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Referat 53.1 (Gewässer 1.Ordnung Hochwasserschutz, Planung und Bau) des Regierungspräsidium Freiburg
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Umstrukturierung der Kander auf der Gemarkung Eimeldingen im Landkreis Lörrach

​Ausgangssituation

Die in den 50er Jahren naturfern ausgebaute Kander wurde zwischenzeitlich mit einer Gewässerverlegung gewässerökologischen durchgängig an den Oberrhein angebunden. In den Jahren 2002 erfolgte eine weiterführende naturnahe Umgestaltung bis Fluss-km 0+575. Ab km 0+610 (best. Pegelanlage Märkt) ist die gewässerökologische Durchgängigkeit durch einen 2,50 m hohen Absturz unterbrochen und der weiterführende Gewässerabschnitt ist in einem Doppeltrapezprofil mit seitlicher Uferpflasterung sowie mit weiteren Wanderungshindernissen naturfern ausgebaut.

Ziele

Im Vorgriff der im Jahre 2019 noch herzustellen Umgestaltung des Absturzes und der Verlegung der best. Pegelanlage, ist für den kommenden Bauabschnitt die strukturelle Aufwertung des Doppeltrapezprofils von Fluss-km 0+650 bis 1+500 auf einer Länge von 925 m geplant. Das wesentliche Ziel dieser Maßnahme ist die ökologische Verbesserung der Wasserwechselzone und die Erhöhung der Strömungsvielfalt. Im Idealfall wird hierdurch eine Sohlauflandung mit natürlich entstehenden Kiesbänken, Geschiebeverlagerungen und kleinräumigen Sohl- und Uferstrukturen erreicht.

​Maßnahmenbeschreibung

Im Zuge der Umgestaltungsmaßnahmen wird die beidseitige Uferpflasterung im Mittelwasserprofil entfernt und durch Lenkbuhnen mittels Baumbuhnen und Blocksteinen sowie eingegrenzten ingenieurbiologischen Ufersicherungen ersetzt. Als ergänzende Strukturverbesserung werden unterschiedlich variierende Totholzeinbauten als Fischunterstände wie auch zur Geschiebestrukturierung eingebaut. Diese Maßnahmen dienen gleichzeitig einer eingegrenzten Eigenentwicklung innerhalb der vorhandenen Gewässereintiefung. Der im Hochgestade beidseitig vorhandene Gehölzsaum bleibt zwecks Beschattung weiterhin erhalten.

Zu Anfang Februar waren 2/3 der gesamten Baustrecke bis auf zusätzliche Totholzeinbauten fertiggestellt. Der restliche Umgestaltungsabschnitt kann aus Gründen der Fischschonzeit erst ab Juni 2019 fertiggestellt werden. Anstelle der rückgebauten Uferpflasterung, wurde beidseitig die gesamte Länge des Ufers mit Fichtenwipfel und Weiden, sowie einer Strauchunterlage gesichert. Mit dem rückgebauten Ufer aus der Vorlandfläche (Kies- und Schottermaterial) konnten unregelmäßig angelegte Kiesinseln in die Sohle eingebracht werden. Diese werden bei unterschiedlichen Abflüssen mit der Eigenentwicklung natürlich geformt, verlagert oder abgetragen. Die derzeit noch teilweise vorhandene Überbreite wird mit zusätzlichen Totholzeinbauten minimiert.

Bauzeit und Kosten

Mit der Maßnahme wurde im August 2018 begonnen und sie wird aller Voraussicht nach im Juni diesen Jahres abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten betragen ca. 230.000 €.

​Ansprechpartner

Regierungspräsidium Freiburg
Dienstsitz Bad Säckingen
Christoph Dörflinger
Rathausplatz 5
79713 Bad Säckingen
Telefon  07761 5506-6717