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Treffen aller vier Ökomobil-Teams der Regierungspräsidien, Copyright: Ökomobile B.-W.

Naturtipps mit dem Ökomobil-Team

Liebe Naturinteressierte,
liebe Käferbeobachter*innen, Vogelstimmenlauscher*innen, Pflanzenentdecker*innen, Froschforscher*innen, Köcherfliegenlarvenfänger*innen und Naturschützer*innen,

weil wir während der aktuellen Corona-Krise nur sehr eingeschränkt mit dem Ökomobil zu euch kommen und mit euch zusammen die Natur erforschen können, stellen wir hier für euch einige Beobachtungstipps und andere wissens- und ausprobierenswerte Dinge ein. Damit wollen wir Euch motivieren, die Natur um Euch herum mit offenen Augen zu beobachten! Die Liste mit den Naturtipps werden wir nach und nach erweitern.

Es gibt schon viele tolle Materialien im Internet, auf die wir hier verlinken. Bestimmt sind da auch noch sehr schöne Anregungen zu finden. Vergesst darüber nicht: Eigene Entdeckungen sind die Besten! Das geht zwar schon durchs Fenster oder vom Balkon aus, aber vielleicht könnt ihr auch alleine oder mit einem Familienmitglied eine kleine Expedition vor die Haustür unternehmen.
Wenn Ihr selbst Beobachtungen macht, freuen wir uns über Rückmeldungen, Fotos oder kleine Videos.

Viel Spaß beim Entdecken!
Eure Ökomobil-Teams aus Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen

Hast du dich schon mal gefragt, wer eigentlich mit dem Ökomobil unterwegs ist?

Neben den fest angestellten Ökomobilist*innen besteht das Team in jedem Regierungsbezirk nämlich aus ein oder zwei Jugendlichen oder jungen Erwachsenen, die hier ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) machen. Wir helfen beim Planen der Ökomobileinsätze, betreuen die Teilnehmenden vor Ort, helfen ihnen beim Erforschen der Natur und lernen dabei immer selbst etwas dazu.

Das FÖJ ist aber mehr als die Arbeit an der Einsatzstelle: auf fünf jeweils fünftägigen Seminaren beschäftigen wir uns gemeinsam mit anderen FÖJlern mit Themen rund um Natur und Nachhaltigkeit, entwickeln aber auch eine gute Gemeinschaft und erleben viele schöne und lustige Momente miteinander.

Hast du Interesse?

Aktuell läuft die Bewerbungsphase für das FÖJ 2020/2021. Unter www.foej-bw.de findest du die Ökomobile und ca. 80 weitere Einsatzstellen in der Landschaftspflege, auf Biobauernhöfen, in Freizeitheimen und weiteres. Schau doch einfach mal vorbei!
Oder melde dich einfach direkt bei den jeweiligen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner der ÖKOMOBIL.
Weitere Informationen zu den Ökomobilen in Baden-Württemberg findest du auch auf unseren Internetseiten.

Paul

Mit dem Hammer Blumenbilder malen - Wie soll das denn gehen?

Viele Blüten und Pflanzen haben außergewöhnlich schöne Farben und Formen. Diese kann man ganz einfach zur Kartengestaltung nutzen. Man braucht nicht viel dazu:

  • Schöne gesammelte Blätter oder Blüten – wenn manche Stellen zu dick sind, kann man einen Teil der Blätter, Knospen oder Blüten entfernen, damit auf dem Bild kein breiter Klecks entsteht. 
  • Eine feste Unterlage, am besten ein Brettchen Kartenvorlagen, schön wird es auf Aquarellpapier, gerne auch verschiedene Papiersorten testen.
  • Saugfähiges Küchenkrepp
  • Einen Hammer – Vorsicht! Nicht auf die Finger klopfen! Tut echt weh!

Und es geht los: 

  1. Zuerst legt ihr euch das Brettchen auf einen Tisch oder auf den Fußboden (ist laut – vielleicht noch was Weiches drunterlegen)
  2. Auf das Brettchen kommt die Postkartenvorlage
  3. Auf die Postkarte kommt die Pflanze 
  4. Auf die Pflanze kommt das Küchenkrepp (gefaltet, also doppellagig ist sehr gut!) 
  5. Auf das Ganze haut ihr dann Zentimeter für Zentimeter mit dem Hammer. 
  6. (Dies lieber auslassen:) Wenn ihr auf die Finger geklopft habt, schnell unter kaltem Wasser kühlen!

Man sieht allmählich den feuchten Abdruck der Pflanzenteile durch das Küchenkrepp.
Mehrere unterschiedliche Hammerbilder, Copyright: Angelika
Wenn ihr denkt ihr seid fertig, könnt ihr vorsichtig mal nachschauen wie es aussieht. Manchmal lege ich dann noch andere Pflanzen dazu, damit die Lücken besser aussehen. Macht es einfach so, wie es Euch gefällt.

Lasst uns doch mal sehen, was ihr gestaltet habt! Schickt uns eure Bilder!

Angelika

Mauersegler

Zeichnung: Ein Mauersegler im Flug, Copyright: Jutta Sailer-PaysanAm Dienstag, den 28. April habe ich die ersten Mauersegler über unserm Bürogebäude in der Karlsruher Innenstadt gehört. Ihre schrillen Rufe hoch oben in der Luft „srii-sriii“ könnt ihr leicht wiedererkennen.
So klingen Mauersegler

Mauersegler ähneln Schwalben, sind aber größer und brüten vorwiegend in Hohlräumen an Steingebäuden. An unserem Bürogebäude brüten sie jedes Jahr.
Mauersegler fliegen sehr schnell und verbringen fast ihr ganzes Leben im Flug. Sie schlafen auch in der Luft!






Sind Mauersegler „Schlafwandler“ oder „Schlafflieger“ (ein Schlaff-Lieger ist eher das Gegenteil!)? Fällt Euch ein gutes Wort dafür ein? Habt ihr dieses Jahr schon Mauersegler gehört und gesehen?

An Neubauten mit glatter Fassade können Mauersegler nicht brüten. Wer etwas für die Mauersegler tun möchte, kann Nistkästen für die Mauersegler anbringen. Am besten mehrere, denn Mauersegler brüten gerne in kleinen Kolonien.

Eine  Bauanleitung für Mauerseglernistkästen findet ihr auf der Seite vom Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU).

Daniel

Von Blattläusen befallene Ackerkratzdisteln mit einigen Marienkäfern und -larven, Copyright: Angelika Schwarz-Marstaller

Findet ihr noch andere Marienkäfer?

Bei einem Spaziergang über die Felder fand ich am Wegesrand sehr viele Ackerkratzdisteln. Das ist eigentlich nichts Besonderes. Vielleicht kennt ihr sie ja auch?
Sie waren noch nicht aufgeblüht. Die Knospen und Stängel waren schwarz überzogen von sehr, sehr vielen schwarzen Blattläusen.
Nur manche hatten Flügel und waren bereit fortzufliegen, um neue Reviere aufzusuchen. Das war wohl auch dringend nötig geworden, denn die leuchtend bunte Gefahr war schon im Anmarsch. Überall waren verschiedene sehr gefräßige Marienkäfer zu finden, die schon eifrig dabei waren, Eier zu produzieren und abzulegen. Nicht nur erwachsene Marienkäfer vertilgen Unmengen an Blattläusen, auch ihre Kinder sind immer hungrig.
Auch große, gefräßige Larven waren unterwegs. Da war es für die Blattläuse höchste Zeit geworden abzuhauen und aus den Blattlauseiern schlüpfte jetzt eine fliegende Generation.

Wenn ihr draußen mal nachschaut anschaut, könnt ihr sehr viele verschiedene Marienkäfer finden, aber hier sind es nur zwei verschiedene Arten. Der einheimische leuchtend rote Siebenpunkt Marienkäfer,den kennt ihr bestimmt schon. Der Siebenpunkt hat immer sieben schwarze Punkte auf immer roten Flügeln: auf jedem Flügel drei und einen vorne in der Mitte. Der eingeschleppte Asiatische Marienkäferwird auch Harlekin genannt wird, weil er immer wieder anders aussehen kann. Mal schwarz, mal orangerot und mal mit vielen und mal mit wenigen oder gar keinen Punkten.

Wenn ihr jetzt mal spazieren geht und genauer nachschaut, könnt ihr noch mehr entdecken: Ameisen, die die Blattläuse bewachen, Florfliegenlarven,…
Es gibt bei jedem Spaziergang immer spannende Entdeckungen, man muss nur mal genauer hinschauen und nicht so schnell vorübergehen.

Schickt uns doch die Bilder und wo ihr sie gemacht habt! Das Ökomobilteam ist gespannt auf Eure Erlebnisse!

Angelika

Pflanzen kennenlernen durch ein Herbarium

Habt ihr euch schon mal überlegt, wie viele verschiedene Pflanzen in eurer Umgebung wachsen? Wollt ihr die Pflanzen kennen kernen und bestimmen?
Dabei kann euch ein sogenanntes Herbarium helfen.

Ein Herbarium ist eine Sammlung von gepressten oder getrockneten Pflanzen und man kann es als eine Art Bestimmungshilfe benutzen.

Die Herstellung ist ganz einfach und fast jeder hat die Materialien dafür zuhause. Du brauchst:

  • Papier 
  • Zeitungspapier oder Pappe
  • ein stabiles Brett
  • schweren Gegenstand (Bücher, Stein, Wasserflaschen, …) 
  • Kleber.

Blumenwiese, Copyright: Maren Kaiser
Doch als aller erstes muss man natürlich draußen auf Pflanzensuche gehen.

Halt! Bevor du gleich raus rennst, gibt es noch eine Sache zu beachten: Bestimme die Pflanze bevor du sie pflückst, damit du nicht eine vom Aussterben bedrohte oder geschützte Art pflückst!


Gewichte zum Beschweren des Herbariums, Copyright: Maren Kaiser

  1. Presse die Pflanzen
    Lege auf ein Stück Papier auf etwas Zeitung oder Pappe. Darauf kommt deine gesammelte Pflanze, wieder ein Papier und Zeitung/Pappe. Nun kannst du erneut zwischen zwei Papieren und Zeitung/Pappe weitere Pflanzen stapeln. Ganz oben legst du nach der Zeitung das Brett mit dem Gewicht zum Beschweren und Pressen. Tipp: Achte darauf, dass das Brett groß genug ist, damit von den Pflanzen keine Teile darüber hinaus schauen.

  2. Eine fertige Seite im Herbarium, Copyright: Maren KaiserNach ein paar Tagen kannst du die Pflanzen vorsichtig aus der Presse holen und mithilfe von dünnen Papierstreifen auf ein Blatt kleben. Dabei kommt der Klebstoff nicht an deine Pflanzen, sondern nur an die Stellen, an denen Papier anderes Papier berührt.

  3. Fülle einen Zettel mit allen Daten über die Pflanze aus und klebe ihn dazu (Art, Fundort, Funddatum, Wer hat die Pflanze gefunden und bestimmt?).


Weitere Informationen zum Anlegen eines Herbariums gibt es auch auf der Homepage des Naturkundemuseums Karlsruhe.

Maren

Brennnessel-Pfannkuchen

Brennnesseln sind in den Augen der meisten Menschen nur ein Unkraut, das dazu bei Berührung auch noch unangenehm piekst. Dass Brennnesseln allerdings reich an Mineralien, Vitaminen und Proteinen sind, wissen nur die wenigsten - ganz im Unterschied zu den Raupen von Tagpfauenauge oder Landkärtchen, zwei Schmetterlingsarten, die für ihre Entwicklung unbedingt auf Brennnesseln angewiesen sind.

Aus diesem Grund gibt es heute mal eine Rezeptidee, um diese Pflanzen in der Küche zu verwerten. Am besten schmecken ganz junge Pflanzen oder von Älteren die Spitzen (1). Da die Nesselhaare an der Brennnessel anliegen, sollte man immer in Richtung der Blattspitze streichen, so können sie einen nicht erwischen und man kann sorgenfrei pflücken. Denkt dran: pflückt nicht direkt da wo viele Hunde Gassi gehen - und lasst was für die Schmetterlinge übrig.

Du brauchst (für zwei Personen):

  • Ca. 10 junge Brennnesseln 
  • 2 Eier 
  • 200 g Mehl 
  • 200 ml Milch 
  • Eine Prise Salz 
  • Butter zum Anbraten 
  • Nach Belieben: Füllung, beispielsweise Käse, Tomaten, …

Die Eier, das Mehl, Salz und etwas Milch werden in einer Schüssel verrührt (2). Die restliche Milch wird nach und nach dazugegeben, bis ein flüssiger Teig ohne Klümpchen entsteht. Von den Brennnesseln werden die Blätter abgezupft, diese fein gehackt (3) und zum Teig gegeben (4). In einer Pfanne wird die Butter geschmolzen. Von dem Teig wird so viel genommen, dass der Pfannenboden überall dünn bedeckt ist (5). Sobald der Pfannkuchen oben nicht mehr flüssig und auf der Unterseite goldbraun ist, wird er gewendet. Nun kann nach Belieben die eine Hälfte des Pfannkuchens belegt werden (6). Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Die leere Seite des Pfannkuchens wird umgeklappt, danach kurz weiter gebacken bis sich die Füllung erwärmt hat bzw. der Käse geschmolzen ist (7).
Guten Appetit (8)!

Maren


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Wir sind gespannt auf eure Rückmeldungen!

Schickt eure Antworten an eine der u.g. E-Mail-Adressen.
Wenn Ihr Bilder oder Videos für uns habt, ladet sie in eine Cloud (z. B. We-Transfer - wir können systembedingt nur eine gewisse Dateigröße empfangen!) und schickt uns dann den entsprechenden Link zum Download per E-Mail zu ...

... und wundert euch nicht, wenn es mit der Antwort ein paar Tage dauert. Wir sind dann einfach in der Natur unterwegs.

Regierungspräsidium Stuttgart

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