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RP Freiburg, Wirtschaft und Infrastruktur
  • Abteilung 2 - Beteiligungsportal
    09.02.2017
    RAUMORDNUNGSVERFAHREN für den Trockenabbau von Kies und Sand im Gewann Dellenhau/Gemarkung Hilzingen

    Die Firma Kieswerk Birkenbühl GmbH & Co KG betreibt Kiesabbau am Standort Überlingen am Ried. Die Erschöpfung der Kiesvorräte des Abbaubereichs macht eine Erweiterung erforderlich. Die Erweiterung auf die im Teilregionalplan Oberflächennahe Rohstoffe des Regionalverbands Hochrhein-Bodensee vorgesehenen Vorranggebiete scheitert jedoch aus privatrechtlichen Gründen. In der Folge kann ein in der Regionalplanung einkalkulierter Kiesvorrat im Umfang von über 800.000 m³ nicht abgebaut und dem regionalen Wirtschaftskreislauf zugeführt werden.

    Nach Exploration der Umgebung wurde ein alternatives abbauwürdiges Rohstoffvorkommen im Gewann Dellenhau gefunden. Das Gebiet liegt zwischen den Gemeinden Hilzingen, Gottmadingen, Singen und Rielasingen-Worblingen an der B 34 und ist derzeit mit Wald bewachsen.

    Ziel der Planung ist, durch einen Neuaufschluss im Gewann Dellenhau den Verlust an Rohstoffen für die Region durch die Unmöglichkeit des Abbaus der im Teilregionalplan Oberflächennahe Rohstoffe vorgesehenen Flächen zu kompensieren. Das Kiesvorkommen soll im Trockenabbau verwertet und der Abbaubereich anschließend mit einem standortsgemäßen Mischwald wieder aufgeforstet werden.

    Zweck des Raumordnungsverfahrens ist es, die raumordnerische Zulässigkeit des Vorhabens zu prüfen und zu beurteilen. Dabei wird das Vorhaben mit anderen raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen sowie mit den Erfordernissen der Raumordnung und Landesplanung abgestimmt. Eingeschlossen ist die Prüfung, ob und inwieweit das Vorhaben mit den raumbedeutsamen Belangen des Umweltschutzes vereinbar ist (raumordnerische Umweltverträglichkeitsprüfung). Nicht Gegenstand des Raumordnungsverfahrens sind fachliche Detailfragen, soweit sie nicht im Einzelfall von raumordnerischer Bedeutung sind, sowie berührte private Rechte wie Enteignungs- und Entschädigungsfragen.

    Das Verfahren schließt mit einer raumordnerischen Beurteilung ab, die bei anderen raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen, die das Vorhaben berühren oder betreffen können, sowie bei nachfolgenden Zulassungsverfahren zu berücksichtigen ist. Sie hat gegenüber dem Träger des Vorhabens keine unmittelbare Rechtswirkung und ersetzt keine Genehmigungen, Planfeststellungen oder sonstigen behördlichen Entscheidungen nach anderen Rechtsvorschriften.

    Die Unterlagen liegen bei den Gemeinden Hilzingen, Gottmadingen, Rielasingen-Worblingen und der Stadt Singen zur öffentlichen Einsichtnahme aus.

    Unterlagen (zip-Datei ca. 24 MB)