Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: RP Internet »Stuttgart »Pressemitteilung
Startwebsite des Internetauftritts des Regierungspräsidiums Stuttgart
  • Abteilung 4
    15.03.2016
    Brückenbaupreis für die Sanierung und Ertüchtigung der Kochertalbrücke im Zuge der A 6 bei Geislingen
    Das Regierungspräsidium Stuttgart betreut die Brücke und hat ihre Sanierung und Ertüchtigung in Zusammenarbeit mit dem nun ausgezeichneten Planer Ralph Bothner vom Ingenieurbüro Leonhardt, Andrä und Partner durchgeführt
    Regierungspräsident Johannes Schmalzl gratuliert zur Anerkennung der planerischen Leistung und freut sich: „Das ist auch die Anerkennung dafür, wie wir uns als Bündelungsbehörde dafür eingesetzt haben, dass an dieser Brücke Denkmalschutz, Verkehrssicherheit und Leistungsfähigkeit bei der Sanierung gleichermaßen berücksichtigt wurden“

    Der Bund investierte rund 22 Millionen Euro für die Baumaßnahme, die im Oktober 2015 beendet werden konnte

    Seit gestern Abend kann sich die Kochertalbrücke im Zuge der A 6 bei Geislingen mit einer Besonderheit mehr schmücken: Das vom Regierungspräsidium Stuttgart betreute Bauwerk ist 1128 Meter lang und mit 186 Metern die höchste Brücke Deutschlands. Das im Jahr 1979 fertiggestellte und jetzt frisch sanierte Bauwerk steht seit 2009 unter Denkmalschutz und lädt auf seinem Parkplatz in Fahrtrichtung Nürnberg Verkehrsteilnehmer zur Einkehr in die erste Autobahnkappelle im Regierungsbezirk Stuttgart. Nun kommt noch die Auszeichnung des Ingenieurs hinzu, mit dem das Regierungspräsidium die Sanierung und Ertüchtigung der Brücke gemeinsam durchgeführt hat: Ralph Bothner als maßgeblich verantwortlicher Planer des vom Regierungspräsidium Stuttgart beauftragten Ingenieurbüros Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG, Stuttgart erhielt für seine Leistungen den Brückenbaupreis 2016.

    Die Jury wertete dabei besonders, dass die vorhandene Bausubstanz durch die bei der Planung realisierten geistig-kreativen Ingenieurleistungen weiterhin nachhaltig und langfristig genutzt werden kann.

    Der Bund investierte rund 22 Millionen Euro in die Sanierung der Brücke, die im Oktober 2015 beendet werden konnte.Wichtig war dem Regierungspräsidium, dass die Sanierung die Kochertalbrücke gleichzeitig für den künftigen 6-streifigen Ausbau ertüchtigt.

    Regierungspräsident Johannes Schmalzl gratuliert Ralph Bothner: „Ich freue mich, dass Ihre planerische Leistung diese Anerkennung gefunden hat. Das ist auch die Anerkennung dafür, wie wir uns als Bündelungsbehörde dafür eingesetzt haben, dass an dieser Brücke Denkmalschutz, Verkehrssicherheit und Leistungsfähigkeit bei der Sanierung gleichermaßen berücksichtigt wurden.“

    Ein Rückblick:
    Im Jahr 2007 wurden im Rahmen der routinemäßigen Hauptprüfung der Kochertalbrücke durch die Brückenprüfer des Regierungspräsidiums Stuttgart zahlreiche Betonschadstellen, Hohlstellen, Abplatzungen mit freiliegender Bewehrung an den Über- und Unterbauten, Schäden und Mängel an Abdichtung, Kappen, Übergangskonstruktionen, Bauwerksentwässerung und Brückenausrüstung festgestellt, die insbesondere die Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit des Bauwerkes beeinträchtigen. Die Behörde erarbeitete daher ein entsprechendes Sanierungs- bzw. Ertüchtigungskonzept. Dieses beinhaltete zudem die Nachrechnung des Bauwerks und damit verbunden eine Anhebung des Lastniveaus mit Hilfe von Verstärkungsmaßnahmen am Überbau, um das Bauwerk in statischer Hinsicht fit für den prognostizierten Zuwachs des Schwerverkehrs zu machen.

    Die Planungen führte dann Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG, Stuttgart im Auftrag des Regierungspräsidiums Stuttgart aus. 2012 wurde der Entwurf vom Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg genehmigt und erhielt den Gesehenvermerk des Bundesverkehrsministeriums. Nach einer europaweiten Ausschreibung der Bauleistungen konnte der Auftrag Mitte 2013 an Leonhard Weiss GmbH & Co. KG, Göppingen vergeben werden.

    Hintergrundinformationen:
    Der Brückenbaupreis wird seit 2006 alle zwei Jahre in den beiden Wettbewerbskategorien „Straßen- und Eisenbahnbrücken“ sowie „Fuß- und Radwegbrücken“ vergeben. Neben dem Bauwerk werden jeweils die Ingenieure mit der Preisskulptur ausgezeichnet, deren geistig-schöpferische Leistung maßgeblich für das Gelingen des ausgezeichneten Bauwerks war.

    Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert den Deutschen Brückenbaupreis als Schirmherr. Hauptsponsor ist die Deutsche Bahn AG.

​​Pressestelle

Ruppmannstr. 21
70565 Stuttgart
Telefon 0711 904-10002
Telefax 0711 7846940


Katja Lumpp
Pressesprecherin
EMail pressestelle@rps.bwl.de

Matthias Kreuzinger

Pressereferent
EMail pressestelle@
rps.bwl.de

Désirée Bodesheim
Pressereferentin
EMail pressestelle@rps.bwl.de