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  • Abteilung 5
    10.03.2016
    111-Arten-Korb (Ostalbkreis) - Regierungspräsident Johannes Schmalzl zeichnet die Firma Kessler & Co. GmbH & Co. KG und die NABU-Gruppe Abtsgmünd für ihr Engagement zum Schutz des Eisvogels am Kocher aus
    „Die Natur braucht starke, beständige Partner“, so Schmalzl, Chef des Regierungspräsidiums als höherer Naturschutzbehörde
     Eisvogel

    Regierungspräsident Johannes Schmalzl hat heute im Auftrag des Ministers für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, zwei Urkunden überreicht: eine an das Unternehmen Kessler & Co. GmbH & Co. KG und eine an die Naturschutzbund (NABU)-Gruppe Abtsgmünd. Damit würdigt er den Einsatz zum Schutz des Eisvogels auf dem Firmengelände am Kocher. Der NABU hat Auszubildende der Firma Kessler dabei unterstützt, eine Bruthöhle für den Eisvogel am Ufer des Kochers zu schaffen und Nisthilfen für die Mehlschwalbe am Firmengebäude anzubringen. Die zupackenden Helfer wollen damit den Lebensraum dieser beiden Vogelarten erhalten und fördern. Im Jahr 2014 hatte Regierungspräsident Schmalzl bei einem Besuch in Abtsgmünd anlässlich der Kocher-Renaturierung den Geschäftsführer des führenden Herstellers von Antriebskomponenten für Schwerfahrzeuge, Gerhard Grimminger, auf den 111-Artenkorb aufmerksam gemacht.

    Der 111-Artenkorb ist ein Projektbaustein der Naturschutzstrategie des Landes Baden-Württemberg. In dem bildhaften Korb liegen 111 ausgewählte Tier- und Pflanzenarten, für die Baden-Württemberg eine besondere Verantwortung trägt, beispielsweise der Eisvogel und die Mehlschwalbe. Für diese 111 Arten werden engagierte Projektpartner und Paten aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppen gewonnen, die mit zahlreichen Aktionen die Lebensbedingungen dieser Arten vor Ort nachhaltig verbessern. Dazu gehören auch zahlreiche Unternehmen, die ihr nachhaltiges Engagement für die Natur beweisen. Als Bündelungsbehörde ist es dem RP Stuttgart seit Jahren ein großes Anliegen den 111-Artenkorb zu unterstützen. Neben Kessler & Co. GmbH & Co. konnte das Regierungspräsidium u.a. folgende weitere unternehmerische Mitstreiter gewinnen und betreuen:  Stihl (Waiblingen), Schuler (Göppingen), Kärcher (Winnenden), Schöneberger-Säfte (Magstadt), Weleda (Schwäbisch Gmünd) oder die Stuttgarter-Hofbräu-Stiftung. 

    Die Patenschaft von Kessler für den 111-Artenkorb kam 2015 in Schwung, als mit dem Eisvogel und der Mehlschwalbe zwei Arten ausgewählt wurden, die zum Unternehmen und zum Standort passen. Als Partner vor Ort konnte der NABU Abtsgmünd gewonnen werden, der das Projekt begleitet und unterstützt. So haben Auszubildende der Firma Kessler unter Anleitung des NABU einen Eisvogelbrutkasten gebaut und Nisthilfen für die Mehlschwalbe an den Firmengebäuden aufgehängt. Ein Rundgang auf dem Firmengelände am heutigen Donnerstag zeigte denn auch eindrucksvoll, wie erfolgreich die Zusammenarbeit ist. Vorgeführt wurden die bereits vorhandenen Mehlschwalben-Nisthilfen und wie ein solches künstliches Nest fachgerecht angebracht wird. Der Leiter der Ausbildungswerkstätte, Josef Maile, erläuterte die Kooperation zwischen den Auszubildenden und dem NABU. An der Eisvogel-Brutwand klärten Angelika Pahling und Ernst Pfisterer vom NABU die Besucher über den Bau der künstlichen Steilwand mit einer Brutröhre und einem Brutkasten für den Eisvogel auf. Die Zusammenarbeit sei so hervorragend, dass noch weitere Projekte in Zusammenarbeit mit der Firma Kessler umgesetzt werden sollen.

    Regierungspräsident Johannes Schmalzl zeigte sich beeindruckt vom Teamwork bei diesem Projekt und überreichte zum Abschluss der Veranstaltung die Patenurkunden an die Firma Kessler und den NABU. „Ich bitte Sie, so weiterzumachen. Die Natur braucht starke, beständige Partner“, sagte Schmalzl, Chef des Regierungspräsidiums als höherer Naturschutzbehörde. Der NABU schenkte der Firma Kessler ein von Hans-Peter Horn gestaltetes Poster, auf dem der Projektfortschritt fotografisch dokumentiert ist.

    Weitere Informationen zur Naturschutzstrategie sind unter www.mlr.baden-wuerttemberg.de/de/unsere-themen/naturschutz/biologische-vielfalt-erhalten-und-foerdern/naturschutzstrategie/ abrufbar.


    Eisvogelbrutwand


    Bau eines Brutkastens

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