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RP Freiburg, Straßenwesen und Verkehr
  • 26.04.2017
    Machbarkeitsstudien für Radschnellwege in Südbaden werden bezuschusst
    Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer übergibt Verbandsdirektor Dr. Dieter Karlin vom Regionalverband Südlicher Oberrhein Förderbescheide in Höhe von 154.000 Euro

    ​Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer hat Dr. Dieter Karlin, dem Verbandsdirektor des Regionalverbands Südlicher Oberrhein, die Förderbescheide für die Machbarkeitsstudien für vier Radschnellwege im Regierungsbezirk überreicht. Dabei geht es um die Realisierung von vier Korridoren in den Großräumen Freiburg und Offenburg als Regionen mit dem größten Potenzial, heißt es in einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Freiburg.

    Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Auch im Hinblick auf die rasante Zunahme der E-Bikes werden Radschnellwege in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Ich bin überzeugt, dass ein attraktives Radschnellwegnetz dazu führen wird, dass viele Berufspendlerinnen und -pendler auch bei größeren Distanzen auf das Fahrrad umsteigen.“

    Die vier Machbarkeitsstudien kosten zusammen 193.000 Euro und werden zu 80 Prozent (154.000 Euro) vom Land Baden-Württemberg bezuschusst. Auch die Bundesregierung hat das Potenzial von Radschnellwegen erkannt und möchte ihren bundesweiten Ausbau für Pendlerinnen und Pendler forcieren. 25 Millionen Euro stellt Berlin dafür insgesamt zur Verfügung, womit vor allem das Straßennetz der großen Ballungsräume entlastet werden soll.

    Verbandsdirektor Dieter Karlin dankte für diese finanzielle Unterstützung sowie für die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Landesverkehrsministerium und dem Regierungspräsidium: „Mit dieser erheblichen Kofinanzierung können wir nun beispielgebend in Baden-Württemberg leistungsfähige Radschnellverbindungen als neues Infrastrukturelement in unserer Region Südlicher Oberrhein entwickeln. Bedeutende Wirtschaftsunternehmen der Region haben angesichts der in den letzten 10 Jahren um 23 % in unserer Region gestiegenen Berufspendlerzahlen ein erhebliches Interesse an deren Realisierung gezeigt“, so Karlin.

    Der Regionalverband Südlicher Oberrhein hatte im Sommer 2016 eine Potenzialanalyse für mögliche Radschnellwege in Auftrag gegeben. Kriterien waren unter anderem Pendlerinnen- und Pendlerverflechtungen, Bevölkerungs- und Arbeitsplatzdichte, Lage von Schul- und Hochschulstandorte sowie andere Regionaldaten. Es kristallisierten sich sieben der 17 geprüften Korridore als so vielversprechend heraus, dass sie die notwendigen Potenziale aufwiesen. Vier davon waren so gut, dass der Planungsausschuss die Entscheidung traf, Machbarkeitsstudien konkret auszuschreiben.

    Dabei geht es um die Strecken von Freiburg nach Emmendingen bzw. Waldkirch und nach March sowie von Offenburg nach Lahr und nach Gengenbach. Bei der Machbarkeitsstudie geht es um umsetzungsfähige Varianten mit detaillierten Trassenbeschreibungen einschließlich Querungen und Kreuzungen mit anderen Infrastrukturen sowie eine städtebauliche, gestalterische und verkehrliche Einbindung. Allein auf den beiden Ästen Richtung Freiburg gibt es ein Potenzial von mehr als 11.000 Pendlerinnen und Pendler, die zum Umstieg auf das umweltfreundliche Rad animiert werden könnten. Dabei ist eine enge Vernetzung bestehender Wege mit dem RadNETZ Baden-Württemberg und den Radvorrangrouten in Freiburg angedacht. Radschnellwege zeichnen sich dadurch aus, dass sie relativ kreuzungsfrei geführt werden und somit ein schnelleres Vorwärtskommen als klassische Radwege ermöglichen sollen. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudien sollen in etwa einem Jahr vorliegen.