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  • Abteilung 1
    08.05.2015
    Lauchheim (Ostalbkreis) – Einsetzung von Andrea Schnele als Bürgermeisterin
    Regierungspräsident Johannes Schmalzl: „32 Jahre lang hat Werner Kowarsch kompetent die Geschicke der Kommune gesteuert. Mit seiner Nachfolgerin sitzen nun 21 qualifizierte Frauen im Regierungsbezirk auf einem Chefsessel im Rathaus“

    Regierungspräsident Johannes Schmalzl sprach heute gemeinsam mit Landrat Klaus Pavel zur Amtseinsetzung von Andrea Schnele als neuer Bürgermeisterin in Lauchheim (Ostalbkreis): „Mit Werner Kowarsch verabschieden wir einen erfahrenen und kompetenten Bürgermeister, der sich in den 32 Jahren seiner Amtszeit mit Ausdauer und Geschick für die Belange seiner Stadt eingesetzt hat. Er hat große Erfolge bei der Infrastruktur, der Stadtentwicklung und der Schaffung zukunftsfester Schulstrukturen erreicht. Zugleich dürfen wir mit Andrea Schnele eine hoch qualifizierte Verwaltungs- und vor allem Finanzexpertin als Nachfolgerin willkommen heißen, was mich persönlich sehr freut. Im Regierungsbezirk Stuttgart sitzen nun 21 Frauen auf einem Chefsessel im Rathaus, darunter drei Oberbürgermeisterinnen. Landesweit gibt es jetzt schon 65 Oberbürgermeisterinnen und Bürgermeisterinnen.“

    Der Regierungspräsident nutzte die Gelegenheit und warb darum, dass sich künftig noch mehr qualifizierte Frauen am Beispiel von Bürgermeisterin Schnele orientierten und auf kommunale Spitzenämter bewerben. „Wenn sie antreten, haben sie auch gute Chancen, die Wahl für sich zu entscheiden. Das hat die Wahl in Lauchheim wieder einmal gezeigt.“ Städte und Gemeinden könnten profitieren, wenn es noch mehr Bürgermeisterinnen und Oberbürgermeisterinnen gebe. Untersuchungen zeigten, dass die sachorientierte Kommunalpolitik wie geschaffen sei für qualifizierte Frauen. Und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei heute auch bei Führungspositionen im Rathaus gut machbar, so Schmalzl.

    Berührungspunkte mit dem Regierungspräsidium Stuttgart (RP) gebe es in einer Gemeinde wie Lauchheim in nahezu allen öffentlichen Bereichen, so Schmalzl. Ganz buchstäblich treffe dies für die Lauchheim seit 1991 umfahrende B 29 zu, in deren Sanierung das RP zuletzt über 2 Millionen Euro investiert habe. Planungen für den Ausbau der B 29 im Steigungsbereich der Röttinger Höhe stünden bald vor dem Abschluss, auch eine verbesserte Radwegeverbindung zwischen Westhausen, Lauchheim und Bopfingen werde geprüft. Über den Ausgleichstock seien immer wieder Investitionshilfen in verschiedene Projekte von Lauchheim geflossen, auch von der Sportstättenförderung sowie der Investitionsförderung des Bundes für Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren habe die Stadt Fördermittel beantragt und erhalten. Für die mit Engagement und erfreulichem Erfolg seit 1990 durchgeführte städtebauliche Erneuerung habe Lauchheim seither Finanzhilfen in einer Gesamthöhe von rund 6 Millionen Euro von Bund und Land erhalten sowie eine ähnlich hohe Summe in den vergangenen 2 Jahrzehnten als Landesförderung für Investitionen in die Wasserversorgung und die Abwasserbehandlung. Weitere knapp 2 Millionen konnte das RP an Strukturförderung Ländlicher Raum (ELR, MELAP Plus, LEADER) zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen sowie Förderung innerörtlicher Bauprojekte in Lauchheim ausbezahlen. Schmalzl würdigte auch die Investitionen der Gemeinde in Kindergärten und Schulen sowie die Schaffung zukunftsfester Schulstrukturen in Form der frühzeitig zu einem Schulzentrum ausgebauten Deutschordens-Schule.

    Den Dank an Bürgermeister Werner Kowarsch für seinen langjährigen Einsatz verband der Regierungspräsident mit der Zusage an die künftige Bürgermeisterin, die Stadt auch weiterhin bei den anstehenden Aufgaben zu unterstützen und zu fördern. „Dabei wünsche ich Ihnen persönlich viel Erfolg und Freude und auch weiterhin ausreichend Zeit für die Familie“, so Regierungspräsident Johannes Schmalzl abschließend zur neugewählten Bürgermeisterin Andrea Schnele.

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