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  • Abteilung 8
    22.03.2016
    Pressegespräch zur Ausstellungseröffnung „Das Geheimnis der Keltenfürstin“ am 12. Mai 2016 in Hülben
     Ausstellung "Das Geheimnis der Keltenfürstin" in Hülben

    ​Regierungspräsident Johannes Schmalzl betonte: „Ohne die archäologischen Ausgrabungen und Forschungen der vergangenen Jahre durch die Archäologen des Re- gierungspräsidiums Stuttgart hätten weder die Fachwelt noch die Öffentlichkeit erfahren, welches bedeutende archäologische Kleinod das Umfeld der Keltenstadt Heuneburg birgt.“

    Heute fand im Großen Sitzungssaal im Rathaus Hülben ein Pressegespräch statt, zu dem Regierungspräsident Johannes Schmalzl, Bürgermeister Siegmund Ganser sowie der Landesarchäologe Prof. Dr. Dirk Krausse, Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart geladen hatten. Anlass war die anstehende Ausstellungseröffnung „Das Geheimnis der Keltenfürstin – innovative Methoden, spektakuläre Funde. Das Prunkgrab von der Heuneburg“ am 12. Mai 2016 in Hülben. Die Container zur Ausstellung, die das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart konzipierte, wurden heute nach Hülben geliefert.

    Regierungspräsident Johannes Schmalzl betonte: „Ohne die archäologischen Ausgrabungen und Forschungen der vergangenen Jahre durch die Archäologen des Re-gierungspräsidiums Stuttgart hätten weder die Fachwelt noch die Öffentlichkeit erfah-ren, welches bedeutende archäologische Kleinod das Umfeld der Keltenstadt Heune-burg birgt.“ Nach diesen ersten erfolgreichen Stationen der Ausstellung „freue ich mich, dass die Keltenfürstin nun in Hülben angekommen ist“, so Schmalzl. „Ich hoffe, dass sich auch in Hülben viele Bürgerinnen und Bürger an den außergewöhnlichen Zeugnissen aus der frühkeltischen Zeit erfreuen.“
    Prof. Dr. Dirk Krausse unterstreicht: „Die Entdeckung unterstreicht, dass Baden-Württemberg ein auch international herausragendes Erbe hat. Das Fürstinnengrab hat unser Bild von der Heuneburg und der Welt der frühen Kelten des 6. Jahrhunderts v. Chr. maßgeblich verändert.“ Bürgermeister Siegmund Ganser ergänzte: „Wir freuen uns sehr, die Keltenfürstin in der Region der größten keltischen Besiedlung dieser Zeit in Europa begrüßen zu dürfen. Dass wir eine solche Ausstellung in unserer Gemeinde präsentieren können, ist eine besondere Ehre für Hülben und die gesamte Region. Damit wird die Bedeutung des Heidengrabens nochmals deutlich hervorgehoben und die Planungen zum Erlebnisfeld  Heidengraben in ein besonderes Licht gerückt.“

    Auch am Heidengraben laufen die archäologischen Geländeforschungen weiter. Innerhalb der Befestigungsanlagen, die eine Fläche von knapp 1700 Hektar einfassen, liegt am Burrenhof ein Grabhügelfeld der späten Bronze- und frühen Eisenzeit. Aktuelle geophysikalische Messungen und Ausgrabungen haben gezeigt, dass hier auch Handlungen im Zusammenhang mit dem Totenkult der späten Kelten vollzogen wurden. Die Fortsetzung der Ausgrabungen durch die Universität Tübingen und das Landesamt für Denkmalpflege im Sommer 2016 ist in Vorbereitung.

    Im Rahmen einer Kooperation zwischen der Gemeinde Hülben (Kr. Reutlingen) und dem Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart werden die spektakulären Funde des „Fürstinnengrabs“ im Mai 2016 exklusiv für nur zweieinhalb Wochen in der Albgemeinde zu sehen sein, bevor sie wieder zur wissenschaftlichen Auswertung in das Landesamt für Denkmalpflege zurückkehren. Für die Region am Heidengraben stellt dies ein besonderes Highlight dar. Die als Wanderausstellung konzipierte Kabinettausstellung „Das Geheimnis der Keltenfürstin“ war bereits begleitet von einem großen Interesse in der Öffentlichkeit im Jahr 2014 im Freilichtmuseum Heuneburg, auf der Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd und im Ehrenhof des Neuen Schlosses Stuttgart zu sehen.

    Die Ende 2010 im Kreis Sigmaringen freigelegte Grabkammer einer vor ca. 2600 Jahren bestatteten frühkeltischen Fürstin gehört zu den wichtigsten und spektakulärsten archäologischen Entdeckungen der letzten Jahrzehnte in Deutschland. Bei den Ausgrabungen, die unter Laborbedingungen und Einsatz modernster Methoden durchgeführt werden, sind einmalige Beigaben zum Vorschein gekommen, darunter zahlreiche Schmuckstücke aus Gold. Die Gold- aber auch die umfangreichen Bernsteinbeigaben des Grabes zeichnen sich durch ihre außergewöhnlich hohe kunsthandwerkliche Qualität aus und lassen auf intensive Kontakte der frühkeltischen Elite zu den Etruskern Mittelitaliens schließen.
    Die erhaltenen Hölzer der Grabkammer, die es – bisher einmalig für die Keltenzeit – erlauben, das Todesjahr der Fürstin naturwissenschaftlich exakt auf 583 v. Chr. festzulegen.

    Die Ausstellung führt den Besucher in die faszinierende Welt der frühen Kelten, deren Ursprünge auch in Baden-Württemberg liegen, und das Geheimnis um die Keltenfürstin und ihre Begleiterinnen ein. Ein zweiter Schwerpunkt der Ausstellung dreht sich um das Thema Gold, Design, Goldschmiedekunst und ihre Bedeutung früher und heute.

    Mit der Präsentation der Ausstellung in Hülben wird eine Brücke zwischen den beiden wichtigsten Siedlungen  der keltischen Zeit in Baden-Württemberg geschlagen: dem frühkeltischen „Fürstensitz“ Heuneburg an der oberen Donau und dem spätkeltischen Oppidum Heidengraben, der größten befestigten Siedlung der prähistorischen Zeit auf dem europäischen Kontinent; beides Kulturdenkmäler von europäischem Rang.

    Programm der Ausstellungseröffnung (pdf, 268 KB)

    Weiterführende Informationen zur Ausstellung

    „Das Geheimnis der Keltenfürstin – innovative Methoden, spektakuläre Funde. Das Prunkgrab von der Heuneburg“, eine Ausstellung des Landesamts für Denkmalpflege, vom 12. bis 29. Mai 2016
    Für die Region am Heidengraben ist es ein weiteres Highlight! Im Mai 2016 kommt die einzigartige Sonderausstellung „Das Geheimnis der Keltenfürstin“ nach Hülben.
    Damit wird eine Brücke zwischen den beiden wichtigsten Siedlungen der keltischen Zeit in Baden-Württemberg geschlagen: dem frühkeltischen „Fürstensitz“ Heuneburg an der oberen Donau und dem spätkeltischen Oppidum Heidengraben, der größten befestigten Siedlung der prähistorischen Zeit auf dem europäischen Kontinent; beides Kulturdenkmäler von europäischem Rang.
    Im Rahmen einer Kooperation zwischen der Gemeinde Hülben (Kr. Reutlingen) und dem Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart werden die spektakulären Funde des „Fürstinnengrabs“ im Mai 2016, exklusiv für zweieinhalb Wochen, in der Albgemeinde zu sehen sein, bevor sie dann wieder zur wissenschaftlichen Auswertung in das Landesamt für Denkmalpflege zurückkehren. 
    Die Präsentation gilt als Vorgeschmack für das kommende Jahr. Ab Frühsommer 2017 werden dann in Hülben erstmals die hochwertigen Repliken der Grabfunde zu sehen sein, die derzeit in einem spezialisierten Handwerksbetrieb angefertigt werden. Die museal aufbereitete Dokumentation dieses Herstellungsprozesses wird faszinierende Einblicke in die kreativen Fertigkeiten der antiken Kunsthandwerker eröffnen. Im Rahmen des geplanten „Kelten-Erlebnis-Sommers 2017“ werden außerdem zahlreiche Veranstaltungen, Vorführungen, Workshops und eine Tagung rund um die Ausstellung zur „Keltenfürstin“ und um das Thema Heidengraben stattfinden.
    Schon in diesem Jahr können die Besucher vom Ausstellungsort im Sport- und Freizeitgelände Rietenlau in Hülben auf einem ausgeschilderten Weg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu den Befestigungsanlagen des Heidengrabens und zu den Grabhügeln beim Burrenhof gelangen. Dort soll bis 2020 das sogenannte Heidengrabenzentrum entstehen, das als Kernelement des „Erlebnisfelds Heidengraben“ über die Geschichte der Kelten und die Bedeutung der Region informiert.

    Die Eröffnung der Ausstellung die „Das Geheimnis der Keltenfürstin“ findet am 12. Mai um 18:00 Uhr statt. Die Ausstellungscontainer rollen aber bereits am 22. März an, damit alle Vorbereitungen getroffen werden können, mit der Vorfreude auf das zu erwartende, kulturelle Ereignis.

    Die Ausstellung selbst werden dann Regierungspräsident Johannes Schmalzl, Bürgermeister Siegmund Ganser, Landrat Thomas Reumann sowie Landesarchäologe Prof. Dr. Dirk Krausse vom Landesamt für Denkmalpflege eröffnen.

    Dipl.-Rest. Nicole Ebinger-Rist, Landesamt für Denkmalpflege, führt durch die Ausstellung.

    Begleitet werden die Feierlichkeiten vom Fassanstich des neuen „Keltoi“-Biers der Hirschbrauerei aus Römerstein-Böhringen. Neben Führungen durch die Ausstellung, an Sonn- und Feiertagen, wird es freitags und an den Wochenenden auch eine Bewirtung mit Essen und Getränken vor Ort geben. Der Eintritt zur Ausstellung sowie die angebotenen Führungen sind für die Besucher kostenfrei.

    Im Rahmenprogramm zur diesjährigen Ausstellung finden am 04., 18. und 24. Mai 2016 drei Vorträge zum Grab der „Keltenfürstin“ und ihrer Zeit am Heidengraben statt.

    Veranstaltungsort: Bürgersaal (Hülben)
    Uhrzeit: 19:00 Uhr
    Eintritt: frei

    Informationen zur Ausstellung:

    Eröffnung: 12. Mai 2016, 18:00 Uhr
    Ort: Hülben, Sport- und Freizeitgelände Rietenlau
    Zeitraum: 12 .- 29. Mai 2016
    Öffnungszeiten: Mo. - Do. 10:00 - 18:00; Fr. + Sa. 10:00 - 21:00;  So .+F eiertage 10:00 - 20:00
    Führungen: Sonn- und Feiertage, 12:00, 15:00 und 17:00
    Bewirtung: Fr. 17:00 - 22:00; Sa. 11:00 - 22:00; So. + Feiertage 11:00 - 20:00
    Eintritt: frei

    Ausstellung "Das Geheimnis der Keltenfürstin" in Hülben, Quelle:  Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart (Urheber:  Thomas Zörlein, Zuckerfabrik Fotodesign)

    Ausstellung "Das Geheimnis der Keltenfürstin" in Hülben, Quelle:  Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart (Urheber:  Thomas Zörlein, Zuckerfabrik Fotodesign)

    Ausstellung "Das Geheimnis der Keltenfürstin" in Hülben, Quelle:  Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart (Urheber:  Thomas Zörlein, Zuckerfabrik Fotodesign)




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