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RP Freiburg, Wirtschaft und Infrastruktur
 

 Inhaltsabfrage SPBK

 
  • Abteilung 2
    12.11.2019
    Regierungspräsidium spricht sich für Bündelung der Stromtrasse an der A 5 aus
    Behörde erlässt Raumordnungsbeschluss für Ausbau der Hochspannungsleitung bei Schutterwald

    Das Regierungspräsidium Freiburg (RP) spricht sich zum Abschluss eines Raumordnungsverfahrens zur Verstärkung des Stromnetzes von Nord nach Süd für den Rückbau der 220 Kilovolt- Hochspannungsleitung aus, die das Gewerbe- und Industriegebiet von Schutterwald überspannt. Die neue Trasse soll an die A 5 verlegt und mit anderen Hochspannungsleitungen gebündelt werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Behörde.     

    „Wir wollen zum bundesweiten Ausbau der erneuerbaren Energien beitragen. Um den umweltfreundlichen Strom vom Norden in den Süden zu transportieren, müssen wir die Leitungsnetze optimieren Der Raumordnungsbeschluss ist ein wichtiger Schritt, das Stromnetz an die zukünftigen Anforderungen anzupassen“, erklärt Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer.     

    Dem Verfahren sei der Antrag des Netzbetreibers Transnet vorangegangen. Dieser möchte die 220-Kilovolt-Hochspannungsleitung zwischen Karlsruhe und Eichstetten am Kaiserstuhl durch eine 380-Kilovolt-Höchstspannungsleitung ersetzen. Der jetzt erlassene Raumordnungsbeschluss des RP bezieht sich auf den Abschnitt zwischen dem Umspannwerk Offenburg-Weier und der Gemarkungsgrenze zwischen den Gemeinden Neuried und Meißenheim im Bereich der Gemeinde Schutterwald (Ortenau). Dabei habe die Behörde die raumverträglichste Alternative ermittelt. Im Verfahren seien drei Varianten auf ihre Raum- und Umweltverträglichkeit untersucht worden, heißt es aus dem RP.     

    Der zuständige Abteilungspräsident im RP, Johannes Dreier: „Mit der Bündelung der Stromtrassen an der Autobahn schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen werden die Bürgerinnen und Bürger von Schutterwald entlastet. Zum anderen kann durch die Verlegung der Trasse an die Autobahn der Ausbau des Energieversorgungsnetzes möglichst flächen- und landschaftsschonend verwirklicht werden. Im nachfolgenden Planfeststellungsverfahren muss auch im Interesse der Raumschaft geprüft werden, wie die Eingriffe weiter minimiert werden können“. Insbesondere müsse angestrebt werden, Leitungen auf gemeinsamen Strommasten zu bündeln.    

    Das geplante Vorhaben sei mit anderen raumbedeutsamen Planungen, wie dem sechsspurigen Ausbau der A 5, der Ortsumfahrung Elgersweier mit der darin enthaltenen Anschlussstelle Offenburg Süd und dem Ausbau der Rheintalbahn inklusive des Güterzugtunnels Offenburg abgestimmt worden. Der Raumordnungsbeschluss kann auf der homepage des RP Freiburg (www.rp-freiburg.de) unter der Rubrik „Aktuelles“ abgerufen werden.