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Beispielprojekte des Entwicklungsprogamm ländlicher Raum
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Stödtlen 

Umfassende Strukturentwicklung in allen Förderbereichen

Die Gemeinde Stödtlen mit ca. 1.900 Einwohnern liegt am nordöstlichen Rand des Ostalbkreises an der Grenze zu Bayern. Neben dem zentral gelegenen Hauptort Stödtlen mit ca. 720 Einwohnern bilden noch weitere 24 Ortsteile und Gehöftgruppen die Gesamtgemeinde. Hiervon haben nur Birkenzell, Dambach, Gaxhardt und Regelsweiler mehr als 100 bis knapp 300 Einwohner.

Die Gemeindefläche beträgt 3.118 ha, davon 290 ha Siedlungs- und Verkehrsfläche. Die starke Verteilung der Ortsteile und Weiler bedingt ein enormes und aufwendiges Netz an Straßen, Wegen und Leitungen. Nach der Raumkategorie des  Landesentwicklungsplans 2002 gehört Stödtlen zum Ländlichen Raum im engeren Sinn und kann als struktur- und finanzschwach angesehen werden. Die Gemeinde hat besonders in der Dekade von 1990 bis 2000 ein starkes Bevölkerungswachstum erlebt. Seit 2000 nimmt die Einwohnerzahl ab.

Bis Mitte der 1970-er Jahre war die Gemeinde ausschließlich landwirtschaftlich geprägt. Der strukturelle Umbruch in der Landwirtschaft führte zum Verlust von unzähligen Arbeitsplätzen und erst in den beiden letzten Jahrzehnten ist die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort wieder gestiegen. Seit dem Jahre 2006 nahm die Zahl der Arbeitsplätze und der Ausbildungsplätze deutlich zu. Die Förderung von Unternehmen in Stödtlen durch das ELR hat dazu einen großen Betrag geleistet. 

Mit den Firmen Gloning Krantechnik GmbH und GSN sind inzwischen mittelständische Unternehmen entstanden, welche mehrmals im ELR gefördert worden sind. Von Handwerksbetrieben mit wenigen Mitarbeitern entwickelten sich in diesen Betrieben durch die Förderung der baulichen Investitionen bis heute ca. 70 Mitarbeiter (Firma Gloning), bzw. ca. 50 Mitarbeiter (Firma GSN). 

Grundlage war die Förderung des Gewerbegebietes „Lachfeld“. Der 8. 9. Betrieb siedelte sich im Jahre 2016 im Gewerbegebiet an. Durch den dramatischen Wandel in der Landwirtschaft und die alternde Bevölkerung verändert sich auch die Nutzung des baulichen Altbestandes im Dorf. Gab es 1991 noch 121 landwirtschaftliche Betriebe und davon 43 im Haupterwerb, so waren es knapp 20 Jahre später im Jahre 2010 nur noch 41 Betriebe, also 2/3 weniger.


Basierend auf die im ELR geförderte Konzeption zur Nutzung des innerörtlichen Potentials sind in den letzten Jahren interessante und wichtige private Wohnbauprojekte, nicht nur, aber auch mit ELR-Förderung, angeschoben worden. Beispielhaft sind die Umnutzungen von Stall- und Scheunengebäuden in Regelsweiler und Birkenzell sowie die Umnutzung eines leerstehenden Schulgebäudes zu einer Wohnung im OG genannt. 

Die Wohnumfeldmaßnahme Ortsdurchfahrt Birkenzell ist im Rahmen von ZIP gefördert worden.

Mit hohem bürgerschaftlichen Engagement wurde das im ELR-Jahresprogramm 2013 geförderte Projekt „Sanierung und Ausbau Schafhaus zu einer Gemeinschaftseinrichtung“ in Birkenzell geschaffen und am 31. Mai 2014 eröffnet.  

Mit Hilfe des Landes wurden seit 1995 insgesamt 32 Strukturentwicklungsmaßnahmen in Stödtlen, Birkenzell und Regelsweiler gefördert. Von diesen Maßnahmen entfallen 9 auf kommunale, 7 auf private-nichtgewerbliche und 16 auf gewerbliche Projekte. Die Gemeinde hat für diese Vorhaben insgesamt 1.377.300 € öffentliche Zuwendung (615.044 € für kommunale, 200.000 € für privat-nichtgewerbliche und 562.255 € für gewerbliche Projekte) erhalten. Bisher sind in der Gemeinde 12 Unternehmen im ELR gefördert worden, dadurch stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Wohnort von 159 im Jahre 1999 auf 288 im Jahre 2015 an.

Mit Hilfe des ELR entstanden zeitgemäße, kommunale Gebäude. Für das Gewerbe war das ELR Antrieb und unerlässliche Unterstützung für bauliche Investitionen und positive Entwicklung. Die Unterstützung wohnbaulicher Projekte und die Verhinderung von Leerständen im Altbestand verlangt in Zukunft noch größere Anstrengungen.

 
 

In das Jahresprogramm 2015 wurden drei Projekte in die ELR-Förderung aufgenommen. Die öffentliche Zuwendung beträgt insgesamt 805.360 €. Dabei handelt es sich um die kommunale Maßnahme „Erweiterung, Umbau und Sanierung der Mehrzweckhalle“ (737.800 € Zuschuss), die gewerbliche Maßnahme „Elektro Friedrich: Neubau eines Betriebsgebäudes im Gewerbegebiet Lachfeld II“ (27.560 € Zuschuss) und die private Wohnbaumaßnahme „Hauptstraße 26, Josef Klopfer: Sanierung und Umbau eines Bauernhauses zum Wohnhaus zur Vermietung“ (40.000 € Zuschuss).       

Hintergrund 

Regierungspräsidium Stuttgart

Referat 32

Barbara Nießen
0711 904-13211
barbara.niessen@rps.bwl.de