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  • Abteilung 8
    16.03.2016
    Denkmalpflege im Regierungsbezirk Stuttgart - Sensationeller Fund im Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein: Wertvolle Gartenpläne von Öhringen entdeckt
    Die Ausstellung „GartenTräume – GrenzRäume“ des Landesamtes für Denkmalpflege auf der Landesgartenschau in Öhringen wirft ihre Schatten voraus.
     Historischer Gartenplan des Cappeler Gartens, 18. Jahrhundert, Quelle: Hohenloher Zentralarchiv Neuenstein

    Bei den wissenschaftlichen Recherchen im Vorfeld der Ausstellung sind nun schon zum zweiten Mal sensationelle, bisher nicht bekannte historische Gartenpläne aufgetaucht

    Bereits 2014 wurde ein wichtiger historischer Plan, der den Öhringer Hofgarten nach seiner Umgestaltung zum Englischen Landschaftspark im 19. Jahrhundert zeigt, entdeckt. Dieser fein aquarellierte Plan befindet sich in Privatbesitz und wurde bis dato auf einem Dachboden aufbewahrt.

    Zu Beginn dieses Jahres hat der Zufall den Denkmalpflegern ein weiteres Mal Glück beschert. Im Hohenlohe-Zentralarchiv in Neuenstein fand Helmut Wörner, Mitarbeiter des Landesarchivs Baden-Württemberg, unter anderen wertvollen Dokumenten in einer ungekennzeichneten Sammelmappe einen alten, bislang nicht näher identifizierten Gartenplan. „Das ist der originale barocke Plan zum Park in Cappel, nach dem wir lange gesucht haben“, so Dr. Martin Hahn vom Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart. „Die einzelnen Gartenparterres, die Wegeachsen, die große Orangerie, ein kunstvoll gestaltetes Wasserbassin und mehrere Pavillons - der Plan zeigt die ganze barocke Gartenpracht.“

    Ebenso weckte ein weiteres Objekt die Aufmerksamkeit der Experten: In einer Archivquelle des Hohenlohe-Zentralarchivs aus dem Jahr 1738 ist nicht nur vom Bau der heute noch bestehenden Orangerie die Rede. Im Cappeler Garten sollte damals auch eine „von Pfedelbach hereinkommende“ Moschee wiederaufgebaut werden. „Damit ist nicht etwa ein muslimisches Gotteshaus gemeint, sondern ein orientalisch gestalteter Pavillon oder ein Staffagebau, wie er in barocken Gärten damals Mode war. Es handelt sich wahrscheinlich um das kleine Gebäude am westlichen Ende des Cappeler Gartens, auf den die zentrale Sichtachse angelegt war“, ergänzt Hahn seine Ausführungen. Diese Archivquellen belegen, dass die hohenlohischen Residenzgärten im 18. Jahrhundert mit ihrer aufwendigen Ausstattung en vogue waren.

    Die Funde zeigen auch, wie wichtig die sichere Verwahrung historischer Dokumente dem Landesarchiv ist. Dr. Ulrich Schludi, Landesarchiv Baden-Württemberg und Leiter des Hohenlohe-Zentralarchivs Neuenstein, betont: „Wir freuen uns, dass das Hohenlohe-Zentralarchiv die Forschung einmal mehr mit seinen bedeutenden historischen Schätzen unterstützen konnte.“

    Die Funde zeigen auch, wie wichtig die sichere Verwahrung historischer Dokumente dem Landesarchiv ist. Dr. Ulrich Schludi, Landesarchiv Baden-Württemberg und Leiter des Hohenlohe-Zentralarchivs Neuenstein, betont: „Wir freuen uns, dass das Hohenlohe-Zentralarchiv die Forschung einmal mehr mit seinen bedeutenden historischen Schätzen unterstützen konnte.“

    Regierungspräsident Johannes Schmalzl und Prof. Dr. Claus Wolf, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege, laden Interessierte herzlich ein, die Ausstellung des Landesamtes auf der Landesgartenschau in Öhringen zu besuchen. „Die neuen Archivfunde sind ein weiterer Grund, sich die Ausstellung nicht entgehen zu lassen, so Schmalzl.  „Auf der Landesgartenschau werden die historischen Parkanlagen Hohenlohes und das römische Erbe der Stadt am Limes an einem geschichtsträchtigen Ort präsentiert.“ Die Ausstellung „GartenTräume - GrenzRäume“ in der denkmalgeschützten Stallscheuer des Hofguts Cappel öffnet am 22. April 2016.

    Annette Stoll-Zeitler, Geschäftsführerin der Landesgartenschau Öhringen, freut sich ebenfalls über die Neuigkeiten, „die unsere historischen Gartenanlagen und die Landesgartenschau in Öhringen um eine weitere tolle Attraktion bereichern“.

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Katja Lumpp
Pressesprecherin
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Pressereferent
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