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Anforderungen an die Sprachzertifikate

In den einschlägigen Berufsgesetzen ist bestimmt, dass Personen, die die Erteilung einer Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung  beantragt haben, über die für die Berufsausübung erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen müssen. Auch im Ausland angeworbene Pflegekräfte und Angehörige anderer Gesundheitsfachberufe müssen im Interesse des Patientenschutzes und einer möglichst reibungslosen Zusammenarbeit mit Angehörigen aller Gesundheitsberufe über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen, um ihre Patientinnen und Patienten sowie Kolleginnen und Kollegen ohne wesentliche Rückfragen verstehen und sich ohne größere Anstrengung so verständigen zu können, dass sie ihre beruflichen Aufgaben wahrnehmen können. Dies bedeutet, dass zur Ausübung dieser Berufe mindestens Sprachkenntnisse auf dem Niveau B2 - bei Logopäden C2 - des europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) vorliegen müssen.

Die Bundesländer haben sich auf einen einheitlichen Standard für die Überprüfung der in Deutschland für die Berufsausübung erforderlichen Sprachkenntnisse verständigt. Als Nachweis der für die Berufsausübung erforderlichen Deutschkenntnisse in den Pflege- und Gesundheitsfachberufen werden künftig nur noch Sprachnachweise von Anbietern akzeptiert, die durch eine Mitgliedsinstitution der „Association of Language Testers in Europe“ (ALTE) zertifiziert sind. Darunter fallen Sprachinstitute wie z.B. die telc gGmbH, die Goethe Institute und weitere deutschsprachige Testanbieter welche zertifiziert sind. Diese Testanbieter haben ihre Sprachprüfungen nach GER und ALTE zertifizieren lassen. Nicht zertifizierten Anbietern steht es frei, sich ebenfalls als Prüfzentrum / Sprachzentrum für z.B. telc gGmbh oder Goethe-Institut zertifizieren zu lassen.

Der Nachweis der erforderlichen Sprachkenntnisse gilt als erbracht, wenn eine Bescheinigung über einen präzisierten, erfolgreich abgelegten Sprachtest, der nicht länger als drei Jahre zurückliegt, der Berufsanerkennungsbehörde vorgelegt wird.