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  • Abteilung 8
    12.12.2014
    Sensationelle Funde des frühkeltischen Fürstinnengrabes von der Heuneburg werden im Ehrenhof des Neuen Schlosses in Stuttgart präsentiert
    „Die Ausstellung ist mit bisher weit über 15.000 Besuchern ein voller Erfolg“, sagt Regierungspräsident Johannes Schmalzl - Die 2.500 Jahre alten Exponate sind nur noch bis Sonntag 14. Dezember 2014 zu sehen

    ​Die Ausstellung „Das Geheimnis der Keltenfürstin“ im Ehrenhof des Neuen Schlosses Stuttgart zieht jeden Tag bis zu 800 Besucher an. Sie ist nur noch bis einschließlich Sonntag, den 14. Dezember 2014 geöffnet.

    „Die Ausstellung ist mit bisher über 15.000 Besuchern ein voller Erfolg“, sagt Regierungspräsident Johannes Schmalzl und fügt hinzu: „nutzen Sie das letzte Wochenende für einen Besuch in dem Ausstellungscontainer vor dem Neuen Schloss.“

    Die Ende 2010 im Kreis Sigmaringen freigelegte Grabkammer einer vor ca. 2600 Jahren bestatteten frühkeltischen Fürstin gehört zu den wichtigsten und spektakulärsten archäologischen Entdeckungen der letzten Jahrzehnte in Deutschland. Bei den Ausgrabungen, die unter Laborbedingungen und Einsatz modernster Methoden durchgeführt werden, sind einmalige Beigaben zum Vorschein gekommen, darunter zahlreiche Schmuckstücke aus Gold. Die Gold- aber auch die umfangreichen Bernsteinbeigaben des Grabes zeichnen sich durch ihre außergewöhnlich hohe kunsthandwerkliche Qualität aus und lassen auf intensive Kontakte der frühkeltischen Elite zu den Etruskern Mittelitaliens schließen.

    Ein absoluter Glücksfall für die Wissenschaftler des Landesamts für Denkmalpflege sind die erhaltenen Hölzer der Grabkammer, die es – bisher einmalig für die Keltenzeit – erlauben, das Todesjahr der Fürstin naturwissenschaftlich exakt auf 583 v. Chr. festzulegen. Nur wenige Monate oder Jahre später wurde im selben Grabhügel, unmittelbar neben der Kammer der Fürstin, ein kleines zwei- bis dreijähriges Mädchen ebenfalls mit kostbarem Goldschmuck beigesetzt. Die Forscher vermuten, dass es sich um die Tochter der Fürstin handelte. Rätsel gibt auch noch der Fund des Skeletts einer zweiten erwachsenen Frau auf, die gemeinsam mit der Fürstin im zentralen Holzkammergrab gefunden wurde.

    Die Ausstellung führt den Besucher in die faszinierende Welt der frühen Kelten, deren Ursprünge auch in Baden-Württemberg liegen, und das Geheimnis um die Keltenfürstin und ihre Begleiterinnen ein. Ein zweiter Schwerpunkt der Ausstellung dreht sich um das Thema Gold, Design, Goldschmiedekunst und ihre Bedeutung früher und heute.

    Diplom-Restauratorin Nicole Ebinger-Rist führte im Anschluss die Gäste der Vernissage durch die Ausstellung, die noch bis zum 14. Dezember 2014 im Ehren-hof des Neuen Schlosses Stuttgart zu besichtigen ist. Der Eintritt ist kostenfrei. Öffnungszeiten sind Montag bis Mittwoch und Freitag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr, Donnerstag 10 bis 19 Uhr.

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