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  • Abteilung 5
    30.12.2015
    Winterausflug zum „Venusberg“
    Das Naturschutzgebiet im Kreis Böblingen wurde dieses Jahr 30 Jahre alt und lädt auch im Winter zum Wandern ein
     Naturschutzgebiet "Venusberg" im Landkreis Böblingen Quelle: RPS

    ​Die Feiertage zum Jahreswechsel stehen bevor. Was unternehmen? Warum nicht die heimatliche  winterliche Natur entdecken? Ausgiebig wandern, in frischer Luft und herrlicher Landschaft? Das vom Regierungspräsidium Stuttgart im Jahr 1985 ernannte Naturschutzgebiet (NSG) Venusberg ist das größte im Landkreis Böblingen. 115 Hektar umfasst das aus mehreren Teilen bestehende Schutzgebiet im Heckengäu bei Aidlingen. Ein Größenvergleich: 160 Fußballfelder würden ins NSG passen. Regierungspräsident Johannes Schmalzl: „Das Regierungspräsidium hat mit dem Venusberg nicht nur das größte NSG ausgewiesen, sondern auch die größte Heideflächen im Landkreis Böblingen dauerhaft geschützt. Weitläufige Wacholderheiden erstrecken sich um die mit Kiefern bestandene Kuppe des 537 Meter hohen Venusbergs.“ Weiter hebt Schmalzl hervor, dass das Schutzgebiet viele Funktionen in sich vereine. So sei es ein Rückzugsgebiet für Pflanzen und Tiere, landwirtschaftliche Nutzfläche und Erholungsfläche für Menschen. Der Venusberg sei ein gern besuchtes Ausflugsziel mit einem Netz von markierten Wanderwegen. Gerade jetzt, wenn die Tage kurz seien und für längere Wanderungen keine Zeit bleibe, stelle der Venusberg ein ideales Ausflugsziel dar.

    Die Wacholderheiden sind durch jahrhundertelange Nutzung als Schafweide entstanden. Sie lassen sich nur erhalten, wenn die Schafbeweidung fortgeführt wird, was am Venusberg glücklicherweise kein Problem darstellt. Mindestens dreimal pro Jahr – im April, Juli und noch ein weiteres Mal nach Bedarf – lässt der Leonberger Schäfer Reinhold Weiss seine Herde das Gras kurzfressen. Dazu stellt er Koppeln auf, in denen die Tiere maximal fünf Tage und Nächte zubringen. Wenn mindestens zwei Drittel des Aufwuchses abgefressen sind, wird die Koppel an eine andere Stelle versetzt. Meist muss Weiss die Tiere aber jeden Tag in eine neue Koppel bringen. Durch die regelmäßige Beweidung wird Gehölzaufwuchs verhindert – die licht- und wärmebedürftige Flora und Fauna, darunter Küchenschelle, Enzian- und Orchideenarten sowie zahlreiche Schmetterlingsarten, profitiert davon. Zur Unterstützung der Schäferei hat die Gemeinde Aidlingen auf dem Venusberg schon 1987 mit einem Zuschuss des Regierungspräsidiums Stuttgart einen Schafstall errichtet. Er wird zum Lagern der Wasserbehälter für die Schafe benötigt, zum Klauenschneiden oder falls einmal Tiere krank sind.

    Hinweise für Besucher:

    Besuchern wird empfohlen, von Aidlingen oder Lehenweiler aus das Gebiet zu erkunden. Dazu kann auf der Homepage des Regierungspräsidiums das „Faltblatt Naturschutzgebiet Venusberg“ heruntergeladen, das auch eine Karte mit Wanderwegen und Parkplätzen enthält.

    Faltblatt "Naturschutzgebiet Venusberg" (pdf, 4 MB)

    Vor Ort befinden sich Informationstafeln, die ebenfalls der Orientierung dienen und einige Besonderheiten des NSG aufzeigen. Das sind neben den Wacholderheiden die zahlreichen Hecken, die meist auf Steinriegeln – aus den Äckern ausgeklaubten Steinen – wachsen. Zusammen mit den im Sommer bunten Blumenwiesen, Äckern, Gärten und Obstbaumwiesen bilden sie ein schönes, abwechslungsreiches Landschaftsbild. Selbst im Winter sind noch Silber- und Golddisteln zu sehen, neben den immergrünen Wacholderbüschen und Kiefern. Gerade jetzt  im  Winter sollten wir jedoch besonders Rücksicht auf die Tier- des Venusbergs nehmen. Auch bei den verhältnismäßig milden Temperaturen führen Beunruhigung und Störung zu entscheidenden, kaum zu kompensierenden  Energieverlusten. Das Regierungspräsidium bittet daher  alle Besucher, sich an die Regeln im Naturschutzgebiet zu halten. Die Wege sollten nicht verlassen und Hunde angeleint werden.

    Naturschutzgebiet "Venusberg" im Landkreis Böblingen


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