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  • Abteilung 5
    12.09.2016
    Renaturierung der Würm am Maisenbachweiher
    Regierungspräsidium Stuttgart führt Elektrobefischung an der Würm zur Bestandsaufnahme durch

    Im Winter 2012/2013 wurde vom Regierungspräsidium Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Böblingen und der Stadt Weil der Stadt ein rund 540 Meter langes Teilstück der Würm am Maisenbachweiher bei Weil der Stadt naturnah umgestaltet.

    Das Regierungspräsidium Stuttgart war damals Bauherr und Bauträger der Maßnahme. Das Teilstück wurde am 11. Juni 2013 eingeweiht. Das neu geschaffene Flussufer wurde mit unterschiedlichen, gewässertypischen Uferformen gestaltet. Es wurden Flachwasserzonen mit unterschiedlichen Wassertiefen angelegt. Vornehmlich auf der rechten Flussseite wurden Buhnen (das heißt kleine Steinquerdämme) im Flussbett eingebaut. Sie dienen in ihrem Strömungsschatten als Laichzonen für Fische und verhindern das schnelle Abdriften bei größerer Wasserführung. Schließlich wurden die Ufer mit den in Flussauen typischen Bäumen, Gehölzen und Sträuchern bepflanzt und begrünt. Der umgestaltete Flussabschnitt hat sich seither gut entwickelt und erfreut sich einer großen Beliebtheit bei der einheimischen Bevölkerung.

    Im Dezember 2012 und unmittelbar vor Beginn der Baumaßnahme wurden die in der Würm vorhandenen Fische geborgen und an anderer Stelle der Würm wieder eingesetzt. Bei der damaligen Befischung wurden insgesamt 600 Fische geborgen, davon über 400 Groppen, 130 Bachforellen, und in Einzelexemplaren Bachschmerlen, Stichlinge, Döbel und Rotaugen.

    Das Regierungspräsidium Stuttgart beabsichtigt jetzt, drei Jahre nach Fertigstellung der Baumaßnahme, erneut eine Bestandsaufnahme der Fischfauna an der Würm an gleicher Stelle durchzuführen. Hierfür wird am Mittwoch, 14. September 2016 der Fischereisachverständige des Regierungspräsidiums unter Beisein des örtlichen Fischereivereins eine sogenannte Elektrobefischung durchführen. Dabei wird für kurze Zeit Gleichstrom durch das Wasser geleitet. Die im Wasser befindlichen Fische werden hierdurch betäubt und können von den Fachleuten eingesammelt werden. Die vorgefundenen Arten werden nach Zustand, Art und Größe dokumentiert und unmittelbar danach an Ort und Stelle wieder in die Würm eingesetzt.

    Die vom Regierungspräsidium durchgeführte Bestandsaufnahme hat zum Ziel, zu erkunden, ob und in welchem Ausmaß sich die Fischfauna in dem betreffenden Gewässerabschnitt nach der Renaturierung verändert hat. Dadurch können Rückschlüsse auf andere Renaturierungsmaßnahmen gezogen werden.

    Das Regierungspräsidium möchte in den kommenden Jahren eine weitere ökologische Umgestaltung an der Würm zwischen Merklingen und Hausen durchführen. Auch dort soll der geradlinige und ausgebaute Fluss wieder einen mäandrierenden Verlauf und naturnahe Uferböschungen bekommen. Zuvor muss ein Genehmigungsverfahren durchgeführt werden und schlussendlich müssen auch die betroffenen Grundstückseigentümer und die Landwirte die dafür erforderlichen landwirtschaftlichen Flächen zur Verfügung stellen.

    Die Elektrobefischung findet am 14. September 2016, ab ca. 10 Uhr an der Würm im Bereich Maisenbachweiher statt und dauert maximal ca. 2 Stunden (siehe Anlage)

​​Pressestelle

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70565 Stuttgart
Telefon 0711 904-10002
Telefax 0711 7846940


Katja Lumpp
Pressesprecherin
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Matthias Kreuzinger

Pressereferent
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Désirée Bodesheim
Pressereferentin
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