Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: RP Internet »Stuttgart »Pressemitteilung
Startwebsite des Internetauftritts des Regierungspräsidiums Stuttgart
  • Abteilung 1
    13.02.2015
    Bombenfund in Rastatt
    Der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Regierungspräsidiums Stuttgart entschärft am Donnerstag, 12. Februar 2015, erfolgreich eine US-Fliegerbombe GP 250 lbs

    Am Donnerstag, 12. Februar, wurde in Rastatt auf der Ludwigsfeste, Ecke Schlossplatz im Rahmen von Bauarbeiten eine Fliegerbombe gefunden. Die Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes des Regierungspräsidiums Stuttgart rückten aus und entschärften gegen 19.45 Uhr die US-Fliegerbombe vom Typ GP 250 lbs, die rund 125 Kilogramm schwer und hinten bezündert ist.

    Zuvor waren im Radius von 250 Metern Evakuierungsmaßnahmen durchgeführt worden, auch das Landratsamt Rastatt war betroffen. Gegen 20 Uhr konnte die Absperrung wieder aufgehoben werden.

    Regierungspräsident Johannes Schmalzl zeigte sich nach der erfolgreichen Entschärfung erleichtert: „Großes Lob an alle Beteiligte, die die Bombenentschärfung unter Einsatz ihres Lebens ein weiteres Mal bravourös gemeistert haben! Meinen herzlichsten Dank für dieses auch 70 Jahre nach Kriegsende wichtige und notwendige Engagement.“

    Aufgrund der derzeit regen Bautätigkeit werden verstärkt Kampfmittel gefunden. Allein im Jahr 2014 wurden 25 nicht detonierte Bomben mit mindestens 50 Kilogramm Gesamtgewicht (2010: 13; 2011: 20; 2012: 17; 2013: 19) gefunden und vom Kampfmittelbeseitigungsdienst entschärft. 


    Hintergrundinformation:

    Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Munition der verschiedensten Kaliber, Patronen, Granaten und Panzerfäuste in aller Eile vor dem Zugriff der nachrückenden alliierten Truppen beseitigt. Die Munition wurde in Depots oder auf Sammelplätzen – vielfach nur lose aufgehäuft – gesprengt, in Bombentrichtern vergraben, auf dem Grund von Gewässern versenkt oder einfach planlos weggeworfen. Bei Sprengversuchen war dabei der größte Teil der gefährlichen Munition ohne zu detonieren in weitem Umkreis um die Sprengstelle verstreut oder im Sprengtrichter von der Druckwelle in die Erde gepresst worden.

    Hinzukommen Bomben, die über den Industriezentren Baden-Württembergs wie Stuttgart, Mannheim, Karlsruhe, Heilbronn, Friedrichshafen und Ulm abgeworfen wurden, aber nicht detoniert sind.

    All diese Kampfmittel stellten – und stellen bis heute – eine erhebliche Gefährdung für die Bevölkerung dar. Wann immer Blindgänger gemeldet  werden oder Bauvorhaben auf Geländen anstehen, die über die Luftbildauswertung als besonders gefährdet für diese Altlast gelten, kommt der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) zum Einsatz.

    Der KMBD ist eine landesweite Aufgabe des Regierungspräsidiums Stuttgart. Das dortige Referat 16 ist zuständig für alle Regierungsbezirke in Baden-Württemberg. Zurzeit sind 33 Mitarbeiter beim KMBD beschäftigt ­– drunter acht Feuerwerker, vier Munitionsvorarbeitern, zehn Munitionsfacharbeiter und sechs Luftbildauswerter. Die Leitung hat derzeit Ralf Vendel.

    Leider blieben die Sprengkommandos von schweren Unfällen mit Munition nicht verschont. So wurden seit Kriegsende bei den oftmals lebensgefährlichen Arbeiten 13 Mitarbeiter tödlich verletzt. Für das Jahr 2014 sind keine Unfälle beim KMBD zu verzeichnen.


​​Pressestelle

Ruppmannstr. 21
70565 Stuttgart
Telefon 0711 904-10002
Telefax 0711 7846940


Katja Lumpp
Pressesprecherin
EMail pressestelle@rps.bwl.de

Matthias Kreuzinger

Pressereferent
EMail pressestelle@
rps.bwl.de

Désirée Bodesheim
Pressereferentin
EMail pressestelle@rps.bwl.de