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Referat 53.1 (Gewässer 1.Ordnung Hochwasserschutz, Planung und Bau) des Regierungspräsidium Freiburg


Verbesserung des Hochwasserschutzes an der Acher

​Ausgangssituation

 
Wie Voruntersuchungen nachgewiesen haben, entspricht der Schutzgrad der Acherdämme im Bereich zwischen der Bahnbrücke und dem Acherknie bei Gamshurst lediglich einem ca. 20-jährlichen Hochwasserabfluss. Höhere Wasserstände führen in der Folge zu Überflutungen von nahe gelegenen Gewerbe- und Siedlungsflächen. Auch wichtige Straßenverbindungen wie der Autobahnzubringer L87 sind davon betroffen. Darüber hinaus konnte aufgezeigt werden, dass die kanalartig ausgebaute Acher den guten ökologischen Zustand, wie ihn die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) fordert, nicht erreicht. Zwei große Abstürze im Planungsgebiet verhindern eine Durchwanderbarkeit für wassergebundene Lebewesen. Zudem fehlen abwechslungsreiche Ufer- und Sohlstrukturen. Für den Ausbau des oben genannten Abschnitts ist der Landesbetrieb Gewässer beim RP Freiburg zuständig, da die Acher ab der Bahnbrücke ein Gewässer erster Ordnung ist.
 

​Ziele

 
Ziel ist es den Hochwasserschutzgrad an der Acher auf ein 100-jährliches Ereignis auszubauen und gleichzeitig eine Verbesserung des aquatischen Lebensraums auf der gesamten Länge der Maßnahme zu erreichen.
 

​Maßnahmenbeschreibung

 
Zur Erhöhung der Hochwassersicherheit wurden zahlreiche Maßnahmen an der Acher auf Realisierbarkeit und Wirksamkeit geprüft, unter anderem Dammerhöhungen und - rückverlegungen, Profilaufweitungen und Sohlvertiefungen. Die Gesamtmaßnahme ist in zwei verschiedene Abschnitte unterteilt. Im ersten Abschnitt von der Bahnbrücke bis zum Reitclub Achern ist eine in Fließrichtung linksseitige Profilaufweitung mit gleichzeitiger Sohlvertiefung geplant. Im zweiten Abschnitt vom Reitclub Achern bis zum Acherknie bei Gamshurst wird ein neuer Damm entlang der Landesstraße L87 errichtet, um die Überschwemmungsbereiche auf nicht besiedelte Gebiete zu verlagern.
Gleichzeitig mit den Maßnahmen des Hochwasserschutzes wird eine Verbesserung des ökologischen Gewässerlebensraumes angestrebt. Hierfür sollen im oberen Ausbauabschnitt die Abstürze in durchwanderbare Rampen umgestaltet, die vorhandenen Sohlpflasterungen zugunsten eines natürlichen Sohlsubstrates ersetzt und flache Bermen für Kraut- und Röhrichtbewuchs angelegt werden. Strömungslenkende Buhnen, der Einbau von Totholz und zahlreiche Fischunterstände ergänzen die ökologischen Strukturverbesserungen im unteren Abschnitt. Als erste „Vorwegmaßnahme“ findet in 2020 eine Umverlegung diverser Leitungen statt.
 

​Bauzeit und Kosten

 
Die voraussichtliche Bauzeit ist auf 3 Jahre angesetzt. Die Baukosten belaufen sich auf rund 8,5 Millionen Euro für die Gesamtmaßnahme.
 

Ansprechpartner


Dienstsitz Offenburg
Sven Nendzynski
Wilhelmstraße 24
77654 Offenburg
Telefon 0781/12471 1709