Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: RP Internet »Freiburg »Abteilung 5 »Referat 53.1 »Rückbau der Wehrschwelle Ludwigstal
Referat 53.1 (Gewässer 1.Ordnung Hochwasserschutz, Planung und Bau) des Regierungspräsidium Freiburg

Rückbau der Wehrschwelle Ludwigstal

Ausgangssituation

Das Untersuchungsgebiet umfasst die Donau und das angrenzende Ufer jeweils 150 m flussauf und 150 flussab der Schwelle Ludwigstal. Das Oberwasser ist bis zu 200 cm tief und durch das Wehr in der Fließgeschwindigkeit verlangsamt. Unterhalb des Tosbeckens nimmt die Gewässertiefe ab und es haben sich Kiesbänke gebildet, die zum Teil fast vollständig mit Rohrglanz-Röhricht bestanden sind.

Ziele

Die Schwelle Ludwigstal soll in 2 Stufen zurückgebaut werden, um die ökologische Gewässerdurchgängigkeit der Donau zu gewährleisten.

Maßnahmenbeschreibung

Das Wehr „Ludwigstal“ soll zurück gebaut werden, damit sich in diesem Bereich der Donau wieder eine natürliche Gewässersohle ausbilden kann. Jedoch kann das Wehr nicht einfach abgebaut werden, sondern es ist im Vorfeld ein vielschichtiges Monitoring hinsichtlich der hydraulischen und der stofflichen Auswirkungen auf das Grundwasser erforderlich. Dies soll in zwei Abstauphasen erfolgen, bei denen der Wasseraufstau sukzessive zurückgefahren und die Auswirkungen auf das Grundwasser parallel untersucht werden. Bei der 1. Abstauphase wird lediglich das halbe Wehr abgebaut. Die andere Hälfte bleibt erst einmal stehen. Das begleitende Monitoring wird in der ersten Phase ca. 1 Jahr Abstauphase dauern. Dabei werden die hydraulischen Aspekte hinsichtlich der Trinkwasserfassung genauso betrachtet, wie die stoffliche Austragung aus den bekannten Altlastbereichen in Richtung Riedgraben. Sollte das Monitoring keine negative Auswirkung aufzeigen, wird die 2. Hälfte zurückgebaut, so dass die vollständige Durchgängigkeit erreicht wird.

Bauzeit und Kosten

Mit den Baumaßnahmen des ersten Bauabschnitts wurde im Januar 2018 begonnen, knapp zwei Monate später, im März 2018, konnten die Arbeiten erfolgreich abgeschlossen werden. Die Kosten hierfür beliefen sich auf ca. 170.000 €.

Die Umsetzung des zweiten Bauabschnitts zögert sich aufgrund der Verlängerung des hydraulischen Monitorings, wie auch des Schadstoffmonitorings bis Ende des Jahres 2019 weiter hinaus. Nach derzeitigem Zwischenstand sind keine nachweisbaren Effekte bezüglich einer Beeinträchtigung des Wasserwerkes erkennbar. Es wurde dennoch eine Verlängerung des Monitorings zur Überprüfung des Grundwasserkörpers und dessen Verhaltens unter gewöhnlichen Bedingungen vorgeschlagen. Aufgrund des sehr trockenen Sommers 2018 könnten kleinere Veränderungen durch den extremen Tiefstand verborgen geblieben und bei der Auswertung des Monitorings somit nicht berücksichtigt worden sein.

Ansprechpartner

Regierungspräsidium Freiburg
Außenstelle Donaueschingen
Wolfgang Seifriz
Irmastraße 11
78166 Donaueschingen
Telefon  0771 8966-2739
EMail wolfgang.seifriz@rpf.bwl.de