Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: RP Internet »Themenportal »Verkehr »Lärmschutz
Lastwagen hinter Lärmschutzwand, Quelle: Volker Muether/Fotolia

Lärmschutz

Nach der Studie „Umweltbewusstsein in Deutschland 2014“ des Umweltbundesamts geben mehr als drei Viertel aller Befragten an, sich durch Lärm zumindest etwas belästigt zu fühlen. 8 Prozent der Befragten geben an „stark gestört oder belästigt“ zu sein. Als häufigste Ursache der Lärmbelastung wird hierbei der Straßenverkehr genannt.

Aufgrund der negativen Auswirkungen von Lärmbelastung auf die menschliche Gesundheit sowie der hohen Anzahl an Betroffen stellt Lärm eine der größten Umweltbelastungen in Deutschland dar.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu folgenden Themen:

Straßenlärm vermeiden - aktuelle Grenzwerte

Lärmvorsorge

Beim Bau neuer Straßen ist das Ziel der Lärmvorsorge die Vermeidung bzw. die Verringerung von unzumutbaren Einwirkungen des Straßenverkehrslärms auf bewohnte Gebiete. Als gesetzliche Grundlage gilt dabei das Bundesimmissionsschutzgesetz mit den §§ 41 – 43 und § 50. Konkretisiert wird dieses Gesetz in den Vorschriften:

  • 16. BImSchV - 16. Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes VLärmSchR 97 - Verkehrslärmschutzrichtlinien
  • 24. BImSchV - 24. Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes RLS-90 - Richtlinien für den Lärmschutz an Straßen.

Die Grenzwerte der Lärmvorsorge nach der 16. BImSchV betragen für

  • Wohngebiete am Tag: 59 dB(A)
  • Wohngebiete bei Nacht: 49 dB(A)
  • Mischgebiete am Tag: 64 dB(A)
  • Mischgebiete bei Nacht: 54 dB(A)
  • Gewerbegebiete am Tag: 69 dB(A)
  • Gewerbegebiete bei Nacht: 59 dB(A)

Lärmsanierung

Bund und Land haben Förderprogramme aufgelegt, mit denen Lärmsanierungsmaßnahmen bezuschusst werden können. Voraussetzung für eine solche Förderung ist die Überschreitung eines entsprechenden Lärmpegels an angrenzenden Gebäudefassaden. Diese sogenannten Auslösewerte sind abhängig von der Art der Straße und der jeweiligen Gebietszuordnung. Zudem unterscheidet man Tag- und Nachtwerte. Um eine Lärmsanierung zu ermöglichen, muss mindestens an einem Wohnraum der Tag- oder an einem Schlafraum der Nachtwert überschritten sein. Die Einteilung in Wohn- und Schlafräume erfolgt hierbei anhand der tatsächlichen Raumnutzung zum Zeitpunkt der Antragstellung.

Auslösewerte an Bundesstraßen:

  • Wohngebiete am Tag: 67 dB(A)
  • Wohngebiete bei Nacht: 57 dB(A)
  • Mischgebiete am Tag: 69 dB(A)
  • Mischgebiete bei Nacht: 59 dB(A)
  • Gewerbegebiete am Tag: 72 dB(A)
  • Gewerbegebiete bei Nacht: 62 dB(A)

Auslösewerte an Landesstraßen:

  • Wohngebiete am Tag: 65 dB(A)
  • Wohngebiete bei Nacht: 55 dB(A)
  • Mischgebiete am Tag: 67 dB(A)
  • Mischgebiete bei Nacht: 57 dB(A)
  • Gewerbegebiete am Tag: 72 dB(A)
  • Gewerbegebiete bei Nacht: 62 dB(A)

Aktiver und passiver Lärmschutz

Zum aktiven Lärmschutz zählen technische Maßnahmen an Straßen wie z. B. Lärmschutzwände und Lärmschutzwälle aber auch Tunnel- oder Einhausungslösungen sowie lärmmindernde Straßenbeläge.

Unter passivem Lärmschutz werden bauliche Verbesserungsmaßnahmen schalltechnischer Art an Außenbauteilen von Gebäuden verstanden. Hierzu zählen Schallschutzfenster aber auch die Verbesserung der Schalldämmung von Türen, Rollladenkästen oder ganzer Fassaden.

Mit der Umsetzung der Richtlinie 2002/49/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25.06.2002 (Umgebungslärmrichtlinie) in nationales Recht werden in stark belasteten Gebieten Lärmkartierungen durchgeführt, um bei Bedarf Aktionspläne (Lärmminderungspläne und Maßnahmenpläne) aufzustellen und umzusetzen.

Button Themenportal

Hintergrund  

Hier gelangen Sie zu den Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern bei Fragen zum Lärmschutz

Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur informiert:

Isophone_Teaser_221_140.jpg 

Weitere ausführliche Informationen zum Thema Lärmschutz erhalten Sie auf der