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Donausanierung zwischen Hundersingen und Binzwangen ein Projekt des Regierungspräsidium Tübingen und den Landkreisen Biberach und Sigmaringen
Luftbild Donausanierung, copyright: Regierungspräsidium TübingenLegende: Hellblau: historische Donau, Mittelblau: begradigte Donau, Dunkelblau: neue Donau

Ausgangssituation

Seit Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Obere Donau auf weiten Abschnitten begradigt. Dies führte zu einer starken Verkürzung und Einengung des Gewässerlaufs. In der Folge traten erhöhte Erosionskräfte an der Gewässersohle auf, die zu einer starken Eintiefung der Donau führten.
Zudem wurde dem Fluss sukzessive wertvoller Raum genommen, wodurch u. a. Hochwasserwellen beschleunigt und die natürlichen Lebensräume reduziert wurden. Durch die Eintiefung der Gewässersohle senkte sich ebenfalls der mit der Donau korrespondierende Grundwasserspiegel drastisch ab, und die angrenzenden Auen wurden trocken.

Von diesen negativen Auswirkungen besonders betroffen war der Donauabschnitt zwischen Hundersingen und Binzwangen (Projekt HuBi). In diesem Bereich hatte die Donau inzwischen den natürlichen Schotterkörper vollständig ausgeräumt und verlief auf der freigelegten Molasseschicht ca. 3 m unter dem ursprünglichen Niveau.

Ufer der eingetiefen Donau bei Binzwangen

Nachdem das Land Baden-Württemberg angrenzende Flächen erworben hat, standen zwischen Hundersingen und Binzwangen ca. 100 ha für eine Sanierung und Revitalisierung der Donau zur Verfügung.
In einem ersten Schritt hatte die damalige Gewässerdirektion Donau/Bodensee, Bereich Riedlingen, im Frühjahr 2004 das Institut für Landespflege der Universität Freiburg (ILF) damit beauftragt, ein Gewässerentwicklungskonzept für den betreffenden Flussabschnitt auszuarbeiten.
Im Abschlussbericht [KONOLD März 2005] wurden verschiedene Planungsvarianten vorgeschlagen.