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Referat 52 (Gewässer und Boden) des Regierungspräsidium Freiburg


​Referat 52 - Gewässer und Boden

Nutzen und schützen

Wir koordinieren fachliche Belange für die Bereiche der Wasserwirtschaft sowie des Bodenschutzes und der Altlasten. Unsere Gewässer und Böden sind unabdingbare Grundlage für Natur und Mensch, daher müssen sie nachhaltig geschützt und entwickelt werden. Wir helfen mit, dass das Trinkwasser die Bürger erreicht und dass Gewässer auch weiterhin als Naturräume für vielfältiges Leben zur Verfügung stehen. Wir gewährleisten dies mit dem Schutz unserer Grundwasservorräte, einer zukunftsträchtigen Wasserversorgung sowie der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie.

Die Kraft des Wassers kann aber auch zur Gefahr werden. Deshalb bietet die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie ein Portfolio an Maßnahmen zum Schutz der Menschen in Überschwemmungsgebieten. Genauso wertvoll wie das Wasser – nur häufig viel weniger beachtet - sind unsere Böden, daher müssen auch sie vor schädlichen Veränderungen geschützt werden. Hierzu benötigen wir vorsorgendem Bodenschutz aber auch die Altlastensanierungen, um Fehler aus der Vergangenheit zu korrigieren.

Zahlreiche ergänzende Förderprojekte in allen diesen Bereichen werden vor Ort umgesetzt. Des Weiteren beraten wir Kommunen, Zweckverbände, Land- und Stadtkreise in fachlichen und verwaltungstechnischen Fragen und übernehmen die Koordinierung bei landkreisübergreifenden Projekten. 

Grundwasserschutz und Wasserversorgung

Beim Grundwasserschutz steht der Vorsorgegedanke im Mittelpunkt. Geplante und bestehende Nutzungen wie z.B. Industrieanlagen, Infrastrukturmaßnahmen, Kiesabbau, Erdwärmesonden sowie Landwirtschaft und Gartenbau werden hinsichtlich ihrer Grundwassergefährdung und damit auf ihre Zulässigkeit geprüft. Sollte die Nutzung die Belange des Grundwasserschutzes beeinträchtigen, müssen Maßnahmen zur Verbesserung entwickelt und eingeführt werden.

 

Das Grundwasser, das für die Trinkwasserversorgung verwendet wird, nimmt eine besondere Stellung ein. Hier gelten erhöhte Schutzanforderungen, denen durch die Ausweisung von Wasserschutzgebieten Rechnung getragen wird. Mit derzeit 928 rechtskräftig festgesetzten Wasserschutzgebieten und einer Fläche von 1749km2 (Stand 30.11.2016) sind ca. 19% der Fläche des Regierungsbezirks Freiburg als Schutzgebiete ausgewiesen.

 

Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) hat das Ziel, einen guten chemischen und mengenmäßigen Zustand des Grundwassers und einen guten ökologischen und chemischen Zustand der Oberflächengewässer zu erreichen. Unser Fachreferat koordiniert im Grundwasserbereich die hierbei erforderlichen vielfältigen wasserwirtschaftlichen Aktivitäten.

 

Die öffentliche Wasserversorgung ist eine Aufgabe der Daseinsvorsorge. Hierzu beschäftigt sich das Regierungspräsidium mit folgenden Themen:

 
  • Wassergewinnung (aus Grund- und Quellwasser- oder aus oberirdischen Gewässern)
  • Wasserförderung, -speicherung und –verteilung
  • Versorgungssicherheit 

In diesem Rahmen beraten und fördern wir Kommunen bei der Umsetzung von Maßnahmen der öffentlichen Wasserversorgung sowie bei der Erstellung von Strukturgutachten. Die Fachförderung unterstützt die Schaffung von gleichwertigen Lebensbedingungen, d.h. einer qualitativ und quantitativ guten Versorgungssituation in den 294 Gemeinden im Regierungsbezirk Freiburg.

Hochwasserschutz, Wasserbau und Gewässerökologie

Unser Ziel ist es, Hochwassergefahren durch technische Maßnahmen und Vorsorge zu mindern. Im Fachbereich Wasserbau und Hochwasserschutz werden daher wasserbauliche Maßnahmen der Gemeinden zur Verbesserung der Infrastruktur nach den „Förderrichtlinien Wasserwirtschaft“ gefördert. Unser Augenmerk gilt aber auch der Sicherheit von bereits bestehenden Anlagen wie Talsperren und Hochwasserrückhaltebecken.

Referat 52 fördert darüber hinaus gewässerökologische Maßnahmen. Naturnahe Fließgewässer sind selten geworden. Ein Großteil der Bäche und Flüsse ist durch Verrohrungen und Begradigungen mehr oder weniger stark ausgebaut. Renaturierungen sollen aus eingezwängten Kanälen wieder lebendige Gewässer mit vielfältigen ökologischen Funktionen machen.
Wir unterstützen und beraten die gewässerunterhaltungspflichtigen Gemeinden, die Verbände sowie die Stadt- und Landkreise bei der Planung und Durchführung von Gewässerrenaturierungs- und entwicklungsmaßnahmen. 

Die Förderanträge aus den genannten Bereichen Wasserbau, Hochwasserschutz und Gewässerökologie werden im Fachbereich priorisiert, bewilligt und abgewickelt. Hierzu werden jährlich, landesweit ca. 49 Mio. € Fördermittel gewährt.

weitere Informationen

Förderung: Gewässerentwicklung

Hochwasserrisikomanagement

 
​Im Rahmen der Umsetzung der europäischen Hochwasserrisikomanagementrichtlinie sind wir für die Erstellung und Fortschreibung des Hochwasserrisikomanagementplans für das Bearbeitungsgebiet Hochrhein zuständig.
 
Auf regionaler Ebene koordinieren und bündeln wir die Hochwasserrisikomanagementplanung der zuständigen Akteure und dokumentieren den Fortschritt der Maßnahmenumsetzung in öffentlich zugänglichen Maßnahmenberichten.


Europäische Hochwasserrisikomanagement-richtlinie (HWRM-RL)

boden.jpgBodenschutz und Altlasten

Der Fachbereich Bodenschutz / Altlasten umfasst den vorsorgenden und nachsorgenden Bodenschutz.

Im vorsorgenden Bodenschutz liegt das Augenmerk auf der Vermeidung schädlicher Bodenveränderungen. Dies betrifft zum einen den Umgang mit (Schad-)stoffen in Böden, die Vermeidung von Schadstoffeintrag und -freisetzung. Zum anderen umfasst die Vorsorge den physikalischen Bodenschutz, z.B. Maßnahmen und Empfehlungen zur Verringerung von Verdichtung oder Erosion. Weiterhin wirken wir auf einen sorgsamen Umgang mit Boden und Fläche hin. Um wirkungsvoll Boden zu schützen, muss das Bewusstsein für „Boden als wertvolles Gut“ gestärkt werden.

Im nachsorgenden Bodenschutz sind - neben der Förderung von Altlastenbearbeitung und –sanierung - die großflächigen schädlichen Bodenveränderungen infolge des historischen Bergbaus und geogen erhöhter Schadstoffgehalte von besonderer Bedeutung. Insgesamt wurde im Bereich Altlasten zur Gefahrenabwehr seit 1988 ca. 4000 kommunale und private Fälle priorisiert, bearbeitet sowie Untersuchungen und Sanierungen gefördert.

Referatsleitung



Frank Bohlen
Ltd. Baudirektor
Telefon  0761 208-4334
EMail abteilung5vz@rpf.bwl.de

Stellvertretung

Matthias Groteklaes
Baudirektor
Telefon  0761 208-4207
EMail abteilung5vz@rpf.bwl.de