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Zulassung und Überwachung gentechnischer Anlagen in Baden-Württemberg
Arzt misst beim Patienten Blutdruck, © Jan Becke / FOTOLIA

Abeitsmedizinische Vorsorge

Gemäß Anhang VI der Gentechnik-Sicherheitsverordnung (GenTSV) hat der Arbeitgeber für Beschäftigte, die gentechnische Arbeiten mit humanpathogenen Organismen durchführen, arbeitsmedizinische Präventionsmaßnahmen sicherzustellen. Diese umfassen eine Gefährdungsbeurteilung § 8 Biostoffverordnung (BiostoffV) und eine allgemeine arbeitsmedizinische Beratung (§ 12 BiostoffV) der Beschäftigten.

Unter bestimmten Voraussetzungen sind Vorsorgeuntersuchungen zu veranlassen oder zumindest anzubieten (§§ 4 und 5 i.V.m. Anhang Teil 2 Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV)). Zusammengefasst bedeutet dies:

Pflichtvorsorge bei gentechnischen Arbeiten mit humanpathogenen

  • Organismen der Risikogruppe 4,
  • Organismen der Risikogruppe 2 oder 3, die in der Tabelle Anhang Teil 2 Abs. 1 ArbMedVV aufgelistet sind.

Angebotsvorsorge bei gentechnischen Arbeiten mit humanpathogenen

  • Organismen der Risikogruppe 3,
  • Organismen der Risikogruppe 2, es sei denn, nach der Gefährdungsbeurteilung und auf Grund der getroffenen Schutzmaßnahmen ist nicht von einer Infektionsgefährdung auszugehen.

Die Vorschriften zur arbeitsmedizinischen Vorsorge gelten auch für Beschäftigte, die Instandhaltungs- und Reinigungsarbeiten in gentechnischen Anlagen der Sicherheitsstufe 2, 3 oder 4 durchführen, wenn vor diesen Arbeiten keine ausreichende Desinfektion möglich ist (§ 12 Abs. 5 GenTSV).

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