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  • Abteilung 5
    18.02.2019
    18.02.2019 | AGILE ILLER: Abstauversuch Sohlschwelle Fkm 29,116 an der Iller bei Altenstadt
     Abstauversuch an der Iller; Quelle: RPT - Vanessa Kruse

    Das Arbeitsprogrammes AGILE ILLER sieht den Umbau der Schwelle 29,116 in eine flache Sohlrampe vor. Sohlrampen sind steile Fließabschnitte mit Störkörpern in Form von Steinschüttung, sie überwinden also einen Höhenunterschied im Gewässerverlauf und erhalten die Passierbarkeit für Fische und andere Wasserlebewesen sowie Sedimente. Zur Überprüfung, ob hierbei eine Absenkung der Schwellenkrone möglich ist, ohne die Grundwassersituation nachteilig zu verändern, wird derzeit ein Abstauversuch durchgeführt. Dazu werden die bayerischen Kollegen tatkräftig vom Bauhof Dietenheim des Landesbetriebes Gewässer unterstützt. Ein weiteres Beispiel für die seit Jahren kollegiale und reibungslose Zusammenarbeit zwischen den bayerischen und den württembergischen Wasserwirtschaftsverwaltungen.

    Hintergrund: Die Iller hat durch Wehranlagen und Schwellen viel von ihrer natürlichen Dynamik verloren, diese Querbauwerke versperren zudem den Fischen den Weg und lassen ihre Wanderung nicht mehr zu. Das Flussbett wird mehr und mehr abgetragen, sodass sich der Fluss immer tiefer in den Boden gräbt und die Verbindung zu den Auen verloren geht. Mit einer naturnahen Entwicklung der Iller und ihrer Flussauen soll dieser Lebensader neuer Atem eingehaucht werden. Hierzu sollen die Auen in die Flusslandschaft re-integriert, die Gewässerstrukturen verbessert und die Uferbereiche neu gestaltet werden, damit auch der Mensch durch flache Ufer- und Gewässerzonen den Fluss neu begreifen und erleben kann.
    Baden-Württemberg und Bayern setzen mit dem Projekt „agile Iller“ nicht nur in der Gewässerökologie Maßstäbe, sondern auch in der länderübergreifenden Zusammenarbeit aller Beteiligten, da 59 Maßnahmen in einer Laufzeit von 10 Jahren koordiniert und umgesetzt werden.  

    Foto: Abstauversuch an der Iller;
    Quelle: RPT, Vanessa Kruse​