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  • Abteilung 9
    23.01.2015
    Die Grippewelle hat Baden-Württemberg erreicht
    Das Landesgesundheitsamt im Regierungspräsidium Stuttgart meldet steigende Fallzahlen - Mehrere Influenza-Viren kursieren gleichzeitig

    Die winterliche Grippewelle hat Baden-Württemberg erreicht. Seit Anfang des Jahres steigt die gemeldete Zahl der Labornachweise von Influenzaviren deutlich an, und in den letzten Tagen hat sich der Trend nochmals beschleunigt. Von 471 Influenza-Labornachweisen, die dem Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg im Regierungspräsidium Stuttgart seit Oktober 2014 übermittelt wurden, trafen allein 343 Influenzatestergebnisse seit dem 12. Januar 2015 ein (Stand: 22.01.2015). „Betroffen sind alle Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg, auch Ausbrüche in Krankenhäusern und Altenheimen werden beobachtet“, so Regierungspräsident Johannes Schmalzl. Das Landesgesundheitsamt rechne mit einer weiteren Zunahme der Fallzahlen.

    Allerdings werden längst nicht alle Grippefälle im Land gezählt, denn nur der Labornachweis von Influenzaviren muss den Gesundheitsämtern angezeigt werden. Wenn beim Arztbesuch kein Labortest veranlasst wird oder die erkrankte Person erst gar nicht zum Arzt geht, geht dieser Grippefall nicht in die Statistik ein.

    In 62 Fällen mussten sich die Patienten im Krankenhaus behandeln lassen, in zehn Fällen erkrankten die Patienten an Lungenentzündung.

    Influenza ist nicht gleich Influenza. Derzeit sind mehrere unterschiedliche Grippeerreger der Typen Influenza A und Influenza B unterwegs. „Aber wer gegen Influenza geimpft ist, hat die bestmöglichen Voraussetzungen geschaffen, seinen Körper mit gezielten Abwehrkräften gegen einen Teil der aktuell zirkulierenden Influenza-Erreger auszustatten“, so Regierungspräsident Johannes Schmalzl. Personen, die viel mit Menschen zu tun haben, und Urlaubern vor den Winterferien empfiehlt das Landesgesundheitsamt deshalb besonders, sich noch impfen zu lassen.

    Wen aber die Grippe mit plötzlichem Krankheitsbeginn mit hohem Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen erwischt, der sollte sofort zum Arzt gehen. Denn dann kann der Arzt noch versuchen, durch Gabe eines Medikaments die Ausbreitung der Influenzaviren im Körper zu bremsen. Die Wirkstoffe Oseltamivir und Zanamivir behindern als sogenannte Neuraminidase-Inhibitoren ein Enzym, das Influenzaviren freisetzt. Von der Gabe eines Neuraminidase-Inhibitors sofort bei Krankheitsbeginn erwartet man eine Abmilderung des Krankheitsverlaufs. Alle bislang in Deutschland getesteten Influenzaviren sind auf diese Medikamente empfindlich, und Virologen raten dazu, sie bei ärztlich bestätigtem Grippeverdacht so rasch wie möglich anzuwenden.

    Schmalzl: „Bereits zuvor sollte neben der Influenza-Impfung auf eine gute Händehygiene geachtet werden. Häufiges Händewaschen und Niesen in die Ellenbeuge wirken auch der Ausbreitung anderer Erreger wie etwa für Schnupfen entgegen.“

    Hintergrundinformationen.pdfHintergrundinformationen.pdf

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