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Referat 53.1 (Gewässer 1.Ordnung Hochwasserschutz, Planung und Bau) des Regierungspräsidium Freiburg
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Ausbau und Ertüchtigung des Schutterentlastungskanals (SEK) zur Sicherstellung eines 100-jährlichen Hochwasserschutzes

​Ausgangssituation

Der SEK leitet die Hochwasserabflüsse aus der Talschutter direkt zum Rhein und entlastet die stark hochwassergefährdete Schutter-Unditz-Niederung zwischen Kehl und Lahr deutlich. Im Zuge einer Flussgebietsuntersuchung für das Einzugsgebiet der Talschutter hat sich gezeigt, dass die Leistungsfähigkeit des Schutterentlastungskanals in Teilstrecken nicht ausreichend ist, um ein 100-jährliches Hochwasser sicher abzuleiten. Geotechnische Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass die Dämme des Schutterentlastungskanals nicht den Regeln der Technik entsprechen (inhomogener Aufbau z.T. mit Bauschutt, fehlende Dichtung etc.). Die betroffene Kanallänge von der Kläranlage Nonnenweier bis zur Kläranlage Lahr beträgt ca. 5,5 km, da die Dämme auf beiden Seiten ertüchtigt werden, ergibt sich eine Dammbaumaßnahme von ca. 11 km Länge. Zusätzlich müssen 4 Düker, die den SEK unterqueren neu gebaut werden. Die größte Schwachstelle bildet der etwa 1,0 km lange Kanalabschnitt bei Nonnenweier, etwa zwischen der Kläranlage Nonnenweier und der L100, bei welchem eine direkte Gefahr von Überströmungen im Falle eines 100-jährlichen Hochwassers bestand. Dieser Abschnitt wurde im Jahr 2017 ertüchtigt. Im Jahr 2018 wurde ein weiterer Abschnitt, von der Landstraße L100 am Ortsausgang von Nonnenweier bis zur Wirtschaftswegbrücke beim Niederendweg, mit einer Länge von 2 x 800 m saniert.

​Ziele

Ziel ist ein 100-jährlicher Hochwasserschutz mit 80 cm Freibord. Die Dämme werden entsprechend dem Stand der Technik ertüchtigt, bzw. neu errichtet. Bestehende Düker werden aufgrund der schlechten Bausubstanz neu errichtet. Im Zuge der Maßnahme wird den Belangen des Naturschutzes, des Denkmalschutzes, der Landwirtschaft und des Forstes durch zahlreiche Ausgleichsmaßnahmen und Wiederaufforstungen Rechnung getragen.

Maßnahmenbeschreibung

Das eigentliche Vorhaben umfasst Dammbaumaßnahmen beidseitig des SEK mit einer Gesamtlänge von 11,2 km. Hierfür sind zwei Ausbauabschnitte mit jeweils drei Bauabschnitten vorgesehen. Im Ausbauabschnitt 1 wird die Abflussleistung dadurch erhöht, dass der rechte Damm um ca. 10 m nach Norden verschoben wird. Der linke Damm wird erhöht und die wasserseitige Böschung abgeflacht. Im Ausbauabschnitt 2 bleiben die Dammachsen erhalten und die wasserseitigen Böschungen werden abgeflacht. Zudem werden beidseitig Dammverteidigungswege angelegt. Derzeit wird der 3. Bauabschnitt (ca. 2 x 1,3 km Dammlänge) zwischen der Wirtschaftswegbrücke beim Niederendweg und der Autobahn ertüchtigt.   

Bauzeit und Kosten

Mit den Bauarbeiten wurde im Mai 2016 begonnen. Die Sanierung soll in 6 Bauabschnitten erfolgen und im Jahr 2022 abgeschlossen sein. Vor den eigentlichen Dammbaumaßnahmen müssen zunächst die vier vorhandenen Düker (Gewässerunterquerungen) erneuert werden. Die gesamten Baukosten belaufen sich auf ca. 22 Mio. €.