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  • Abteilung 9
    12.05.2017
    Public Health - Gesundheit für alle. Das umfassende Public Health-Verständnis erfordert mehr Abstimmung zwischen Öffentlichem Gesundheitsdienst (ÖGD), ambulanter und stationärer Gesundheitsversorgung im Land
     Labor-Untersuchung im LGA
    Dies gilt auch für die aktuellen Themen des Landesgesundheitsamtes (LGA):
    • Das Erkennen und frühzeitige Eingrenzen von Krankheitsausbrüchen in Baden-Württemberg erfordern eine schnelle Erregeridentifizierung, Infektkettenaufklärung und Einleitung angemessener Gegenmaßnahmen.
    • Das MRE-Netzwerk Baden-Württemberg (zu multiresistenten Keimen / MRE) setzt auf neue Präventionsstrategien zur Verminderung multiresistenter Bakterienstämme.
    • Psychische Belastungen sowie geeignete Gegenmaßnahmen am Arbeitsplatz geraten zunehmend in den Fokus des Staatlichen Gewerbearztes. 

    „Das Landesgesundheitsamt stärkt auf Landesebene und über die Gesundheitsämter auf kommunaler Ebene die Netzwerkbildung der Akteure im öffentlichen Gesundheitswesen und setzt künftig auf mehr Abstimmung und Qualitätssicherung gesundheitsbezogener Initiativen. Public Health lautet das Stichwort“, fasst Regierungspräsident Wolfgang Reimer die fachliche Leitstellenfunktion des LGA zusammen. Anlässlich der Vorstellung des LGA-Jahresberichts für das Jahr 2016 am heutigen Tag weist der Regierungspräsident auf die insgesamt 30 informativen Kurzbeiträge zur Aufgabenvielfalt seiner Gesundheitsabteilung im Regierungspräsidium Stuttgart für ganz Baden-Württemberg hin. Alles in allem gelte es, „die begrenzten finanziellen und personellen Ressourcen für eine zielgerichtete und bedarfsgerechte Planung und Zusammenarbeit in der Gesundheitsförderung, Prävention und Gesundheitsversorgung vor Ort einzusetzen und zu optimieren“, betonte Reimer. Hierbei spielt das Zusammenwirken des Landesgesundheitsamts mit der kommunalen Ebene und den Stadt- und Landreisen eine immer wichtigere Rolle. Zur Gesundheitsplanung und -vernetzung gehört für die Medizinerin und LGA-Präsidentin Dr. Karlin Stark auch „ein wirkungsvoller Gesundheitsschutz von der Erhebung und Auswertung von Daten, beispielsweise zur Aufklärung der Infektketten bei Krankheitsausbrüchen bis hin zur medizinischen Bewertung der biologischen Gesundheitsrisiken für den Einzelnen und für die Bevölkerung. Dazu nutzen wir auch unsere akkreditierten medizinischen und Umweltlabore.“

    Unter besonderer Beobachtung steht die Entwicklung Antibiotika-resistenter Bakterienstämme (kurz: MRE). „Hier sind wir zusammen mit dem MRE-Netzwerk Baden-Württemberg dabei, die neue Präventionsstrategie Antibiotic Stewardship zur MRE-Verminderung durch Surveillance von Antibiotika-Resistenzen und -Verbrauch sowie durch Fortbildungen für Ärztinnen und Ärzte zu entwickeln, um diese für einen bewussteren Antibiotika-Einsatz zu gewinnen,“ so Dr. Karlin Stark.

    Psychische Belastungen am Arbeitsplatz wie auch Arbeitsunfähigkeiten und Rentenzugänge aufgrund von Diagnosen psychischer Erkrankungen nehmen zu; der Arbeitsschutz ist gefordert. Die Umsetzung erfolgt durch Gefährdungsbeurteilungen hinsichtlich psychischer Belastungen und geeigneter Gegenmaßnahmen am Arbeitsplatz. Hierzu hat die Kompetenzstelle Arbeitspsychologie und Betriebliches Gesundheitsmanagement beim LGA ein Schulungskonzept für die Gewerbeaufsicht entwickelt, das im Rahmen eines ersten Pilotprojekts seit Oktober 2016 in Ulm umgesetzt wird. Inhalte sind psychische Belastungsfaktoren, gesundheitliche Folgen, psychologische Erklärungsmodelle, aber auch Checklisten, Fragebögen, rechtliche Grundlagen und der Prozess der Gefährdungsbeurteilung selbst mit Beobachtungsinterviews, Gruppenarbeiten und Lehrgesprächen. „Mit dieser neuen Aufgabe möchten wir die Gewerbeaufsicht für das Thema sensibilisieren und geeignetes Rüstzeug für ihre Arbeit in den Betrieben Baden-Württembergs vermitteln“, wirbt Gerhard Bort, der am Monatsanfang als neuer Referatsleiter vom Wirtschaftsministerium zum LGA wechselte. Im Jahr 2016 feierte das LGA sein 25-jähriges Bestehen. „In der Schnittstelle zwischen Politik, Verwaltung und Wissenschaften angesiedelt, leistet das LGA in Baden-Württemberg einen wesentlichen Beitrag auch über den ÖGD hinaus für das öffentliche Gesundheitswesen und zur Stärkung des Standortfaktors Gesundheit.“, fasste Regierungspräsident Reimer zusammen.

    Hintergrundinformationen

    Der LGA - Jahresbericht 2016 kann im Internet unter www.gesundheitsamt-bw.de bei Eingabe des Webcodes „LGA292“ unter „Suche“ eingesehen werden. 

    https://www.gesundheitsamt-bw.de/lga/DE/Startseite/OEGD_BW/LGA/Seiten/Jahresberichte.aspx



    Kolonien von multiresistentem Staphylococcus aureus (MRSA) auf Blut-Agar

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