenamtlicher Generalsekretär der deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) hat Prof. Dr. Siebert maßgeblich deren Entwicklung geprägt und insbesondere die Qualitätsinitiativen zur Sicherung und Weiterentwicklung der umfassenden Versorgung verunfallter und schwerverletzter Patienten in Deutschland vorangetrieben. Besonders erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang die S3-Leitlinie Polytrauma, die Initiative Trauma-Netzwerk-DGU, das Trauma-Register DGU sowie das „Weißbuch Schwerverletztenversorgung“, dank dessen Deutschland mittlerweile über ein enges Netz von Kliniken zu Behandlung Schwerverletzter sowie klare Versorgungs- und Verlegungsstrategien aufweist.

    Reimer dazu: „Ohne Ihren unermüdlichen und selbstlosen Einsatz hätten die Initiativen des DGU nicht das auch international anerkannte und beachtete sehr hohe Niveau erreicht, welches die deutsche Unfallchirurgie auszeichnet. Zudem haben Sie das Zusammenwachsen der Fächer Orthopädie und Unfallchirurgie zu einem gemeinsamen Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie wesentlich gefördert. Dies stellt eine Entwicklung dar, die sich überaus positiv auf die medizinische Versorgungslandschaft für diese Fachgebiete in Deutschland auswirkt und für Patienten, Kliniken und Arztpraxen gleichermaßen sinnvolle Synergieeffekte erzielt. Sie haben sich damit um die medizinische Versorgung der deutschen Bevölkerung in vielfältiger und hervorragender Weise verdient gemacht.“ Auch Oberbürgermeister Pelgrim würdigte den ehemaligen Diak-Chefarzt: „Hier in Schwäbisch Hall haben die Patienten in der Chirurgie von Ihrem profunden Wissen und Ihren Fachkenntnissen in der Schwerverletztenversorgung profitiert.“

    Weiterhin engagierte sich Prof. Dr. Siebert als Mitglied und seit 2009 auch im Vorstand des Aktionsbündnisses Patientensicherheit e.V. (APS). Im April 2008 übernahm er die Moderation und Leitung einer Arbeitsgruppe zum Thema „Unbeabsichtigt belassene Fremdkörper im OP-Gebiet“, deren Ergebnisse 2010 in der Schriftenreihe „Jeder Tupfer zählt“ veröffentlicht wurde. Seit dem Jahr 2006 hat er sich nicht zuletzt auch als kompetenter und engagierter Ansprechpartner für den Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) erwiesen. „Sie haben die Verkehrssicherheitsarbeit in Deutschland sehr unterstützt und dazu beigetragen, dass die DGU mittlerweile ein wichtiger Ansprechpartner in Fragen der Verhütung von Verkehrsunfällen und Rettung von Menschenleben ist. Dank Ihres Engagements findet das von der WHO ausgerufene Jahrzehnt der Verkehrssicherheit (2011 – 2020) auch in Deutschland Beachtung und Sie haben persönlich dazu beigetragen, dass die DGU Beiträge zu dieser Dekade leistet“, so Reimer.

    Abschließend wandte sich Regierungspräsident Reimer an den Geehrten: „Sie sind ein außergewöhnlich engagierter Mensch und scheuen sich nicht, im Interesse der Patientensicherheit auch unpopuläre Themen anzusprechen. Gerade weil Sie sich mit wahrer Hingabe einem Thema widmen und damit Mut und Unerschrockenheit beweisen sind Sie für junge Menschen ein Vorbild. Sie haben sich mit Ihrem jahrzehntelangen Engagement große Verdienste erworben, die durch die Auszeichnung mit dem Verdienstkreuz am Bande, die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung und damit die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl vergibt, eine öffentliche Würdigung finden. Ich wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie alles Gute, Zufriedenheit, Wohlergehen und vor allem Gesundheit.“ An dieser Stelle übermittelte Regierungspräsident Reimer auch die persönlichen Grüße und Glückwünsche des Ministerpräsidenten Kretschmann.

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