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  • Abteilung 8
    25.11.2015
    PRESSEEINLADUNG: Landesdenkmalpflege Baden-Württemberg Kolloquium in Erinnerung an den im Juli verstorbenen Landesarchäologen a.D. Dr. Jörg Biel am 4. Dezember 2015 in der Gemeindehalle Eberdingen-Hochdorf

    Im Pressegespräch um 14 Uhr berichten Prof. Dr. Claus Wolf, Präsident des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, Landesarchäologe Prof. Dr. Dirk Krausse, Bürgermeister Peter Schäfer von Eberdingen-Hochdorf und Dr. Simone Stork, Leiterin des Keltenmuseums Hochdorf, über Dr. Jörg Biel und seine Verdienste 

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    unter dem Titel „Jörg Biel und die Landesarchäologie – Schwerpunkte aus vier Jahrzehnte“ findet am 4. Dezember 2015 in der Gemeindehalle Eberdingen-Hochdorf in Erinnerung an den im Juli verstorbenen Landesarchäologen a.D. Dr. Jörg Biel ein Kolloquium statt. Das Kolloquium ist öffentlich und wird von der Gemeinde Eberdingen-Hochdorf, dem Landesamt für Denkmalpflege und der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V. ausgerichtet.

    Für Medienvertreter gibt es die Möglichkeit, ab 14 Uhr vorab mit Prof. Dr. Claus Wolf, Präsident des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, Landesarchäologe Prof. Dr. Dirk Krausse, Bürgermeister Peter Schäfer von Eberdingen-Hochdorf und Dr. Simone Stork, Leiterin des Keltenmuseums Hochdorf ein Gespräch über Dr. Jörg Biel und seine Verdienste für die Landesarchäologie zu führen. Dazu laden wir Sie herzlich ein.

    Dr. Jörg Biel leitete im Jahr 1978 die Ausgrabung des keltischen Fürstengrabes von Hochdorf, Gem. Eberdingen. Wenige archäologische Ausgrabungen hatten davor und danach ein solch starkes Echo in der Öffentlichkeit und in der Politik wie die Entdeckung des unberaubten frühkeltischen Grabes mit einmaligen Gold- und Bronzefunden. Sie stammen zum Teil aus dem Mittelmeergebiet und bezeugen den hohen Stand und den Einfluss des Fürsten, der vor 2500 Jahren über genügen Macht, Reichtum und internationale Handelsbeziehungen verfügte, um solche wertvollen Gegenstände zu erwerben.

    Das Fürstengrab und Jörg Biel erlangten in der Folgezeit weltweite Bekanntheit, die Landesarchäologie in Baden-Württemberg erlebte einen großen Aufschwung, 300 000 Menschen besuchten 1985 die große Landesausstellung in Stuttgart, um die außergewöhnlichen Funde zu besichtigen, und im Jahr 1991 wurde das Keltenmuseum in Hochdorf eröffnet. 

    Auch wenn sein Name immer mit dem keltischen Fürstengrab von Hochdorf an erster Stelle verbunden bleibt, hat Dr.  Jörg Biel in seiner Amtszeit als Landesarchäologe in Baden-Württemberg bis 2008 viele weitere Schwerpunkte gesetzt. Diesen werden die verschiedenen Vorträge des Kolloquiums nachgehen: So wird Dr. Ute Seidel die Ausgrabungen von Jörg Biel in Erdwerken der Michelsberger Kultur (~4500-3500 v. Chr.)  vorstellen, Prof. Dr. Dirk Krausse erläutert die Forschungsergebnisse der um die keltische Heuneburg, Dr. Bruno Chaume (Universität Dijon) berichtet über die neuesten Entdeckungen auf dem in keltischer Zeit besiedelten Mont Lassois in Burgund, Dr. Martin Hees gibt Einblicke in die Luftbildarchäologie und Dr. Aline Kottmann präsentiert die Ergebnisse der Mittelalterarchäologie in Ulm.

    Kurz vor seinem Tod konnte Dr. Jörg Biel die Druckfahnen seiner letzten Publikation zu Hochdorf noch in Empfang nehmen. Im Rahmen des Kolloquiums wird Prof. Dr. Claus Wolf, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, das fertige Werk präsentieren, das den Titel: Hochdorf IX. Die eisenzeitliche Siedlung in der Flur Reps und andere vorgeschichtliche Fundstellen von Eberdingen-Hochdorf (Kreis Ludwigsburg) trägt.

    Flyer zum Kolloquium (pdf, 614 KB)

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