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RP Freiburg,  Referat 24 (Recht, Planfeststellung)

Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe - Basel, Planfeststellungsabschnitt 8.1 Riegel - March

Die DB Netz AG plant den viergleisigen Aus- und Neubau der Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel. Ziel ist die Erhöhung der Leistungsfähigkeit sowie die qualitative Verbesserung der bestehenden Schieneninfrastruktur. Der Planfeststellungsabschnitt (PfA) 8.1 Riegel - March hat eine Länge von ca. 11,4 km und erstreckt sich von Riegel über Teningen, Reute und Vörstetten bis nach March. Die südliche Grenze stellt die Gemarkungsgrenze zwischen der Gemeinde March und der Stadt Freiburg dar. Durch die senkrecht zur Gleisachse verlaufende Planfeststellungsgrenze sind im Süden auch in geringem Umfang Flächen der Stadt Freiburg auf der Gemarkung Hochdorf betroffen.

Der Planfeststellungsabschnitt umfasst den nördlichen Bündelungsabschnitt mit der Bundesautobahn A5 (BAB A5) bis zum Erreichen der Gemarkung der Stadt Freiburg. Im Norden schließt der PfA 8.0 mit dem Verknüpfungsbereich an die künftige Autobahnparallele Trasse an, im Süden der Abschnitt 8.2 mit der weiteren Streckenführung entlang der BAB A5. Die Strecke im PfA 8.1 ist als Güterverkehrsstrecke geplant und wird mit einer Leitgeschwindigkeit von 160 km/h trassiert.

Der Verlauf der Trasse im Abschnitt 8.1 ist nahezu vollständig durch die Bündelung mit der BAB A5 und die in diesem Bereich vorhandenen Zwangspunkte bestimmt. Der Abschnitt beginnt nördlich mit einem Abstand zwischen BAB A 5 und Neubaustrecke von ca. 40 Metern und nähert sich dann dem vorgesehenen Regelabstand von ca. 18,5 Metern an. In Abhängigkeit weiterer, im Streckenverlauf vorhandener Zwangspunkte, vergrößert sich der Abstand punktuell auf bis zu 44 Meter. Die Höhenlage der Neubaustrecke entspricht weitgehend dem Bestand der BAB A5, kann aber im Bereich kreuzender Verkehrswege und Gewässer aufgrund unterschiedlicher Höhen bzw. Aufbaustärken voneinander abweichen. Dabei variiert der Höhenunterschied zur Autobahn zwischen ca. minus 1,5 und ca. plus 2,5 Metern. Gegenüber dem Gelände ergibt sich hieraus eine geländenahe Lage bis hin zu einer Dammlage von ca. 8 Metern.

Die Planung der DB sieht eine Vielzahl an Überführungen über Oberflächengewässer und querende Straßen und Wege vor, was zu Auswirkungen auch über den eigentlichen Trassenbereich hinaus führt. Hervorzuheben sind die Querung der Autobahnanschlussstellen Riegel und Teningen sowie die Überführung der Kaiserstuhlbahn.

Bestandteil der Planung sind neben den Eisenbahnbaumaßnahmen auch die teilweise Umgestaltung des betroffenen Wegenetzes und die Durchführung landschaftspflegerischer Maßnahmen im Rand- und Nahbereich der Strecke bzw. im Bereich querender Straßen. Ersatzmaßnahmen sind auch im trassenfernen Bereich vorgesehen. Damit sind auch Flurstücke, welche nicht unmittelbar an die Trasse grenzen, sowie Grundstücke weiterer Gemeinden bzw. Gemarkungen betroffen.

Als aktive Schallschutzmaßnahme werden im PfA 8.1 sowohl Schallschutzwände als auch Schallschutzgalerien sowie Schienenstegdämpfer vorgesehen.

Östlich der geplanten Strecke sind Schallschutzwände auf Höhe der Ortslagen von Hecklingen, Riegel (Waldsiedlung), Teningen (auch im Bereich Gewerbegebiet Rohrlache), Unter-/Oberreute und Schupfholz geplant. Westlich der Neubaustrecke sind Schallschutzwände im Bereich von Riegel, Nimburg, Bottingen und Holzhausen vorgesehen. Die Wände sollen mit unterschiedlichen Höhen zwischen 2,0 m und 6,5 m errichtet werden.

Schallschutzgalerien sind geplant auf Höhe der Ortslagen Riegel-Waldsiedlung, Unter-/Oberreute sowie Holzhausen.

Zu weiteren Einzelheiten des Projekts verweisen wir auf den Erläuterungsbericht und die beigefügten Pläne (s.u.).

Ablauf des Verfahrens:
23.03.2016     Auftrag des Eisenbahn-Bundesamtes zur Durchführung der Anhörung
30.01.2017     Anhörung der Gemeinden, Behörden, Verbände
30.01. -           Auslegung der Planunterlagen zur Einsichtnahme in Riegel, Teningen, Reute,
13.03.2017     Vörstetten, March und Malterdingen

Nächster Schritt im Verfahren wird die Auswertung der Anhörungsergebnisse sein. Anschließend wird eine Erörterung mit den Gemeinden, den Behörden, den Verbänden und den Betroffenen stattfinden. Über diesen Termin wird durch Bekanntmachung informiert werden.

Allgemeine Informationen zum Ablauf von Planfeststellungsverfahren erhalten Sie hier.

Öffentliche Auslegung der Planunterlagen vom 30.01. - 13.03.2017

Die Planunterlagen zu dem Vorhaben liegen von 30.01. bis 13.03.2017 in den Rathäusern von Riegel, Teningen, Reute, Vörstetten, March und Malterdingen zur Einsichtnahme durch die Bürger aus. Betroffene haben bis einschließlich zum 27.03.2017 (Einwendungsfrist) die Möglichkeit gegen die Planung Einwendungen zu erheben.
Um den Bürgern die Information auch über das Internet zu ermöglichen, sind die öffentliche Bekanntmachung der Auslegung und die ausgelegten Unterlagen nachfolgend zum Herunterladen eingestellt.
 
Hinweis:
Einwendungen gegen die Planung können rechtswirksam nur mit unterschriebenem Schreiben und daher nicht per E-Mail erhoben werden.

Bekanntmachung und Pressemitteilung

rtb-8.1-Bekanntmachung Malterdingen.pdfBekanntmachung Malterdingen

rtb-8.1-Bekanntmachung March.pdfBekanntmachung March

rtb-8.1-Bekanntmachung Reute.pdfBekanntmachung Reute

rtb-8.1-Bekanntmachung Riegel.pdfBekanntmachung Riegel

rtb-8.1-Bekanntmachung Teningen.pdfBekanntmachung Teningen

rtb-8.1-Bekanntmachung Vörstetten.pdfBekanntmachung Vörstetten

Hinweis:
Die Bekanntmachung enthält Informationen zu Ort und Zeitraum der Auslegung und zur Einwendungsfrist sowie weitere Hinweise zum Planfeststellungsverfahren.

rtb-8.1-Pressemitteilung.pdfPressemitteilung

Planunterlagen

Die digitalen Planfeststellungsunterlagen stehen während der Offenlage vom 30.01.2017 bis 13.3.2017 HIER zur Einsichtnahme bereit.

Vorgeschichte zum Aus- und Neubau der Rheintalbahn im Planfeststellungsabschnitt 8.1 (Riegel-March)