Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: RP Internet »Tübingen »Abteilung 4 »Aktuelle Meldung
RP Tübingen, Straßenwesen und Verkehr
  • Abteilung 4
    24.08.2018
    24.08.2018: VERKEHRSSICHERHEIT: Die Autobahnmeisterei Ulm-Dornstadt erhält als erste im Land Sichtschutzwände gegen „Gaffer“! Verkehrsminister Winfried Herman hat diese gestern vorgestellt.
     4-Achs-Laster, Copyright: Regierungspräsidium Tübingen, Bertram Menner

    ​Zukünftig werden unsere Kolleginnen und Kollegen in den Autobahnmeistereien auf Anordnung der Polizei Sichtschutzwände bei schweren Unfällen aufstellen, um sogenannte Gaffer vom Filmen schwer verletzter Menschen abzuhalten. Gleichzeitig vermieden werden sollen durch ihren Einsatz aber auch Folgeunfälle, die häufig dadurch entstehen, dass Autofahrerinnen und Autofahrer auf die Unfallstelle starren anstatt zügig daran vorbeizufahren. Im Besonderen bei länger andauernden Rettungs- und Aufräumarbeiten finden die Sichtschutzwände, die eine Gesamtaufbaulänge von bis zu 100 Metern und eine Höhe von 2 Metern haben, Einsatz. Alle Autobahnmeistereien in Baden-Württemberg werden zukünftig mit diesen Schutzwänden ausgestattet, die Kosten für die Ausstattung einer Meisterei belaufen sich auf ca.  45.000 Euro.
     
    Weil der nächste Winter bestimmt kommt, wurde dem Verkehrsminister bei dem Pressetermin aber auch der erste 4-Achs-Lkw des Autobahnbetriebsdienstes des Landes vorgestellt, der kürzlich angeschafft wurde. Er verfügt über sowohl zwei lenkbare Vorderachsen als auch über zwei Hinterachsen. Eingesetzt wird der Laster bei Schneeräum- und Streuarbeiten. Hier zeigt sich der Vorteil der zusätzlichen vorderen Lenkachse, denn sie ermöglicht eine größere Trockensalz- und Solefracht, hier nun in Kombination 7 m³ Trockensalz und 7.200 l NaCl-Sole, die zu einer größeren Reichweite führt.  Eingesetzt wird der 4-Achs-LKW auf der A7, der A8 und der B 10. Seine Kosten belaufen sich mit  Pflug und Seitenpflug sowie den Sole-Kombi-Streubehältern auf ca. 340.000 Euro und damit rund 17.000 Euro mehr als ein vergleichbarer 3-Achs-Lkw.


    Foto: Vier-Achs-Laster in der Autobanhmeisterei Ulm-Dornstadt; Quelle: Regierungspräsidium Tübingen, Bertram Menner