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Referat 44 (Straßenplanung)  des Regierungspräsidium Freiburg

Planung der Bundesautobahn A 98

Die Bundesautobahn A 98 ist ein zentrales Verkehrsinfrastrukturprojekt im Regierungsbezirk Freiburg. Ganz im Süden des Landes, an den Ausläufern des Schwarzwaldes und in unmittelbarer Nähe des Hochrheins, entsteht abschnittsweise von West nach Ost die einzige neue Autobahn in Baden-Württemberg.

Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist wesentlicher Bestandteil eines starken und dynamischen Wirtschaftsstandortes. Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur sichern die Wettbewerbsfähigkeit der Regionen und sorgen für die Stärkung strukturschwacher Räume.

Wo konkret in Deutschland Bundesfernstraßen gebaut bzw. ausgebaut werden sollen, hat der Deutsche Bundestag zuletzt am 16. 10. 2004 mit dem Fernstraßenausbauänderungsgesetz beschlossen. Die einzelnen Planungen werden im Bundesverkehrswegeplan dargestellt. Dort ist die Hochrheinautobahn A 98 bisher als neue Autobahn in Baden-Württemberg aufgeführt. Der Bundesverkehrswegeplan wird 2015/2016 fortgeschrieben.

Die Region am Hochrhein ist ein ökologisch sehr hochwertiges Gebiet, das durch den Bau der Straße direkt und indirekt belastet wird. An Planung und Ausführung werden des­halb auch in ökologischer Hinsicht überdurchschnittliche Ansprüche gestellt.

A 98 - Übersicht


  • Abschnitte 1-3: Weil am Rhein - Lörrach-Ost; Verkehrsfreigabe 1986

  • Abschnitt 4: Lörrach-Ost - Autobahndreieck Hochrhein (und A 861 - Grenze CH); Verkehrsfreigaben 2006 und 2010
  • Autobahndreieck Hochrhein - Karsau; im Bau
Der 5,5 km lange Abschnitt A98.4 zwischen Lörrach-Ost und dem Autobahndreieck Hochrhein bei Rheinfelden und die 4,5 km lange Querspange A861 durch den Nollingerberg-Tunnel und die neue Rheinbrücke in die Schweiz wurden bereits 2006 und 2010 dem Verkehr übergeben. Ein Teil des Abschnitts A98.4 ist allerdings noch nicht fertig: Die 2 km lange Fortführung östlich des Autobahndreiecks Hochrhein bis zur Anschlussstelle Rheinfelden-Ost bei Karsau / Minseln ist noch im Bau. Abschnitte in der Planung.


Der Abschnitt A 98.5 zwischen Rheinfelden-Ost (Karsau / Minseln) und Schwörstadt wurde verkürzt, damit in diesem Abschnitt noch keine Vorentscheidung über die Trassenvarianten im Abschnitt A 98.6 fällt. Der RE-Vorentwurf wurde im November 2015 dem MVI zur Genehmigung vorgelegt, verbunden mit der Bitte um Einholung des Sichtvermerks beim BMVI. Nach Zustimmung der Ministerien ist dann der Weg zur Offenlage der Planung im Zuge des Planfeststellungsverfahrens frei.


Für den Abschnitt A98.6 zwischen Schwörstadt und Murg wurde 2013 das Bürger-Forum am Hochrhein durchgeführt. Ergebnis des Bürgerforums war, dass alle vier diskutierten Varianten grundsätzlich technisch machbar sind. Das Land hat alle Varianten – sowohl als Autobahn als auch als Bundesstraße – dem Bund für die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans gemeldet.


  • Abschnitt 7: Murg - Hauenstein, Verkehrsfreigabe 2012

  • Abschnitte 8 + 9: Hauenstein - Tiengen; Vorplanung
Für die beiden 13 km langen Abschnitte A 98.8 und A 98.9 Hauenstein - Waldshut - Tiengen liegen verschiedene Variantenuntersuchungen vor. Derzeit ruhen hier aber die Planungen.


  • Abschnitt 10: Tiengen - Lauchringen; Verkehrsfreigabe 1997
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A 98.5 - Karsau - Schwörstadt

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Mit Unterstützung eines externen Fachbüros arbeitet das Regierungspräsidium Freiburg die Planung im Abschnitt A 98.5 aus. Mittlerweile wurde der RE-Vorentwurf erstellt und im November 2015 dem MVI zur Genehmigung vorgelegt, verbunden mit der Bitte um Einholung des Sichtvermerks beim BMVI. Nach Zustimmung der Ministerien ist dann der Weg zur Offenlage der Planung im Zuge des Planfeststellungsverfahrens frei.
 
In die Umsetzung der vorgezogenen naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen ist das Regierungspräsidium bereits im ersten Halbjahr 2014 eingestiegen, um den straßenbaubedingten Eingriff in den Naturhaushalt zu kompensieren. Dazu hat es für etwa 75 ha Waldfläche Vereinbarungen mit den Städten Lörrach, Rheinfelden, Schopfheim, der Gemeinde Schwörstadt und dem Staatsforst abgeschlossen und erste Flächen mit standortgerechten Baumarten für einen naturnäheren Waldaufbau aufforsten lassen.
 
Biotop- und Artenkartierungen gewährleisten die notwendige Aktualität der umweltfachlichen Unterlagen.
 
Die Straßenplanung selbst ist überarbeitet worden, da die Planungsvariante des Abstiegs bei Schwörstadt maximal ein Gefälle von 4 % haben darf - und nicht wie bisher angenommen ein Gefälle von 6 %. Der Abstieg mit einem geringeren Gefälle braucht daher auch eine längere Strecke. Damit im Abschnitt 5 noch keine Vorentscheidung über die Trassenvarianten in Abschnitt 6 fällt, muss der Abschnitt 5 um rund 650 Meter Richtung Westen verkürzt werden. Dort teilen sich dann die verschiedenen Trassenvarianten des Abschnitts 6.
 
Im Fall der Taltrasse rückt die Wolfsgrabenbrücke damit um ca. 50 m näher an Schwörstadt heran und liegt ca. 5 m tiefer. Untersuchungen des Regierungspräsidiums zur veränderten Lärmentwicklung haben ergeben, dass die Immissionsgrenzwerte der 16. BImSchV in allen Varianten des Abschnitts 6 – ob am Berg oder im Tal - deutlich unterschritten werden.
 
Das Regierungspräsidium Freiburg ist mit seinen Mitarbeitern mit vollem Einsatz an der weiteren Planung. Die Verkehrsentlastung am Hochrhein im Konsens mit der Region ist nach wie vor das angestrebte Ziel.
 

Der Fortgang der Planungen wurde zuletzt am 20. Juli 2015 bei der Politischen Begleitgruppe in Bad Säckingen vorgestellt.

Pressemitteilung - Bund stimmt geplanter Überdeckelung der A 98 bei Karsau zu

Präsentation - Politische Begleitgruppe am 20. Juli 2015 im Trompeterschlösschen in Bad Säckingen
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Ökologie - A 98.5

Am 19. November 2015 hat die Ökologische Begleitgruppe A 98.5 zum zweiten Mal getagt. Dabei wurden die Umweltplanung des RE-Vorentwurfs und die Ergebnisse der Kartierungen 2015 vorgestellt. Derzeit werden für Ausgleichsmaßnahmen noch weitere Offenland-Flächen gesucht.

A98-praesentation19112015.pdfPräsentation vom 19.11.2015

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A 98.6 - Schwörstadt - Murg

Logo Bürger-Forum am HochrheinAn der Weiterplanung des Abschnitts 6 hat das Regierungspräsidium die Region im Jahr 2013 über das Bürgerforum am Hochrhein beteiligt, um die Planung transparent zu machen. Insgesamt wurden 4 Varianten betrachtet.
 
Ergebnis des Bürgerforums war, dass alle vier Varianten grundsätzlich technisch machbar sind und keine Variante eindeutige Vor- oder Nachteile hat.

Alle Trassenvarianten verlaufen in nördlicher Lage von Bad Säckingen, mit Tunneln im Grundgebirge in unterschiedlicher Tiefenlage durch das Heilquellenschutzgebiet Bad Säckingen Sein Schutz ist ein wichtiges Kriterium innerhalb des Variantenvergleichs. Seit 29. Februar 2016 hat das Regierungspräsidium Erkundungsbohrungen für die A98 im Raum Bad Säckingen begonnen, mit deren Hilfe der Zustrombereich der Bad Säckinger Thermal- und Mineralquellen erkundet wird, um die Auswirkungen der verschiedenen Trassenvarianten der A98 auf die Heilquellen besser beurteilen zu können. Erste Ergebnisse werden voraussichtlich Ende 2016 vorliegen. Die Bohrungen werden umweltfachlich überwacht durch eine Umweltbaubegleitung um erhebliche Störungen der Fauna zu vermeiden.
Das Regierungspräsidium bittet um Verständnis für die mit den Erkundungsbohrungen verbundenen Beeinträchtigungen im Naherholungswaldgebiet.

Das Regierungspräsidium hat daher für den neuen Bundesverkehrswegeplan 2015 dem Ministerium für Verkehr und Infrastruktur in Stuttgart (MVI) alle vier Varianten des Bürgerforums - nach Aufforderung des Bundes - sowohl als Autobahn- als auch als Bundesstraßenvariante vorgelegt. Das MVI hat diese Varianten dem Bund für die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans gemeldet. 
 
Die Kosten werden nach neueren Berechnungen bei allen Varianten höher sein als zur Zeit des Bürgerforums angenommen. Bei der Kombitrasse mit langem Röthekopftunnel sind die Kosten aber am stärksten gestiegen. Die beiden Bergtrassen und die modifizierte Kombitrasse (Taltrasse) bewegen sich aus Kostensicht nach wie vor in einer vergleichbaren Größenordnung.

Der Fortgang der Planungen wurde zuletzt am 20. Juli 2015 bei der Politischen Begleitgruppe in Bad Säckingen vorgestellt.

presse-A98.6-erkundungsbohrung.pdfPressemitteilung - Erkundungsbohrungen für die A 98 im Raum Bad Säckingen (Kreis Waldshut) laufen ab Montag, 29. Februar

Abschlussbericht - A 98.6 des Bürgerforums am Hochrhein

Pressemitteilung - Bund stimmt geplanter Überdeckelung der A 98 bei Karsau zu

Präsentation - Politische Begleitgruppe am 20. Juli 2015 im Trompeterschlösschen in Bad Säckingen