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Donausanierung zwischen Hundersingen und Binzwangen ein Projekt des Regierungspräsidium Tübingen und den Landkreisen Biberach und Sigmaringen

Leben an der renaturierten Donau

Orchidee

Helm-Knabenkraut.

Die Böden, welche sich an die Donau anschließen, sind nicht sehr tiefgründig. Daher können nur sehr spezialisierte Pflanzen dort leben. Magerrasen und Trockenrasen etabliert sich auf selten überfluteten Rücken, wo kaum Humus eine kiesige oder steinige Schicht bedeckt.
Gerade hier können sich sehr seltene Pflanzen etablieren. So wachsen hier sogar seltene Orchideen, wie das Helm-Knabenkraut.

Kiesel mit Primärvegetation

Kiesel mit Primärvegetation

Es ist lediglich eine Frage der Zeit, wann die Donau das nächste Hochwasser führt. Wer den Kampf dann gewinnt, hängt vom Zeitraum zwischen den Hochwasserereignissen ab. Ist der Zeitraum zum nächsten Hochwasser kurz, wird das Hochwasser mit seiner Gewalt die Kiesinseln verlagern und die Pflanzen wegschwemmen. Dies führt zu neuen Verlagerungen von Inseln und Ufern.

Flussregenpfeifer

Flussregenpfeifer mit Eiern (Nest)

Damit entstehen für den Flussregenpfeifer, den Wappenvogel des IDP, wieder neue Nistplätze auf offenen Kiesflächen.

Kiebitz

Kiebitz

Dauert es länger, bis das Donauhochwasser wieder mit Kraft über die Kiesinsel strömt, kann der Bewuchs sich bereits so fest im Boden verankert haben, dass die Pflanzen den Boden gegen den Strömungsangriff der Donau festhalten. Wenn die Pflanzen den Kampf gewonnen haben und die Kiesinseln bewachsen sind, ergibt sich für andere Tierarten ein passender Lebensraum.
Hieraus ist ersichtlich, dass Veränderung zur Natur gehört und immer wieder neue interessante Lebensgemeinschaften hervorbringt.

Das Renaturierungsprojekt an der Donau zwischen Hundersingen und Binzwangen fördert eine große Vielfalt an Lebensräumen für Pflanzen und Tiere.
Um beobachten zu können, wie sich die Renaturierung auf die Fauna und Flora auswirkt und die zukünftigen Veränderungen an der Donau sich darstellen, wurde ein Monitoringprogramm aufgestellt. Es werden unterschiedlichste Lebewesen und Lebensräume über einen Zeitraum von drei Jahren beobachtet.