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  • Abteilung 5
    16.12.2015
    Mehr als zehn Millionen Euro für den Hochwasserschutz im Rems-Murr-Kreis - Regierungspräsident Johannes Schmalzl übergibt Förderbescheide in Rudersberg und Backnang
    Land übernimmt 70 Prozent der Baukosten
    Regierungspräsident Johannes Schmalzl hat heute, Mittwoch 16. Dezember, zwei Zuwendungsbescheide von mehr als 10 Millionen Euro für den Hochwasserschutz im Rems-Murr-Kreis übergeben.
    Hochwasserrückhaltebecken Oberndorf (Rudersberg)
    Regierungspräsident Schmalzl überreichte im Rudersberger Rathaus Bürgermeister Martin Kaufmann, der gleichzeitig Vorsitzender des Wasserverbands Wieslauftal ist, den Zuwendungsbescheid für das Hochwasserbeckenrückhaltebecken Oberndorf in Höhe von knapp 3,3 Millionen Euro.
     
    „Dieses Hochwasserrückhaltebecken wird die Ortslage des Ortsteiles Oberndorf so-wie den Unterlauf der Wieslauf vor Überflutungen schützen“, stellte Regierungspräsident Schmalzl fest. „Ohne dieses Hochwasserrückhaltebecken kann das Ziel des 100-jährlichen Hochwasserschutzes nicht verwirklicht werden“, so Schmalzl.
     
    Mit Blick auf die Gesamtkosten für das Rückhaltebecken in Oberndorf in Höhe von rund 4,7 Millionen Euro betonte im Vorfeld auch Umweltminister Franz Untersteller in Stuttgart, wie wichtig es dem Land ist, die Kommunen bei ihren sinnvollen Projekten zum technischen Hochwasserschutz zu unterstützen: „Eine solch hohe Investition könnte der Wasserverband allein nur schwer stemmen. Umso mehr freut es mich, dass wir hier mit Landesmitteln in Höhe von rund 3,3 Millionen Euro unterstützen können. 70 Prozent der Gesamtkosten übernimmt damit das Land“, sagte der Minister.
    links: Bürgermeister Martin Kaufmann, rechts: Regierungspräsident Johannes Schmalzl
     
    Örtliche Hochwasserschutzmaßnahmen in Backnang
    Im Backnanger Rathaus überreichte Regierungspräsident Johannes Schmalzl Herrn Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper sowie dem Vorsitzenden des Wasserverbands Murrtal, dem Sulzbacher Bürgermeister Dieter Zahn, einen Förderbescheid in Höhe von rund 7,4 Millionen Euro. Mithilfe der Zuwendung sollen die örtlichen Hochwasserschutzmaßnahmen in Backnang entstehen. Das Land beteiligt sich mit einem Fördersatz von 70% am Bau der örtlichen Hochwasserschutzmaßnahmen in Backnang und übernimmt damit einen Großteil der rund 10,5 Millionen Euro förderfähigen Kosten.
     
    „Die Menschen im Murrtal kennen Hochwasser aus leidvoller eigener Erfahrung“, erinnerte Regierungspräsident Schmalzl an das Hochwasser im Januar 2011, das im Murrtal Schäden in Millionenhöhe verursacht hatte. Neben Oppenweiler und Sulzbach war vor allem Backnang schwer getroffen. Oppenweiler hat seine Dämme und Mauern bereits gebaut und in Sulzbach geht es in Kürze los. Auch hier hat das Land wie im Falle Backnangs dem Wasserverband Murrtal Zuschüsse in Höhe von 70 Prozent der förderfähigen Kosten gewährt. „Die Verbesserung des Hochwasserschutzes liegt mir sehr am Herzen“, sagte Schmalzl.
     
    Umweltminister Franz Untersteller wies anlässlich der Übergabe des Förderbescheids darauf hin, dass es sich um einen der größten Zuschüsse im Jahr 2015 für den kommunalen Hochwasserschutz im Land handelt. „Das Geld ist gut angelegt, denn die hiermit finanzierten Maßnahmen werden den Schutz der Bürge-rinnen und Bürger in der Ortslage von Backnang vor einem Hochwasser deutlich erhöhen“, erklärte der Minister. Insgesamt stellt die Landesregierung den Städten und Gemeinden dieses Jahr rund 40 Millionen Euro für Maßnahmen im Bereich Hochwasserschutz und Gewässerökologie zur Verfügung.
     
    Im Förderjahr 2015 stehen dem Regierungspräsidium Stuttgart Landesmittel in Höhe von 16 Millionen Euro zur Verfügung, um Projekte des Hochwasserschutzes im Re-gierungsbezirk Stuttgart zu fördern.
    von links nach rechts: Stadtbauamtsleiter Hans Bruss, Erster Bürgermeister Michael Balzer (Backnang), Regierungspräsident Johannes Schmalzl, Bürgermeister Dieter Zahn (Sulzbach a. d. Murr) und Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper (Backnang)
     

    Hintergrundinformationen zum Hochwasserrückhaltebecken Oberndorf des Wasserverbands Wieslauftal in Rudersberg:

    Kernaufgabe des Verbandes ist die Gewährleistung des 100-jährlichen Hochwasserschutzes im Wieslauftal. Dies soll durch vier gebietlich wirkende Hochwasserrückhaltebecken und lokale Hochwasserschutzmaßnahmen in Rudersberg und Rudersberg-Schlechtbach erreicht werden.

    Das nun geförderte Hochwasserrückhaltebecken Oberndorf ist das dritte Hochwasserrückhaltebecken des Wasserverbandes und wird ab 2016 gebaut. Bis 2019 soll an der Wieslauf oberhalb von Rudersberg-Oberndorf ein Hochwasserrückhalteraum von 300.000 Kubikmetern geschaffen werden. Damit wird es möglich, bei einem 100-jährlichen Hochwasserereignis den Abfluss von 45 auf 25 Kubikmeter pro Sekunde zu reduzieren. Dies schützt neben Rudersberg auch die beiden Schorndorfer Teilorte Haubersbronn und Miedelsbach, die neben Rudersberg Mitglieder des Wasserverbandes sind.

    Zum Bau des Beckens wird ein rund 6 m Meter hoher Erddamm mit einem Dammvolumen von ca. 63.000 Kubikmetern aufgeschüttet. Dieser besteht aus einem ca. 180 Meter langen Hauptdamm und einem ca. 450 Meter langen Seitendamm.

    Kosten:

    Förderfähige Kosten: 4,685 Millionen Euro
    Zuwendung des Landes: 3,28 Millionen  Euro (Fördersatz 70 %)

      

    Hintergrundinformationen den örtlichen Hochwasserschutzmaßnahmen in Backnang des Wasserverbands Murrtal:

    Dem im Juli 2008 gegründeten Wasserverband Murrtal gehören die Städte Murrhardt und Backnang sowie die Gemeinden Sulzbach an der Murr und Oppenweiler als Verbandsmitglieder an. Die Aufgabe des Verbandes ist die Herstellung eines 100-jährlichen Hochwasserschutzes im Verbandsgebiet durch Planung, Bau, Unterhaltung und Betrieb von Hochwasserrückhaltebecken und innerörtlich erforderlichen Maßnahmen wie Hochwasserdämme und -mauern.

    Die Maßnahmen des Wasserverbandes umfassen alleine im Bereich Wasserbau insgesamt ein Finanzierungsvolumen von rund 60 Millionen Euro, das zu 70 Prozent vom Land im Rahmen der Hochwasserschutzförderung übernommen wird.

    Bisher wurden örtliche Hochwasserschutzmaßnahmen in Oppenweiler, Zell und Sulzbach gefördert. In den nächsten Jahren sollen 7 Hochwasserrückhaltebecken an der Murr und deren Seitengewässern sowie weitere örtliche Hochwasserschutzmaßnahmen gebaut werden.

    Die nun geförderten Maßnahmen in Backnang bestehen aus dem Neubau oder der Erhöhung von Schutzmauern und Dämmen entlang der Murr. Dabei müssen städtebauliche Aspekte berücksichtigt werden, damit sich die Maßnahmen in das Stadtbild eingliedern. Rückwärtige Kanalisation und Oberflächenwasserableitungen sind im Zusammenhang mit dem Bau der Mauern und Dämme umzubauen oder durch geeignete Maßnahmen, wie z.B. Rückstauverschlüssen, vor Hochwasser zu schützen. Bis Mitte 2019 sollen die Maßnahmen abgeschlossen sein.

    Kosten:

    Förderfähige Kosten: 10,537 Millionen Euro
    Zuwendung des Landes: 7,375 Millionen  Euro (Fördersatz 70 %)

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