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RP Freiburg, Straßenwesen und Verkehr
  • 17.09.2020
    Ortsumfahrung Tannheim (Villingen-Schwenningen) wird saniert
    Regierungspräsidium: 2012 in Pilotprojekt eingebauter Asphalt hat sich nicht bewährt

    Bereits seit Montag, 14. September, saniert das Regierungspräsidium Freiburg (RP) die Ortsumfahrung Tannheim (L 181, Villingen-Schwenningen). Die Straße ist voll gesperrt, der Verkehr wird durch Tannheim (Villingen-Schwenningen) geführt. Die Bauarbeiten sollen spätestens Ende September abgeschlossen sein.    

    Die Ortsumfahrung wurde bereits 2012 saniert. Der damals verwendete Asphalt war im Zuge einer Pilotstrecke des Landes Baden-Württemberg eingebaut worden. Seinerzeit sollte möglichst viel von dem abgefrästen Asphalt wieder in einem neuen Asphalt verwendet werden. Deshalb wurde die neue Asphalttragschicht, Asphaltbinderschicht und Asphaltdeckschicht mit einer Zugabe von 80 bis 90 Prozent recyceltem Asphalt eingebaut.     

    Nach Ende dieses landesweiten Versuchs habe sich herausgestellt, dass bei mehreren Versuchsstrecken die Haltbarkeit der Deckschicht nicht ausreichend war. Deshalb sei entschieden worden, keine neuen Deckschichten mehr mit einem solch hohen Anteilen an Recyclingasphalt herzustellen, heißt es aus dem RP.  Nun sollen weitere Erfahrungen gesammelt werden, mit welchen Zusatzmitteln welche Zugabemengen eines bereits einmal recycelten Asphalts möglich sind. Dazu wurde mittlerweile die Asphaltdeckschicht abgefräst. Es werden zwei Versuchsstrecken mit unterschiedlichen Verfahren bei der Mischgutherstellung aufgebracht, um die Dauerhaftigkeit der neuen Deckschichten zu prüfen und daraus Schlüsse für die Zukunft anderer Straßen mit mehrmals recyceltem Material ziehen zu können. Des Weiteren solle festgestellt werden, welches Verfahren zur Auffrischung vom im Asphalt vorhandenen Bitumen besser geeignet ist. Das RP weist darauf hin, dass durch die Untersuchungen im Labor und die Erstellung der Erstprüfungen der neue Asphalt nicht gleich nach dem Fräsen eingebaut werden kann. Deshalb gebe es in der Bauphase Zeiten, in der die Arbeiten auf der Baustelle ruhen.

    Das Regierungspräsidium Freiburg bittet die betroffenen Verkehrsteilnehmer und Anlieger um Verständnis für die eventuell auftretenden Verkehrsbehinderungen.

     

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