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  • Abteilung 2
    07.04.2015
    Bundesverdienstkreuz für Renate Deck, Schwäbisch Hall, Leiterin der Gedenkstätte „Weiße Rose“ in Forchtenberg
    Regierungspräsident Johannes Schmalzl: „Unser Land braucht gerade in unserer heutigen Zeit Menschen, die sich dafür einsetzen, dass die Erinnerung an den Widerstandswillen von Sophie Scholl und ihrem Bruder Hans wach gehalten wird. Ich bedanke mich für das herausragende ehrenamtliche Engagement in der Gedenkstättenarbeit mit ihrer überregionaler Ausstrahlung“

    Ihr Einsatz im Zusammenhang mit dem Gedenken an die Geschwister Scholl strahlt weit über die Grenzen des Regierungsbezirks Stuttgart hinaus. Es ist mir ein ganz persönliches Anliegen und Ehre zugleich, Ihnen heute im Auftrag von Herrn Ministerpräsidenten Kretschmann das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aushändigen zu dürfen,“ sagte Regierungspräsident Johannes Schmalzl heute in Forchtenberg, als er in Anwesenheit von Bürgermeister Uwe Gysin und Landrat Dr. Matthias Neth den Orden an Frau Deck übergab. Diese höchste Anerkennung, die die 

    Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl zu vergeben hat, war Frau Renate Deck auf Vorschlag von Ministerpräsident Winfried Kretschmann von Bundespräsident Joachim Gauck verliehen worden.

    „Seit Ihnen vor mehr als zwanzig Jahren bekannt wurde, dass Sophie Scholl hier in Forchtenberg geboren wurde und im Rathaus als eine der Töchter des damaligen Bürgermeisters Robert Scholl aufwuchs, haben Sie sich dafür engagiert, die Erinnerung an das Geschwisterpaar Scholl wach zu halten. Sie haben es sich zur Lebensaufgabe gemacht, das Gedenken an Hans und Sophie Scholl aufrecht zu erhalten und auch nachfolgende Generationen über das Engagement der Geschwister Scholl in der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ zu informieren“,  betonte Schmalzl.

    Die Widerstandskämpferin Sophie Magdalena Scholl wurde 1921 als Tochter des damaligen Bürgermeisters im Rathaus von Forchtenberg geboren und lebte hier mit ihrer Familie bis 1930. Sie wurde ebenso wie ihr Bruder Hans 1943 von den Nationalsozialisten ermordet.

    Getreu dem Motto „Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Zukunft gewinnen“ gründete Renate Deck 1990 in Erinnerung an das Geschwisterpaar Scholl die Aktion „Weiße Rose“. Im Jahr 2004 richtete sie im Turm des Würzburger Tores, einem Wahrzeichen der Stadt Forchtenberg, einen Informations-Punkt ein. Dieser hat mittlerweile landesweite Bedeutung erlangt und ist als Gedenkstätte im Verzeichnis der Landeszentrale für politische Bildung aufgeführt ist. Darüber hinaus ist Renate Deck mit diesem i-Punkt Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen Baden-Württembergs.

    „Der Name und das Leben von Sophie Scholl und ihrer Familie sind Teil der Geschichte Forchtenbergs und damit auch des Hohenlohekreises. Das bewundernswerte Engagement von Frau Deck trägt dazu bei, die Erinnerung an diese tapfere Widerstandskämpferin nicht nur in Forchtenberg und der Region, sondern auch weit darüber hinaus gerade auch bei jungen Menschen wach zu halten“ unterstrich der Regierungspräsident und wandte sich abschließend an die Geehrte:

    „Sie haben sich mit diesem jahrzehntelangen Engagement um die Erinnerung an die Geschwister Scholl große Verdienste erworben, die die Auszeichnung mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ohne jeden Zweifel rechtfertigen. Unser Land braucht gerade in unserer heutigen Zeit Menschen wie Sie, die sich dafür einsetzen, dass die Erinnerung an den Widerstandswillen und den Traum von Sophie Scholl und ihrem Bruder Hans, die Idee von Menschlichkeit auch in einem Terrorregime zu bewahren, wach gehalten wird. Mit diesem Einsatz haben Sie sich um die Bundesrepublik Deutschland in besonderer Weise verdient gemacht.

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