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Download: Karten, Daten und Informationen zur Landesstudie Gewässerökologie

Glossar

Geschäftsstelle Gewässerökologie

Aufwertungsstrecke

Fließgewässerabschnitt, in dem aufgrund der Ausprägung relevanter Einzelparameter eine potenziell positive Fernwirkung wirksam werden kann und die als zukünftige Lebensräume gut entwickelbar sind: innerhalb der Landesstudie die bevorzugten Räume für eine Maßnahmenplanung.

Besiedlungsquelle

Monitoringstelle, die im biologischen Monitoring ein Arteninventar anzeigt, das zur Wiederbesiedlung benachbarter Abschnitte beitragen kann.

Betrachtungsraum

Räumliche Einheit zur Planung von strukturverbessernden Maßnahmen sowie zur Ermittlung des notwendigen Maßnahmenumfangs. Wurde im Rahmen der LS GÖ, ausgehend jeweils von einem G.I.O. nach fischökologischen Gesichtspunkten unter Berücksichtigung der Abgrenzung der Oberflächenwasserkörper definiert.

Biozönose

Lebensgemeinschaft der in einem Biotop regelmäßig vorkommenden Pflanzen und Tiere, die untereinander (und mit Arten weiterer Biozönosen) in Wechselbeziehungen stehen.

EPT[%]-Klasse

Nach ASTERICS/PERLODES klassifiziertes Ergebnis des Metric „EPT[%]“. Der Metric EPT[%] berechnet die relative Abundanz der Ephemerotera-, Plecoptera- und Trichoptera-Taxa (Eintags-, Stein- und Köcherfliegen) auf der Grundlage von Häufigkeitsklassen.

Fischökotop

Ein Gewässerabschnitt, in welchem für eine betrachtete Fischart alle notwendigen Teilhabitate in der erforderlichen Qualität und Quantität vorhanden sind und in einem fischökologisch funktionsfähigen Verbund zusammenwirken.

Fokusart

Aufgrund ihrer Lebensraumansprüche ausgewählte Fischart, für die in der Handreichung „Fischökologisch funktionsfähige Strukturen in Fließgewässern“ jeweils eine Vorgehensweise zur Schaffung von Fischhabitaten beschrieben wird.

Fauna-Index-Klasse

Nach ASTERICS/PERLODES klassifiziertes Ergebnis des Metric „Fauna-Index“ für die Messstellen des MZB. Der Fauna-Index beschreibt auf Grundlage gewässertypspezifischer Indikatorenlisten die Auswirkungen morphologischer Degradation.

Habitat

Zusammenhängender Lebensraum einer darin vorkommenden Fokusart, der mindestens ein Fischökotop beinhaltet.

Monitoring

Langfristige, regelmäßig wiederholte und zielgerichtete Erhebung im Sinne einer Dauerbeobachtung mit Aussagen zu Zustand und Veränderungen von Natur und Landschaft.

Nicht restriktionsgeprägter Betrachtungsraum

Der Betrachtungsraum besteht i. d. R. zu mehr als 50 Prozent aus Gewässerabschnitten, die nicht von Restriktionen (i. d. R. nicht reversible Nutzungen, die die Entwicklungsmöglichkeiten für das Gewässer stark einschränken (z. B. Siedlungsflächen)) geprägt sind.

Planungsbereich

Gewässerabschnitt, für den nach der Handreichung „Fischökologisch funktionsfähige Strukturen in Fließgewässern“ Maßnahmen zur Schaffung von Fischhabitaten geplant und umgesetzt werden, um mindestens ein Fischökotop für jede betrachtete Fokusart entstehen zu lassen. Die Länge eines solchen Gewässerabschnittes als Planungsbereich ist abhängig von den Ansprüchen der jeweiligen Fokusart.

Potenzielle Besiedlungsquelle

Fließgewässerabschnitt, der aufgrund der Ausprägung relevanter Einzelparameter der Gewässerstruktur als potenzielle Besiedlungsquelle für das Makrozoobenthos im guten oder sehr guten Zustand in Frage kommt.

Restriktionsgeprägter Betrachtungsraum

Der Betrachtungsraum besteht zu mehr als 50 Prozent aus restriktionsgeprägten Gewässerabschnitten (Restriktionsstrecken).

Restriktionsstrecken

Gewässerabschnitte mit Strukturgüteklasse schlechter 4, in denen die dort vorhandenen nicht reversiblen Nutzungen die Entwicklungsmöglichkeiten für das Gewässer stark einschränken (z. B. Siedlungsflächen).

Schlüsselhabitat

Teilhabitat, welches in einem Planungsbereich fehlt oder nur in unzureichendem Umfang bzw. unzureichender Qualität vorhanden ist und damit das Vorkommen bzw. die Häufigkeit einer Fischart bestimmt.

Strahlwirkungsraum

Gewässerabschnitt, in dem räumliche Zusammenhänge für eine positive Strahlwirkung der ökologischen Parameter gegeben sind.

Strahlwirkungs- und Trittsteinkonzept

Planerisches Konzept, welches auf Strahlwirkung und negativer Fern- und Nachbarschaftswirkung basiert.

Strukturen

Einzelne unterscheidbare natürliche oder künstliche Strukturelemente, die ein Teilhabitat oder Habitat (hydro-)morphologisch bilden (bspw. Kies, Totholz, Störsteine, Wasserpflanzen, Wurzeln).

Teilhabitate

Ein Gewässerabschnitt oder Teil eines Gewässerabschnittes, der aufgrund seiner strukturell-morphologischen Ausstattung eine ganz bestimmte fischökologische Teilfunktion erfüllt, z. B. ein Laichplatz, Jungfischhabitat, Nahrungsgrund, Unterstand, Wintereinstand usw.

Verbindungsstrecke

Fließgewässerabschnitt, der aufgrund der Ausprägung relevanter Einzelparameter einer Ausbreitung von Arten (Makrozoobenthos, Fische, Makrophyten) nicht entgegensteht.

Wasserkörper

Die Planungsebene nach WRRL sind die Wasserkörper, bei den Fließgewässern werden diese Flusswasserkörper genannt. Die Flusswasserkörper entstanden durch Unterteilung der Bearbeitungsgebiete und Teilbearbeitungsgebiete auf der Grundlage hydrologischer Einzugsgebiete. Auf Ebene der Flusswasserkörper wird im Rahmen der WRRL die Zielerreichung anhand biologischer Qualitätskomponenten gemessen.

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