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  • Abteilung 3
    13.02.2019
    13.02.2019 | LANDWIRTSCHAFT: Auch das stärkt den Ländlichen Raum - Greifen Sie beim Einkauf zu Lebensmitteln mit geschützter geografischer Herkunftsangabe
     EU-Guetezeichen

    ​Seit mehr als 20 Jahren besteht im Rahmen der EU-Gesetzgebung ein System zum Schutz und zur Förderung traditioneller und regionaler Lebensmittelerzeugnisse. 

    Zu diesem Zweck wurden von der EU die Gütezeichen „geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)“, „geschützte geografische Angabe (g. g. A.)“ und „garantiert traditionelle Spezialität (g. t. S.)“ eingeführt. Jedes Gütezeichen hat eigene strenge Anforderungen.


    Nach dem EU-Gütezeichen "geschützte Ursprungsbezeichnung" muss die Erzeugung, die Verarbeitung und die Herstellung eines Erzeugnisses in einem bestimmten geografischen Gebiet nach einem anerkannten und festgelegten Verfahren erfolgen. Ein Beispiel dafür ist der „Allgäuer Emmentaler“, zu dessen Herstellung nur Milch aus dem Allgäu verwendet werden darf. Diese Milch muss dann im Allgäu mit seiner langen Tradition der Käseherstellung auch verarbeitet werden.

    Bei dem EU-Gütezeichen „geschützte geografische Angabe“ muss mindestens eine der Produktionsstufen im Herkunftsgebiet stattfinden. Das zur Herstellung verwendete Rohmaterial kann aus anderen Regionen stammen. Ein Beispiel dafür sind „Schwäbische Spätzle/Knöpfle“. Spätzle müssen im Schwabenland hergestellt sein, Mehl und Eier können aber aus anderen Regionen kommen.
    Das Gütezeichen „garantiert traditionelle Spezialitäten" hebt die traditionelle Zusammensetzung des Produkts oder ein traditionelles Herstellungs- und/oder Verarbeitungsverfahren hervor. Es bezieht sich somit nicht auf einen geographischen Ursprung. Hierzu zählt beispielsweise die „Heumilch“. Diese muss von Kühen stammen, die nur mit Heu gefüttert wurden. Es spielt aber keine Rolle, ob die Kühe in Deutschland oder in Österreich stehen.

    Aktuell tragen rund 1.200 Produkte aus EU-Mitgliedsstaaten diese Gütezeichen. Welche Produkte geschützt sind, kann in der EU geführten „DOOR-Datenbank“ (http://ec.europa.eu/agriculture/quality/door/list.html) eingesehen werden. In Baden Württemberg sind zur Zeit 17 Produkte in der Datenbank eingetragen, wie z. B. Schwarzwälder Schinken, Schwäbische Maultaschen und Tettnanger Hopfen. Durch die Nutzung der Gütezeichen ergibt sich für regionale Erzeuger und Hersteller eine Reihe von Vorteilen. Sie machen die Erzeugnisse einzigartig und werten sie national wie international auf. Somit trägt der Geoschutz auch zur Stärkung des ländlichen Raumes bei. 


    Die rechtmäßige Verwendung der geschützten Namen wird seit 2018 im Lebensmittel-einzelhandel von der Lebensmittelüberwachung der Landratsämter und im Großhandel von der Abteilungen 3 der Regierungspräsidien kontrolliert.

    Weitere Informationen erhalten Sie hier:
    Information der Regierungspräsidien Baden-Württemberg

    Schmeck den Süden!

    Information des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft


    Foto: EU-Gütezeichen; Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft