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Donausanierung zwischen Hundersingen und Binzwangen ein Projekt des Regierungspräsidium Tübingen und den Landkreisen Biberach und Sigmaringen
Fertige Riegelrampe zur Sohlanhebung der Donau bei Binzwangen, copyright: Regierungspräsidium Tübingen

Informationsstation an der Riegelrampe

​Technisches Herzstück des ersten Bauteils war die Herstellung einer 160 m langen Riegelrampe mit dem Ziel, die Sohle der unterschiedlichen Höhenlage der neuen, renaturierten zur alten, begradigten Donau miteinander zu verbinden. Die Gewässersohle der renaturierten Donau weist ein geringeres Gefälle auf als vor der Maßnahme, daher entsteht dieser Höhenunterschied am Ende der Renaturierungsstrecke. Die Sohle der renaturierten Donau liegt um 2,3 m und der Mittelwasserspiegel um 1,6 m höher als im angrenzenden begradigten Verlauf

In der Riegelrampe fließt das Wasser nunmehr über ineinandergreifende Becken, deren Lage und Höhe genauestens berechnet wurde, in Kaskaden ab. Damit ist die Durchgängigkeit für Fische und andere Wassertiere flussaufwärts und flussabwärts gewährleistet.

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Überdachter Rastplatz mit Informationen zur
Sanierungsmaßnahme Donau

Zwischen 1827 und 1914 wurde die Donau in ihrem Talraum begradigt. In der Folge grub sich die Donau 3 m tief ein. Durch die Sanierung wurde die Donau wieder auf ihr früheres Niveau angehoben. Der Anschluss des neuen an das eingetiefte Flussbett wurde am Ende der Sanierungsstrecke durch die Riegelrampe erreicht. Bei den Baggerarbeiten wurden verschieden Gegenstände und auch alte Baumriesen gefunden. Diese Funde wurden zentral gesammelt.

Informationstafel Hochwasser (pdf, 995 kB)Informationstafel Sanierung (pdf, 1700 kB)

Informationstafel Riegelrampe (pdf, 995 kB)Informationstafel Riegelrampe (pdf, 1300 kB)

Informationstafel Funde (pdf, 995 kB)Informationstafel Funde (pdf, 995 kB)

Pegellatte am Ufer der Donau beim
Bootseinstieg an der Riegelrampe

Flussab der Riegelrampe wurde eine sogenannte Pegellatte aufgestellt. Auf der Pegellatte, welche außerhalb des Donaubettes steht, wurden Hochwassermarken vergangener Hochwasser gesetzt. Wie man sie abliest und was ein Lattenpegel ist wird in der Informationsstation erklärt.
Diese senkrechte Latte zeigt mit unglaublicher Deutlichkeit, wie hoch das Wasser der Donau während der Hochwasserereignisse von 1990, 1995 und weiterer Jahre gestanden hat.
Es ist an schönen Tagen schwer nachvollziehbar, welche Wassermassen die Donau im Hochwasserfall hinab schießen können!

Informationstafel Hochwasser (pdf, 995 kB)Informationstafel Hochwasser (pdf, 995 kB)

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Pegellatte an der Treppe des Bootseinstiegs
an der Riegelrampe

Der aktuelle Wasserstand kann an der Pegellatte, welche an der Treppe für die Kanufahrer angebracht ist, abgelesen werden.
Pegellatten werden mit einem Nullpunkt ins Gewässer eingebracht. Dieser Nullpunkt ist nicht zwingend die Gewässersohle.
Daher ist der Pegelstand nicht gleich dem Wasserstand im Gewässer.

Informationstafel Pegel (pdf, 226 kB)Informationstafel Pegel (pdf, 226 kB)

Doch wie wird der Pegelstand abgelesen?

Schwarze Balken wechseln sich mit gelben ab. Ein solcher Balken entspricht einem Zentimeter. Die aufgeführten Zahlen entsprechen Dezimetereinteilungen. D.h. auch, dass die 10 auf der Latte (10 dm) gleich einem Meter entspricht.

Der nächste digitale und damit auch im Internet abrufbare Pegel befindet sich in Hundersingen. Über die Hochwasservorhersagezentrale der LUBW (Landesanstalt für Umwelt, Messung und Naturschutz Baden-Württemberg) kann der aktuelle, vergangene und vorausberechnete Wasserstand der letzten bzw. nächsten Tage der Donau jederzeit hier abgerufen werden