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  • Abteilung 5
    30.12.2014
    Land fördert den örtlichen Hochwasserschutz in Sulzbach mit 6,2 Millionen Euro
    Regierungspräsident Johannes Schmalzl: Hochwasserschutz im Murrtal wird weiter verbessert

    ​Regierungspräsident Johannes Schmalzl hat den Förderbescheid für den örtlichen Hochwasserschutz in Sulzbach des Wasserverbands Murrtal unterzeichnet. 6,2 Millionen an Landesgeldern sollen helfen, Ufer und Schutzwände zu erhöhen, neue Wände und Deiche gegen Hochwasser zu bauen, Straßen und Wege anzuheben sowie mobile Hochwasserschutzelemente anzuschaffen. Die Maßnahmen berücksichtigen bereits, dass als Folge der Klimaänderung die Abflüsse in den nächsten Jahren zunehmen können. Ausgelegt sind die Maßnahmen auf ein Hochwasser in der Murr, das statistisch einmal in hundert Jahren auftritt.

    Nachdem im Rahmen des Genehmigungsverfahrens für den örtlichen Hochwasserschutz in Sulzbach der Erörterungstermin beim Landratsamt Rems-Murr-Kreis im November stattgefunden hat, ist mit einem Planfeststellungsbeschuss für dieses Vorhaben im März 2015 zu rechnen. Die zeitliche Umsetzung dieser Maßnahme wird auf die geplanten innerörtlichen Hochwasserschutzmaßnahmen in Backnang abgestimmt. Das Regierungspräsidium Stuttgart hat daher die für Backnang erforderlichen Mittel für das Jahr 2015 eingeplant, um die Hochwassergefahren für die Bevölkerung des Murrtals zu verringern.

    Umweltminister Franz Untersteller erinnerte daran, dass Baden-Württemberg zuletzt erst vor etwa zwei Jahren nur mit Glück einer größeren Hochwasserkatastrophe entgangen ist: „Das Hochwasser damals hat uns deutlich vor Augen geführt, wie anfällig wir nach wie vor für Hochwasserereignisse sind. Deshalb ist uns ein effektiver Hochwasserschutz wichtig, und deshalb unterstützen wir Kommunen bei der Umsetzung entsprechender Maßnahmen.“

    Die Hochwasserschutzmaßnahmen in Sulzbach und Backnang sind nur ein Teil des Verbandskonzepts. Das Programm des Wasserverbands umfasst insgesamt den Neubau von sieben Hochwasserrückhaltebecken an der Murr und deren Nebenflüssen, die den Hochwasserabfluss kontrollieren. Darüber hinaus werden innerhalb der Ortslagen im Verbandsgebiet bestehende Engpässe durch lokale Hochwasserschutzmaßnahmen beseitigt. „Nur im Verbund von Hochwasserrückhaltebecken und innerörtlichen Maßnahmen in Backnang, Oppenweiler, Sulzbach und Murrhardt wird es gelingen, den Hochwasserschutz im Murrtal nachhaltig zu verbessern“, so Regierungspräsident Johannes Schmalzl. Durch das in den Rückhaltebecken gespeicherte Hochwasser und die innerörtlichen Hochwasserschutzmaßnahmen der Kommunen wird nach Fertigstellung aller Baumaßnahmen der Schutz für ein hundertjährliches Hochwasser unter Berücksichtigung des Klimafaktors erreicht.

    „Der Hochwasserschutz hatte im Land bereits in der Vergangenheit hohe Priorität. Nicht nur im Murrtal wurden in den letzten zehn Jahren erhebliche Mittel investiert“, sagte Schmalzl. „Wir haben damit den Schutz der Bürger verbessert und Standortvorsorge für Industrie und Wirtschaft betrieben. Auch in den nächsten Jahren wird das Land Mittel bereitstellen, um die Hochwasserschutzvorhaben im Land fortzuführen.“

    Hintergrundinformationen:
    Der Wasserverband Murrtal wurde am 25. Juli 2008 gegründet, ihm gehören die Städte Murrhardt und Backnang sowie die Gemeinden Sulzbach an der Murr und Oppenweiler als Verbandsmitglieder an. Die Aufgabe des Verbandes ist die Herstellung eines 100-jährlichen Hochwasserschutzes im Verbandsgebiet durch Planung, Bau, Unterhaltung und Betrieb von Hochwasserrückhaltebecken und innerörtlich erforderlichen Maßnahmen wie Hochwasserdämme und -mauern. Insgesamt geht es um ein Finanzierungsvolumen von rund 60 Millionen Euro, das zu 70 Prozent vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft im Rahmen der Hochwasserschutzförderung übernommen wird.

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